Studienergebnisse zeigen: Erwerbsbeteiligung von Müttern seit 2006 deutlich gestiegen

Die Erwerbsbeteiligung von Müttern ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Das belegen die Ergebnisse der neuen Studie "Ausgeübte Erwerbstätigkeit von Müttern - Erwerbstätigkeit, Erwerbsumfang und Erwerbsvolumen 2010", die im Auftrag des Bundesfamilienministeriums vom Zukunftsrat Familie erstellt wurde.

Der Anteil der Mütter, die im zweiten oder dritten Lebensjahr ihres jüngsten Kindes eine Erwerbstätigkeit aufnehmen, ist gegenüber dem Jahr 2006 um sieben beziehungsweise neun Prozentpunkte auf 40,4 beziehungsweise 51 Prozent gestiegen. Insgesamt ist der Anteil erwerbstätiger Mütter zwischen 2006 und 2010 um vier Prozent auf 64,5 Prozent gestiegen.

Zugenommen hat vor allem der Anteil der Mütter, die vollzeitnah oder in mittlerem Teilzeitumfang zwischen 15 und 32 Stunden in der Woche arbeiten, während der Anteil der Mütter mit geringfügigem Arbeitsumfang tendenziell zurückgegangen ist. Zudem zeigen die Ergebnisse, dass auch die wöchentliche Arbeitszeit von Müttern mit kleinen Kindern beständig ansteigt.

Seit Einführung des Elterngeldes 2007 wird laut der Studie ebenfalls deutlich: Mütter gelingt es nun nach der Geburt ihres Kindes besser, den Anschluss im Beruf nicht zu verlieren. Dies stärkt die wirtschaftliche Stabilität von Familien und trägt zur Sicherung der Fachkräftebasis in Deutschland bei.

Gleichwohl wird der Schonraum genutzt, den das Elterngeld im ersten Lebensjahr nach der Geburt eines Kindes eröffnet. Waren in den Jahren vor der Einführung des Elterngeldes im Jahr 2007 17 Prozent der Mütter im Jahr nach der Geburt ihres Kindes erwerbstätig, sind es nunmehr nur noch zwölf Prozent.

Die Studie "Ausgeübte Erwerbstätigkeit von Müttern. Erwerbstätigkeit, Erwerbsumfang und Erwerbsvolumen 2010" wurde von der Prognos AG als Geschäftsstelle des Zukunftsrats für das Bundesfamilienministerium erstellt. Es beruht auf einer Sonderauswertung von Daten des Mikrozensus 2010.