Vater sein braucht ZEIT

Vereinbarkeit für Väter verbessern

Caren Marks spricht auf der Veranstaltung
Die Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks sprach über Familienpolitik für Väter und Mütter.© Carolin Weinkopf

Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfamilienministerin, begrüßte am 28. November Fachleute und zahlreiche Väter im Spreespeicher in Berlin, um unter dem Titel "Vater sein braucht ZEIT!" gemeinsam zu diskutieren.

"In Deutschland erleben wir bei den Vätern in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung: unterstützt von Elterngeld und ElterngeldPlus verbringen sie mehr Zeit mit ihren Kinder. Daran wachsen ihre Kinder, sie selbst und auch ihre Partnerinnen, die so besser ihre beruflichen Chancen ergreifen können. Eine moderne Familienpolitik ist daher Familienpolitik für Väter und Mütter“, sagte Caren Marks.

Das Zukunftsgespräch diente dazu, aktive Väter und Fachleute über das Rollenverständnis, Wünsche und Erfahrungen des modernen Vaters ins Gespräch zu bringen und gemeinsam Handlungsoptionen zu entwickeln, damit Väter ihren Wunsch nach mehr Zeit für die Familie leichter in die Tat umsetzen können

Rund 70 Prozent der Väter sagen, dass sie sich mehr an Erziehung und Betreuung der Kinder beteiligen als Väter ihrer Elterngeneration. Die Mehrheit der Väter mit kleineren Kindern würde gerne mindestens die Hälfte der Kinderbetreuung übernehmen. Das sind einige der Ergebnisse des Väterreports 2016, den das Bundesfamilienministerium am 28. November veröffentlicht hat.

Jeder dritte Vater nimmt heute Elterngeldmonate in Anspruch (34 Prozent), viele von ihnen unterstützt durch das ElterngeldPlus, das eine Teilzeitarbeit beider Partner während der Elternzeit attraktiver macht. Das wirkt nachhaltig, denn Väter, die Elternzeit nehmen, verbringen auch nach dem Elterngeldbezug nachweislich mehr Zeit mit ihren Familien. Väter sehen sich mehrheitlich nicht mehr als reine Familienernährer, sondern wünschen sich ökonomisch unabhängige Partnerinnen.

Blick auf das Podium über die Köpfe des Publikums hinweg
Das Zukunftsgespräch "Vater sein braucht ZEIT!" in Berlin© Carolin Weinkopf

Obwohl sich Väter heute bereits viel stärker in der Kindererziehung engagieren, wünschen sich 79 Prozent von ihnen mehr Zeit für ihre Familie. Rund ein Drittel würde gerne in Teilzeit arbeiten, andere möchten Überstunden reduzieren oder vollzeitnah arbeiten.

Eine zukunftsgerichtete Familienpolitik unterstützt daher junge Mütter und Väter dabei, ihr bevorzugtes partnerschaftliches Familienmodell zu leben. Die von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig geplante Familienarbeitszeit mit Familiengeld verschafft Vätern und Kindern mehr Zeit miteinander und unterstützt Eltern dabei, die von ihnen gewünschte Partnerschaftlichkeit zu leben und gleichzeitig ihre Existenzen zu sichern. Die Familien gewinnen – Väter, Mütter und Kinder.