Auftakt-Workshop

Anti-Mobbing-Profis bereiten sich vor

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Rund 60 neue Anti-Mobbing-Profis nahmen an der Auftakt-Schulung in Berlin teil© BMFSFJ

Am 9. Mai hat eine erste Schulung von rund 60 neuen Anti-Mobbing-Profis stattgefunden. Nach den Sommerferien werden sie bundesweit ihre Arbeit aufnehmen. Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Berlin:

"An nahezu allen Schulen in Deutschland gibt es echte Probleme mit Ausgrenzung. Wenn es Vorfälle von Gewalt und religiösem Mobbing gibt, muss gehandelt werden. Und da brauchen Lehrerinnen und Lehrer auch Unterstützung und Partner, die ihnen den Rücken stärken. Die Anti-Mobbing-Profis sind eine wichtige Unterstützung vor Ort."

Die Anti-Mobbing-Profis werden jungen Menschen die Werte einer demokratischen und offenen Gesellschaft vermitteln, um sie gegen menschenfeindliche Ideologien stark zu machen. Schülerinnen und Schüler sollen von ihnen lernen, respektvoll miteinander umzugehen und auch unterschiedliche Auffassungen auszuhalten. So unterstützt das Projekt Schulen dabei, Hass und Gewalt gegenüber Andersgläubigen einzudämmen, gegen religiöses Mobbing vorzugehen und Toleranz und Demokratieverständnis zu fördern. Im Jahr 2018 stehen dafür 20 Millionen Euro bereit. Damit werden über 170 Anti-Mobbing-Profis an jene Schulen geschickt, die diese Unterstützung gerne annehmen wollen. Das Projekt ist Teil des Nationalen Präventionsprogramms gegen islamistischen Extremismus.

Die vom Bundesjugendministerium geförderten Jugendmigrationsdienste setzen das Vorhaben vor Ort gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Extremismusprävention und der politischen Bildung um. Sie legen mit den Schulen den konkreten Unterstützungsbedarf fest und erstellen ein Präventionskonzept. Bei der Auswahl der Schulen helfen die Bundesländer, die eng in das Vorhaben eingebunden sind. Auf den Auftakt-Workshop in Berlin werden weitere Workshops folgen, zum Beginn des neuen Schuljahrs werden dann alle Anti-Mobbing-Profis zu einem Kick-Off zusammenkommen.