"Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft"

Koordinierungsstelle zur Umsetzung der "UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft"

Logo der UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft
Logo der Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft der Vereinten Nationen© Vereinte Nationen

Die "UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft" wurde 2015 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen ausgerufen. Die Mitgliedstaaten wurden damit aufgefordert, einen Beitrag zur Stärkung und Verwirklichung wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und politischer Rechte von Schwarzen, afrikanischen und afrodiasporischen Menschen und deren gesellschaftlicher Teilhabe zu leisten. 

Die Bundesregierung hat sich im Rahmen des Kabinettsausschusses zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus zur Einrichtung einer Koordinierungsstelle zur Umsetzung der UN-Dekade verpflichtet. Das Bundesgleichstellungsministerium hat die Koordinierungsstelle gemeinsam mit dem Bundesministerium des Innern und für Heimat und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration am 25. Februar 2022 offiziell eingerichtet.

Mit der Schaffung einer Koordinierungsstelle zur nationalen Unterstützung/Umsetzung der "UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft" möchte die Bundesregierung die verbleibende Zeit der Dekade nutzen, um den Fokus auf besondere Fragestellungen zur spezifischen Situation von Menschen afrikanischer Herkunft zu legen und um themenbezogene Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und weiterer Akteure, insbesondere der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft zu bündeln.

Rassismus und Diskriminierung entgegenwirken

Die Koordinierungsstelle soll in den nächsten drei Jahren Veranstaltungen und Fachgespräche durchführen, die auf die Perspektiven und Lebenssituationen von Menschen afrikanischer Herkunft aufmerksam machen, Anti-Schwarzen Rassismus und damit zusammenhängende Diskriminierung in Gesellschaft und Strukturen adressieren und dieser entgegenwirken sowie das Empowerment von und für die Schwarze Community befördern. Ziel ist es ebenso, zu einer besseren Kenntnis und größeren Achtung der Vielfalt des Erbes und der Kultur von Menschen afrikanischer Herkunft beizutragen. Beides stellt eine Voraussetzung für die erfolgreiche Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung gegenüber Menschen afrikanischer Herkunft dar. Das Aktivitätenprogramm der UN-Dekade wird dabei die Arbeit der Koordinierungsstelle leiten. Die Koordinierungsstelle zur UN-Dekade soll eng mit Menschen afrikanischer Herkunft und Selbstorganisationen insbesondere aus der Schwarzen Community zusammenarbeiten. 

Die Koordinierungsstelle besteht aus einem Beirat sowie einer Geschäftsstelle, die beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) eingerichtet wird. Der Beirat hat die Aufgabe, Themen und Arbeitsschwerpunkte zur Umsetzung der UN-Dekade festzulegen. 

Mitglieder des Beirats

  • Prof. Dr. Maisha Auma
  • Elisabeth Kaneza
  • Dr. Florence Samkange-Zeeb
  • Afro Deutsches Akademiker Netzwerk
  • Kompetenznetzwerk Anti-Schwarzer Rassismus (bestehend aus Each One Teach One e.V., Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. und Zentralrat der afrikanischen Gemeinde in Deutschland e.V.)
  • Maisha e.V.
  • Antidiskriminierungsstelle des Bundes
  • Deutsches Institut für Menschenrechte
  • Bundeszentrale für politische Bildung
  • Landes-Demokratiezentrum Schleswig-Holstein
  • Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • Bundesministerium des Innern und für Heimat
  • Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration
  • Auswärtiges Amt