Die Jugendstrategie der Bundesregierung

Das Foto zeigt Franziska Giffey und Angela Merkel, die gemeinsam die Broschüre zur Jugendstrategie hochhalten
Dr. Franziska Giffey und Dr. Angela Merkel stellen die Jugendstrategie vor© Bundesregierung/Steffen Kugler

In Deutschland leben 14 Millionen junge Menschen zwischen 12 und 27 Jahren. Das sind 17 Prozent der Gesamtbevölkerung. Jugend ist ebenso vielfältig wie die Gesellschaft, deren Teil sie ist. Aber für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen geht es in dieser Lebensphase darum, selbstständig zu werden, sich zu qualifizieren und ihren Platz in der Gesellschaft zu finden.

Ob bedarfsgerechter Nahverkehr, schnelles Internet, bezahlbare Mieten oder wirksamer Klimaschutz - Maßnahmen in allen Politikfeldern können Auswirkungen auf die junge Generation haben. Daher hat die Bundesregierung unter Federführung des Bundesjugendministeriums gemeinsam mit allen Ressorts eine Jugendstrategie entwickelt.

Bei der Entwicklung der Jugendstrategie wurden junge Menschen als Expertinnen und Experten in eigener Sache beteiligt. Viele von ihnen brachten ihre Vorstellungen und Wünsche ein bei den JugendPolitikTagen, in themenspezifischen Audits oder via Online-Konsultation.

Herausgekommen ist eine Jugendstrategie, die neun jugendrelevante Handlungsfelder benennt und insgesamt 163 Maßnahmen aller Ressorts aufführt, die neu ergriffen oder weiterentwickelt werden:

Unsere älter werdende Gesellschaft braucht die Jugend - ihre Ideen, ihr Engagement und ihre Potenziale. Gleichzeitig braucht die junge Generation die passenden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, um die Herausforderungen der Lebensphase Jugend zu meistern, ihre Potenziale selbstbestimmt zu entfalten und mit Zuversicht in die Zukunft blicken zu können.

"Wie ticken Jugendliche?" 2020, Beteiligung an der Sinus-Jugendstudie | Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Das SINUS-Institut erforscht seit vielen Jahren jugendliche Lebenswelten, unter anderem im Rahmen der Jugendstudie "Wie ticken Jugendliche?" (2008, 2012, 2016). Die Studie soll die soziokulturelle Unterschiedlichkeit von Jugend einfangen und verdichtet sie modellhaft. Der Ansatz gruppiert Jugendliche, die sich in Werten, grundsätzlichen Lebenseinstellungen und Lebensweisen sowie in ihrer sozialen Lage ähnlich sind, in den Sinus-Milieu-Modellen. Die Untersuchung zeichnet sich durch eine dichte qualitative Beschreibung der soziokulturellen Vielfalt der Jugend in Deutschland aus und gewährt durch Zitate und kreative Selbstzeugnisse der Befragten Einblicke in Lebensalltag, Wertehorizont und Alltagsästhetik verschiedener jugendlicher Lebenswelten. Die Studie kann als praxisnahe Entscheidungsgrundlage für die strategische, praktische Zielgruppenarbeit herangezogen werden.

Jugendgerecht.de - Arbeitsstelle Eigenständige Jugendpolitik | Bundesfamilienministerium

Das Projekt in Trägerschaft der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ - sorgt für die fachliche Weiterentwicklung und Kommunikation der Eigenständigen Jugendpolitik. Die Arbeitsstelle informiert über Inhalte und Themen der Eigenständigen Jugendpolitik und befördert jugendpolitische Diskussionen. Es bezieht sich auf die bestehenden Grundsätze, Leitlinien und Ziele der Eigenständigen Jugendpolitik und entwickelt diesen Ansatz im engen Austausch mit Expertinnen und Experten der Jugendhilfe, der Jugendpolitik und der Wissenschaft weiter.

Junge Menschen melden sich mit ihren Anliegen zu Wort und wollen gehört und beteiligt werden. Wir wollen junge Menschen für Politik interessieren und für Demokratie begeistern – und gemeinsam gute Jugendpolitik wirkungsvoll gestalten.

Fortführung der BMU-Jugendstudie | Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Im Gegensatz zu traditionellen Erhebungen wird die repräsentative BMU-Jugendstudie durchgängig von der Zielgruppe selbst begleitet und aktiv mitgestaltet. Forschungsdesign und Forschungsfragen werden im Rahmen von Workshops mit jungen Menschen entwickelt, die Untersuchungsergebnisse in verschiedenen Formaten diskutiert und interpretiert. Darüber hinaus wurde für die Studie ein eigener Jugendbeirat eingerichtet.

Starke Kinder- und Jugendparlamente | Bundesfamilienministerium

Zentrales Ziel des Projekts in Trägerschaft des Deutschen Kinderhilfswerkes (DKHW) ist die Förderung und Stärkung kommunaler Beteiligungslandschaften mit besonderem Fokus auf die rund 500 Kinder- und Jugendparlamente und 300 Jugendforen. Diese werden durch Sichtbarmachung, Wertschätzung sowie durch konkrete Unterstützungsangebote (zum Beispiel Webinare) gestärkt. Kommunen werden zur Einrichtung von neuen Kinder- und Jugendparlamenten motiviert und bei Bedarf unterstützt. Jugendliche aus Kinder- und Jugendparlamenten werden über einen Jugendbeirat aktiv und von Anfang an in das Projekt einbezogen.

Junge Menschen brauchen gleichwertige Lebensverhältnisse und jugendgerechte Entfaltungs- und Gestaltungsräume – unabhängig vom Ort ihres Aufwachsens. Sie benötigen Zugang zu bezahlbarem Wohnraum und eine jugendgerechte Infrastruktur. Dazu gehören flächendeckende und bedarfsorientierte Angebote der Jugendarbeit und Sozialarbeit, der Kultur und des Sports.

Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE) | Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Ziel des BULE ist es, ländliche Räume als attraktive Lebensräume zu erhalten und weiterzuentwickeln und damit gute Bleibe- und Rückkehrperspektiven auch für junge Menschen zu bieten. Beispielhafte Ansätze in der ländlichen Entwicklung sollen mithilfe der BULE-Förderung erprobt werden, um Erkenntnisse insbesondere für die Regelförderung zu gewinnen. Die Förderaufrufe des Bundesprogramms sind jeweils themenorientiert und einmalig. Sie spiegeln die Bandbreite relevanter Handlungsfelder wider - vom zivilgesellschaftlichen Engagement bis hin zur Daseinsvorsorge und Digitalisierung. So ermöglicht beispielsweise das Modellvorhaben "Land(auf)Schwung" die Erprobung auch neuer Instrumente der Regionalförderung in Form eines Regionalbudgets. Im BULE werden daher auch regionale und lokale Projekte gefördert, die die Lebensbedingungen von Jugendlichen verbessern und Jugendbeteiligung stärken.

Urbane Liga - Plattform junger Stadtmacher | Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Die Urbane Liga ist ein Bündnis junger Stadtmacherinnen und Stadtmacher, die sich aktiv in die Gestaltung ihrer Städte einbringen. Als Projektschmiede, Ideenlabor und Netzwerkplattform zielt die Urbane Liga darauf ab, das Wirken junger Erwachsener in Deutschland zu stärken. Sie fördert ihre Mitsprache im öffentlichen Diskurs, entwickelt jugendgerechte Stadtvisionen und erweitert die Handlungsmöglichkeiten Jugendlicher und junger Erwachsener.

"Die" eine Jugend gibt es nicht. In den Lebenslagen der 12- bis 27-Jährigen in Deutschland spiegelt sich große Pluralität wider. Um Teilhabe für alle jungen Menschen zu ermöglichen, gilt es, Diskriminierung zu thematisieren und unterschiedlichen Benachteiligungen und Belastungen wirksam und inklusiv zu begegnen.

www.regenbogenportal.de - Das Wissensnetz zu gleichgeschlechtlicher Lebensweise und geschlechtlicher Vielfalt | Bundesfamilienministerium

Das Online-Informationsportal ist Informationsquelle, Datenbank und Wissensnetzwerk in einem. Es liefert Aufklärung, passende Beratung und sachlich fundierte Informationen für Lesben, Schwule, Bisexuelle, für trans- und intergeschlechtliche sowie queere Menschen und ihre Familien und Angehörigen, aber auch für Lehrerinnen und Lehrer sowie weitere Fachkräfte. Dies ist insbesondere für Jugendliche bei einem Coming-out eine wichtige Unterstützung, insbesondere auch in ländlichen Gegenden mit geringer queerer Infrastruktur.

Kunstwelten | Beauftragte für Kultur und Medien

Das kulturelle Vermittlungsprogramm in Kooperation mit der Akademie der Künste Berlin und weiteren zivilgesellschaftlichen Gestaltungspartnern wendet sich zuallererst an junge Menschen und schöpft aus der Vielfalt und dem Zusammenspiel der Werke und Erfahrungen der Mitgliederinnen und Mitglieder und Stipendiaten, der Künstlerarchive und Sammlungen der Akademie. Künstlerinnen und Künstler aller Sektionen der Akademie treffen junge Menschen in Kulturhäusern und Schulen, stellen ihnen ihre Werke vor und arbeiten gemeinsam in Kunstwerkstätten. Sie begegnen ihnen mit Empathie, wecken ihre Neugier und Begeisterung.

Der Bildungserfolg ist zentral für die zukünftigen Erwerbsmöglichkeiten und Lebenschancen. Aufgrund von Verdichtung und Beschleunigung des Alltags, Leistungsdruck und Selbstoptimierung fordern junge Menschen mehr Freiräume, also freie Orte und Zeiten zur selbstbestimmten Verfügung.

Weiterentwicklung des Berufsorientierungsprogramms | Bundesministerium für Bildung und Forschung

Seit der Etablierung des Berufsorientierungsprogramms im Jahr 2008 konnten rund 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler in über 3000 Schulen überwiegend der Sekundarstufen I von den Bundesmaßnahmen zur Berufsorientierung profitieren. Das Programm soll weiter ausgebaut werden. Künftig sollen auch gymnasiale Schulen davon profitieren.

Weiterentwicklung der Jugendberufsagenturen | Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Durch die rechtskreisübergreifende, abgestimmte Kooperation insbesondere von Agenturen für Arbeit, Jobcentern und Jugendämtern in Jugendberufsagenturen (JBA) kann jungen Menschen die Angebotsvielfalt der Berufswelt besser veranschaulicht, können ausbildungsfördernde Instrumente zielgerichteter angeboten und Unterstützung im Rahmen der beruflichen und sozialen Teilhabe geleistet werden. Ziel der Bundesregierung ist es, die bereits sehr erfolgreiche Arbeit der JBA am Übergang von der Schule in den Beruf weiter zu unterstützen und auszubauen.

Mindestausbildungsvergütung; Novelle zum Berufsbildungsgesetz | Bundesministerium für Bildung und Forschung

Vorgesehen ist entsprechend den Vorschlägen der Sozialpartner eine Mindestausbildungsvergütung von 515 Euro im ersten Ausbildungsjahr (ab 2020), die sich mit Fortschreiten der Ausbildung sowie in der "Einphasungszeit" bis 2023 jährlich erhöhen soll. Ab dem Jahr 2024 soll die Mindestausbildungsvergütung jährlich entsprechend der Entwicklung der Ausbildungsvergütungen insgesamt (tariflich und außertariflich) angepasst werden.

Für jugendgerechte Mobilitätsangebote ist insbesondere ein flächendeckender, bezahlbarer und bedarfsgerechter öffentlicher Personennahverkehr wichtig. Analoge und digitale Welt sind für junge Menschen kaum zu trennen und müssen ebenso zusammen betrachtet werden, wie die Aspekte Selbstbestimmung, Jugendschutz und Medienkompetenz.

"WebDays - Jugendliche gestalten die digitale Lebenswelt der Zukunft" | Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Das Projekt möchte junge Menschen motivieren, sich mit den Themen Digitalisierung, Verbraucherschutz, Medienbildung und Netzpolitik aktiv auseinanderzusetzen, eigene Ideen zu formulieren und in den politischen Diskurs einzuspeisen. Mit den "WebDays" soll eine neue Form der Partizipation von jungen Verbraucherinnen und Verbrauchern geschaffen werden, die ihnen ermöglicht, die technologischen Veränderungen in der Gesellschaft zu verstehen, zu begleiten und aktiv mitzugestalten.

Safe Bike - Entwicklung eines Verkehrssicherheitsprogramms für Radfahrende zwischen 11 und 14 Jahren | Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Ziel des Projektes ist die Reduktion der Fahrradunfälle in der besonders auffälligen Zielgruppe der 11- bis 14-Jährigen. Um dies zu erreichen, wird ein Verkehrssicherheitsprogramm für die Zielgruppe entwickelt, das auf Beobachtungsverfahren, Selbstreflexion und Eigenverantwortung basiert. Das Verkehrssicherheitsprogramm wird anschließend in einem Pilotversuch an zwei kooperierenden Schulen durchgeführt und bezüglich seiner Wirkungen evaluiert. Es wird so gestaltet, dass es schließlich an allen Schulen in Deutschland eingesetzt und unter Leitung einer Lehrkraft selbstständig durchgeführt werden kann.

Verwaltungsvereinbarung DigitalPakt Schule 2019 bis 2024 zwischen Bund und Ländern | Bundesministerium für Bildung und Forschung

Im DigitalPakt Schule hat sich der Bund verpflichtet, fünf Milliarden Euro für Finanzhilfen für Investitionen der Länder und Gemeinden in die digitale Bildungsinfrastruktur bereitzustellen. Die Länder/Gemeinden ergänzen die Bundesmittel um einen Eigenanteil in Höhe von mindestens zehn Prozent. Förderfähig sind an allgemeinbildenden, beruflichen und Förderschulen die Vernetzung von Schulgebäuden, die WLAN-Ausstattung, Anzeige-Geräte wie zum Beispiel elektronische Whiteboards und Beamer sowie digitale Arbeitsgeräte für den Unterricht. Mobile Endgeräte zum Verbleib in der Schule können in besonderen Fällen bis zu bestimmen Obergrenzen förderfähig sein. Förderfähig sind auch länderübergreifende, landesweite und regionale Entwicklungsprojekte, zum Beispiel für Lehr-/Lernplattformen und für die professionelle Administration und Wartung.

Die Bundesregierung erkennt die Dringlichkeit der mit dem Klimawandel verbundenen Herausforderungen, insbesondere für die jüngere Generation, an. Die Beteiligung junger Menschen und ihrer Interessenvertretungen bei der Ausgestaltung umweltpolitischer Maßnahmen soll gestärkt werden.

Innovationsfonds Klimaschutz als Jugendpolitik | Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Der Innovationsfonds "Klimaschutz als Jugendpolitik" soll niedrigschwellig und unkompliziert Mikrofinanzierungen für Projekte und Initiativen der außerschulischen Klimaschutzbildung und des Klimaschutzengagements von Jugendlichen und jungen Erwachsenen bereitstellen. Neben der Mikroprojektförderung sollen Klimaschutzstipendien vergeben werden, die außerordentliches Engagement von jungen Menschen für den Klimaschutz auszeichnen. Ein besonderes Augenmerk wird in beiden Komponenten auf Vernetzung und zusätzliches Empowerment gelegt. Der Innovationsfonds verfolgt den Anspruch, junge Menschen aus Stadt und Land sowie aus allen sozioökonomischen Schichten gleichermaßen zu erreichen. Jugendliche und junge Erwachsene werden aktiv in die Konzeption und Umsetzung der Maßnahme eingebunden.

Beteiligung am Maßnahmenprogramm Klimaschutz 2030 | Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Das Bundesumweltministerium verstetigt seit mehreren Jahren systematisch den Ansatz, junge Menschen konsequent an den Programmen und Initiativen des Hauses zu beteiligen. Vor diesem Hintergrund werden im Aktionsbündnis Klimaschutz, dem zentralen Dialogforum zur kontinuierlichen Diskussion klimaschutzpolitischer Positionen zwischen den gesellschaftlichen Gruppen und der Bundesregierung, auch Vertreterinnen und Vertreter von Jugendverbänden beteiligt. Ziel ist, einen breiten fachlichen und generationsübergreifenden Dialog zu initiieren und die Perspektive junger Menschen im Maßnahmenprogramm Klimaschutz 2030 zu berücksichtigen.

Die meisten 12- bis 27-Jährigen in Deutschland verbringen ihre Jugend bei guter Gesundheit. Einzelne Gruppen neigen aber zu einem höheren Risikoverhalten. Wesentliche gesundheitsrelevante Aspekte für junge Menschen sind ausreichende Bewegung, gesunde Ernährung, Suchtprävention, Unfallvermeidung, die Stärkung der Gesundheitskompetenz, die Prävention sexualisierter Gewalt und eine Reduzierung von psychischen Belastungen.

Fachdialog zur Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung bei Heranwachsenden | Bundesministerium für Gesundheit sowie die Bundesministerien für Arbeit und Soziales, für Bildung und Forschung, für Ernährung und Landwirtschaft sowie für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Der Dialog dient der alters-, zielgruppen- und themenübergreifenden Zusammenarbeit von Akteuren aus Wissenschaft, Praxis und Politik, die sich gemeinsam für die Gesundheit von jungen Menschen einsetzen. Ein wichtiger Meilenstein der Vernetzung ist der "Wegeweiser zum gemeinsamen Verständnis von Gesundheitsförderung und Prävention bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland", der von den beteiligten Organisationen und Vertretenden der beteiligten Gremien gemeinsam verabschiedet wurde. Der Wegeweiser formuliert die inhaltlichen Eckpunkte und benennt Aufgaben des Fachdialogs im Rahmen des Prozesses.

Nationaler Aktionsplan IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht | Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Bundesministerium für Gesundheit

Im Rahmen des Aktionsplans setzen sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und das Bundesministerium für Gesundheit für die Verbesserung des Bewegungs- und Ernährungsverhaltens ein, wie durch Maßnahmen zur Intensivierung der Ernährungsbildung und Stärkung der Ernährungskompetenzen in allen Altersklassen, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Konkrete Beispiele sind: Entwicklung des DGE-Qualitätsstandards für Schulverpflegung, Einrichtung von Schulvernetzungsstellen mit den Ländern zur Unterstützung von Schulträgern und Schulen bei der Umsetzung eines ausgewogenen Verpflegungsangebotes, Entwicklung von Ernährungsbildungsmaterialen und die Förderung von Modellprojekten, um Lehrkräfte in Schulen bei der Ernährungsbildung zu unterstützen. Außerdem werden Bürgerinnen und Bürger für Bewegungsförderung sensibilisiert. Für Jugendliche ist die Lebenswelt Schule auch für die Bewegungsförderung von Bedeutung. Diese wird durch das Schulfach Sport formal abgedeckt, braucht aber ergänzende Angebote in der Pause und im Unterricht. Die "Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung" geben allen Akteuren einen Orientierungsrahmen und zeigen Möglichkeiten, wie Menschen in verschiedenen Settings zu mehr Bewegung animiert werden können.

Durch das Überschreiten nationalstaatlicher Grenzen eröffnen sich jungen Menschen neue Erfahrungs- und Entfaltungsmöglichkeiten. Alle jungen Menschen brauchen Möglichkeiten, sich mit internationalen Entwicklungen auseinanderzusetzen und Europa aktiv mitzugestalten.

Jugend erinnert | Auswärtiges Amt, Bundesfamilienministerium, Beauftragte für Kultur und Medien

Mit dem Programm "Jugend erinnert" soll außerschulische historisch-politische Bildungsarbeit mit jungen Menschen zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus unterstützt und ausgebaut werden. Dies beinhaltet die Förderung von 500 außerschulischen Gedenkstättenfahrten für über 10.000 Jugendliche in den Jahren 2019 und 2020, den Wettbewerb "Erinnern für die Gegenwart" an deutschen Auslandsschulen sowie das deutsch-polnische Schüleraustauschprojekt "menschen gedenken - jugend macht zukunft", in dem Einzelschicksale von Opfern deutscher Kriegsverbrechen in Polen und von Opfern der Shoa in Deutschland aufgearbeitet werden. Darüber hinaus werden bi- und trilaterale Jugendbegegnungen und Projekte von Jugendlichen aus Deutschland, Israel und Europa in Gedenkstätten gefördert.

Ein davon unabhängiges, bei der BKM ressortierendes Förderprogramm "Jugend erinnert" soll in Deutschland gelegene NS-Gedenkstätten und Dokumentationszentren als maßgebliche Akteure der außerschulischen historisch-politischen Bildungsarbeit dabei unterstützen, für ihre pädagogische Arbeit neue Ansätze und Methoden auszubilden. Vor allem durch die Vernetzung mit neuen Kooperationspartnern sollen nachhaltig wirkende Bildungsformate für junge Menschen gestärkt und weiterentwickelt werden. Auch die Qualifizierung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren - so zum Beispiel Lehramtsstudierende - steht im Mittelpunkt.

Umsetzung der EU-Jugendstrategie 2019-2027 | Bundesfamilienministerium

Die Umsetzung der EU-Jugendstrategie 2019-2027 erfolgt in Deutschland als integraler Bestandteil der Jugendstrategie der Bundesregierung. Dies bedeutet, dass europäische Themen und Entwicklungen in die Diskussionen zur Jugendstrategie der Bundesregierung und darüber hinausgehende (jugend-)politische Diskurse einfließen. Umgekehrt werden Ergebnisse und Erfahrungen aus Deutschland in die jugendpolitischen Diskussionen auf EU-Ebene eingebracht. Junge Menschen werden an der Umsetzung unter anderem über den EU-Jugenddialog beteiligt.