"Erfolgsfaktor Familie"

Mit familienfreundlicher Unternehmenskultur punkten

Gruppenfoto: Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey mit Vertreterinnen und Vertretern von SAP.
Heike Steck (Senior Operations Manager), Margret Klein-Mager (stellvertretende Aufsichtsrätin), Cawa Younosi (Head of Human Resources Deutschland), Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, Luka Mucic (Finanzvorstand), Bärbel Ostertag (Senior Vice President) und Christine Regitz (Aufsichtsrätin)© Ingo Cordes/SAP

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat am 28. Februar die Unternehmenszentrale des deutschen Softwareherstellers SAP SE im baden-württembergischen Walldorf besucht. Dort informierte sie sich darüber, wie die Themen Gleichstellung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie konkret umgesetzt werden. SAP gehört zu den ersten Unternehmen, die am "Fortschrittsindex Vereinbarkeit" des Bundesfamilienministeriums teilgenommen haben. Der Index unterstützt Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die tatsächliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu messen, mit anderen Unternehmen zu vergleichen und weiterzuentwickeln.

Dr. Franziska Giffey betonte:

"Familienfreundlichkeit ist für die Zukunft von Unternehmen von zentraler Bedeutung. Insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels. Denn wer gute Fach- und Führungskräfte gewinnen und halten will, muss dafür sorgen, dass sich Familie und Beruf miteinander vereinbaren lassen. Das Bundesfamilienministerium unterstützt Unternehmen mit dem 'Fortschrittsindex Vereinbarkeit' und dem Unternehmensnetzwerk 'Erfolgsfaktor Familie' dabei, eine familienorientierte Unternehmenskultur und Personalpolitik umzusetzen. SAP geht mit gutem Beispiel voran. Das Unternehmen ermöglicht den Beschäftigten mit vielfältigen Angeboten eine gute Vereinbarkeit und trägt so dazu bei, Familienfreundlichkeit zum Markenzeichen der deutschen Wirtschaft zu machen."

Der international tätige Softwarehersteller SAP SE hat weltweit mehr als 100.000 Beschäftigte, in Deutschland sind es etwa 24.000. Das Unternehmen bietet eigene Plätze für die Kinderbetreuung an, Eltern werden durch Mentorinnen und Mentoren und durch spezielle Fortbildungen von Familientherapeutinnen und Familientherapeuten unterstützt. Väter, die sich mehr Zeit für die Familie nehmen wollen, stärker gefördert. Um weibliche Nachwuchskräfte zu fördern, wurde ein eigenes Programm aufgelegt. Zudem ermöglicht der Softwarehersteller Führung in Teilzeit und vernetzt mögliche Tandems über eine Plattform.

Bei ihrem Besuch lernte Dr. Franziska Giffey auch das Projekt "Cleverlinge2" kennen, mit dem sich SAP SE für mehr Bildungsgerechtigkeit einsetzt. Kinder einer Heidelberger Grundschule werden durch persönliches Mentoring von SAP-Beschäftigten gefördert, von dem beide Seiten profitieren.

Mit dem Unternehmensprogramm "Erfolgsfaktor Familie" setzt sich das Bundesfamilienministerium zusammen mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft - der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) - für eine familienfreundliche Arbeitswelt ein. Das Ziel ist, Familienfreundlichkeit zum Markenzeichen der deutschen Wirtschaft zu machen.

Der "Fortschrittsindex Vereinbarkeit" unterstützt Unternehmen dabei, eine familienbewusste Unternehmenskultur zu entwickeln. Mit dem Online-Tool können sie kostenlos und anonym ihre Familienfreundlichkeit messen und sich mit Unternehmen gleicher Größe und Branche vergleichen. Jedes teilnehmende Unternehmen erhält ein Siegel. Der "Fortschrittsindex Vereinbarkeit" wurde zusammen mit dem Bundesverband der Personalmanager (BPM) und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag entwickelt und ist ein Angebot des Unternehmensprogramms "Erfolgsfaktor Familie".