Gleichstellung bei der Polizei

Dr. Ralf Kleindiek: Die Polizei hat eine wichtige Vorbildfunktion

Staatssekretär Dr. Ralk Kleindiek spricht an einem Rednerpult
Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek nannte die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Kinderbetreeung als zentrale Themen der neuen Regierungskoalition.© GdP

Am 12. März hat der Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Dr. Ralf Kleindiek, an der 7. Bundesfrauenkonferenz der Gewerkschaft der Polizei (GdP) teilgenommen. Dabei sagte er:

"Die Polizei hat eine wichtige Vorbildfunktion. Stellvertretend für uns alle vertritt sie die grundlegenden Prinzipien unserer demokratischen Gesellschaft. Sie steht für den Rechtsstaat und die Einhaltung der Gesetze, für gegenseitigen Respekt, Offenheit und Toleranz. Indem sich die Gewerkschaft der Polizei für die Gleichberechtigung von Frauen im Polizeidienst einsetzt, trägt sie dazu bei, dass die Polizei ihrer Vorbildwirkung gerecht wird."

Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken

Ein zentrales Zukunftsthema für viele Männer und Frauen im Polizeidienst sei die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dr. Ralf Kleindiek:

"Bei der Schutz- und Bereitschaftspolizei sind häufige Wechsel zwischen Früh-, Spät- und Nachtschicht üblich. Das stellt viele Eltern im Polizeidienst vor Herausforderungen. Denn Betreuungsangebote bei Nachtschichten oder in der Woche nach 17:00 Uhr sind selten. Weil wir das wissen, sind Vereinbarkeit und Kinderbetreuung zentrale Themen der neuen Regierungskoalition, zum Beispiel mit einem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung."

Bis 2025: Gleichberechtigte Besetzung von Führungspositionen

Der Staatssekretär im Bundesfamilienministerium machte auch darauf aufmerksam, dass die gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine Grundvoraussetzung für Aufstieg und Karriere von Frauen sei. Wer in Teilzeit arbeite, dürfe bei Aufstiegs- und Beurteilungsverfahren nicht benachteiligt werden. Das Bundesgleichstellungsgesetz macht hierzu klare Vorgaben: Es verpflichtet alle Führungskräfte, aktiv an der Verwirklichung der Gleichstellung mitzuwirken.

Im öffentlichen Dienst sind Frauen in Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert: Obwohl in obersten Bundesbehörden fast die Hälfte der Beschäftigten im höheren Dienst Frauen sind, ist nur jede Dritte (35 Prozent) Führungskraft weiblich. Deshalb sieht der Koalitionsvertrag vor, dass bis 2025 Führungspositionen in der Bundesverwaltung paritätisch mit Frauen und Männern besetzt sein sollen. Zudem sollen Teilzeitangebote für Führungskräfte ausgeweitet werden.