Familienfreundlichkeit

Ministerium

Das Bundesfamilienministerium als familienfreundlicher Arbeitgeber

Die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein zentraler Gegenstand der gesellschaftspolitischen Agenda des Bundesfamilienministeriums. Auch als Dienststelle und für das Bundesgleichstellungsgesetz federführendes Ressort ist das Bundesfamilienministerium dem Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf verpflichtet und geht mit gutem Beispiel voran.

Zertifizierung mit dem audit berufundfamilie

Am 20. Juni 2017 ist das Bundesfamilienministerium zum fünften Mal mit dem audit berufundfamilie ausgezeichnet worden. Damit trägt das Ministerium dieses Gütesiegel, das für eine familienfreundliche Personalpolitik verliehen wird, bereits seit mehr als zehn Jahren.

Das von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung entwickelte Audit ist ein Instrument zur kontinuierlichen Verbesserung einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik. Zertifizierte Unternehmen und Behörden stellen sich in regelmäßigen Abständen erneut einem Überprüfungsverfahren, mit dem Ziel einer langfristigen Implementierung.

Familienfreundliches Arbeiten im Bundesfamilienministerium

In den vergangenen Jahren wurde das bestehende Angebot familienfreundlicher Maßnahmen im Bundesfamilienministerium kontinuierlich weiterentwickelt. Zu nennen sind insbesondere folgende Schwerpunkte:

  • Das Angebot mobiler und flexibler Arbeit wurde auf Grundlage neuer Dienstvereinbarungen ausgebaut und für grundsätzlich alle Beschäftigten geöffnet. Die Möglichkeiten der mobilen und flexiblen Arbeit sollen insbesondere für Beschäftigte mit Betreuungs- und Pflegeaufgaben aber auch darüber hinaus in anderen Lebenssituationen noch besser genutzt und erweitert werden. Ziel ist eine Vertrauenskultur mit klaren Rahmenbedingungen, die den Schutz vor Entgrenzung gewährleisten und eine möglichst optimale Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben ermöglichen.
  • Es wurden hausweite Schulungen zum Thema "Resilienz im Kontext mobiler und flexibler Arbeit" durchgeführt.
  • Mit dem Pilotprojekt "Langzeitarbeitskonten" bietet das Bundesfamilienministerium seit 2011 ein zukunftsweisendes Modell an. Beschäftigte haben die Möglichkeit, Arbeitszeit über einen längeren Zeitraum als Zeitguthaben anzusparen. Die angesparten Stunden können zu einem späteren Zeitpunkt durch Freistellungsphasen abgebaut und zum Beispiel für die Wahrnehmung von Familienpflichten (Pflege, Kindererziehung) eingesetzt werden.
  • An beiden Standorten verfügt das Ministerium über hervorragende Möglichkeiten der Kinderbetreuung: In Bonn können unter dreijährige Kinder der Beschäftigten arbeitsplatznah in einer Tagespflegestelle betreut werden. Für ältere Kinder steht in Bonn eine eigene Kindertagesstätte zur Verfügung. In Berlin erfolgt die Betreuung in Kooperation mit einem privaten Träger, für Kinder bis zum vollendeten dritten Lebensjahr in den Räumen des Ministeriums und für ältere Kinder in der Einrichtung des Trägers in unmittelbarer Nähe des Ministeriums.
  • Beschäftigte des Bundesfamilienministeriums können Beratungs- und Vermittlungsleistungen eines Dienstleisters in Anspruch nehmen, wenn sie Unterstützung bei der Suche nach einer Kinderbetreuung benötigen oder wenn eine Notfallsituation bei der Pflege von Angehörigen eintritt.
  • Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in der Personalentwicklung durchgängig verankert, zum Beispiel im Personalentwicklungskonzept, im Anforderungsprofil für Führungskräfte, in den Beurteilungsrichtlinien oder auch im Rahmen von Kooperationsgesprächen.

Diese und weitere Maßnahmen tragen dazu bei, die Arbeitsmotivation und Leistungsbereitschaft der Beschäftigten und daher auch die Qualität der Arbeitsergebnisse zu steigern. Zugleich werden Fehlzeiten reduziert. Im Ergebnis ist eine familienbewusste und lebensphasenorientierte Personalpolitik sowohl für die Beschäftigten als auch für die Dienststelle ein Gewinn.

Künftige Schwerpunkte

Künftig geht es vor allem darum, den eingeschlagenen Kurs nachhaltig zu sichern und das bestehende Angebot fortzuentwickeln. Dabei stehen folgende Themen im Fokus:

  • Ausbau der mobilen und flexiblen Arbeitsformen zum Regelangebot
  • Verstetigung und Ausbau des Workshop-, Schulungs- und Fortbildungsangebotes für Führungskräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, beispielsweise zum Thema Resilienz
  • Fortsetzung des Pilotprojektes Langzeitarbeitskonten
  • Ausbau der Unterstützungsangebote für Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen, zum Beispiel zu den Themen "Pflege" und "Demenz"
  • Pilotprojekt zum Thema "Übergänge gestalten und Wissenstransfer"
  • Längerfristig: Aufbau eines systematischen Gesundheitsmanagements