Neue Studie vorgestellt

Gleichstellung ist für Kommunen von zentraler Bedeutung

Caren Marks steht in einer Gruppe von Frauen
Caren Marks (Mitte) bei der Vorstellung der Studie "Gleichstellung als Regionalentwicklung"© BMFSFJ

Gleichstellungsarbeit im ländlichen Raum trägt maßgeblich zu dessen Entwicklung bei. Das ist das Ergebnis der Studie "Gleichstellung als Regionalentwicklung" der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG). Vorgestellt wurde die durch das Bundesfrauenministerium geförderte Studie am 15. Oktober. Anlass war der Internationale Tag der Landfrauen. Ihre Ergebnisse diskutierten mehr als 100 Teilnehmende aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft im Bundesfamilienministerium.

Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfrauenministerin, betonte dabei in ihrem Grußwort:

"Die Studie zeigt: Die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten spielen eine zentrale Rolle für die Gleichstellungspolitik im ländlichen Raum. Gerade in strukturschwachen Regionen sind sie für Frauen und ihre Familien ein wichtiger Anlaufpunkt. Bei ihnen laufen viele Fäden und Informationen zusammen: von der Kinderbetreuung über die Familienhilfe bis hin zur Erziehungsberatung."

Von Vorteil für die Arbeit der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in den ländlichen Regionen sind laut BAG-Studie ihr persönlicher Kontakt mit den Menschen vor Ort und die kurzen Kommunikationswege innerhalb der Verwaltungen. Mit Hilfe dieser und weiterer Erkenntnisse entwickelte die Studie Handlungsansätze, von denen Frauen und Männer auf dem Land profitieren können.

In vielen ländlichen Regionen ist die soziale Infrastruktur, wie Kinderbetreuung, Tagespflege oder Beratungsangebote, schwer erreichbar. Oft engen auch überkommene Rollenbilder die Verwirklichung des eigenen Lebensentwurfs ein, wodurch letztlich die Arbeitsmarktsituation für Frauen prekär werden kann. In der Folge wandern vor allem junge Frauen in die Städte ab. Dadurch verlieren die Regionen Arbeitskräfte, Innovationspotenzial und sozialen Zusammenhalt.

An der Studie "Gleichstellung als Regionalentwicklung" haben sich mehr als 103 kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte aus allen 13 Flächenbundesländern beteiligt. Sie beantworteten Fragen zu ihren Arbeitsschwerpunkten und den Herausforderungen ihres Arbeitsalltags.

Das Bundesfamilienministerium trägt mit mehreren Maßnahmen dazu bei, dass in der Stadt und auf dem Land gleichwertige Lebensverhältnisse entstehen und speziell in ländlichen Räumen die Bedarfe von Frauen und Männern in den Blick genommen werden. Dazu zählen unter anderem: