Jugendbeteiligung

Die direkte, sichtbare und wirkungsvolle Beteiligung junger Menschen an "ihrer" Jugendstrategie ist ein wichtiges Anliegen der Jugendstrategie der Bundesregierung. Jugendbeteiligung darf dabei niemals Selbstzweck sein, sondern muss stets konkrete Mitsprache und Mitwirkung gewährleisten. Für eine möglichst breite und fundierte Beteiligung an der Entwicklung der Jugendstrategie sorgen unterschiedliche wiederkehrende Formate, in denen junge Menschen als Expertinnen und Experten in eigener Sache agieren:

  • Um die Lebensweltperspektive junger Menschen in die Jugendstrategie der Bundesregierung einfließen zu lassen, werden themenspezifische Jugend-Audits zu einzelnen Handlungsfeldern der Jugendstrategie durchgeführt. In den Audits erarbeiten jeweils 15 bis 30 junge Menschen in einem Werkstatt-Format Impulse, die sie auch in der Interministeriellen Arbeitsgruppe - IMA Jugend präsentieren.
  • Die JugendPolitikTage bieten Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie den Ressorts der Bundesregierung ein Forum zum Austausch über jugendrelevante Handlungsfelder und mögliche Maßnahmen. Bei den JugendPolitikTagen im Mai 2019 (Gestaltungspartner Jugendpresse Deutschland e.V.) haben sich Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Ressorts der Bundesregierung in den direkten Dialog mit den jungen Teilnehmenden begeben. Die Empfehlungen der JugendPolitikTage werden auch künftig Gegenstand der Beratungen beziehungsweise Umsetzung der Jugendstrategie sein. Eine geplante Bundesjugendkonferenz 2020 sowie die JugendPolitikTage 2021 bilden weitere beteiligungsbasierte Meilensteine bei der Umsetzung der Jugendstrategie der Bundesregierung.
  • Zu unterschiedlichen Zeitpunkten bietet ein Online-Beteiligungstool die Möglichkeit für ein breites Feedback zur Jugendstrategie. Für die Praxis digitaler Partizipation dient das Projekt jugend.beteiligen.jetzt als Unterstützung. So hat beispielsweise im Anschluss an die JugendPolitikTage 2019 eine erste Online-Konsultation stattgefunden. Mit dem "Jugendverstärker" konnten junge Menschen die Ergebnisse und Empfehlungen diskutieren, gewichten und weiterentwickeln.

Dritter Engagementbericht

Wie wichtig die Digitalisierung für den Einsatz für andere ist, zeigt aktuell die Corona-Pandemie. Das Engagement junger Menschen im digitalen Zeitalter beleuchtet der Dritte Engagementbericht mit dem Titel "Zukunft Zivilgesellschaft: Junges Engagement im digitalen Zeitalter". Am 13. Mai 2020 hat sich das Bundeskabinett damit beschäftigt. Der Bericht macht deutlich, welche Rolle die Digitalisierung im Engagement junger Menschen einnimmt. Zudem werden konkrete Handlungsempfehlungen für Politik und Zivilgesellschaft formuliert.