Ralf Kleindiek eröffnet Workshop "Gutes Familienleben in der digitalen Gesellschaft"

Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek beim Workshop "Gutes Familienleben in der digitalen Gesellschaft"
Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek beim Workshop "Gutes Familienleben in der digitalen Gesellschaft"© Bildnachweis: iRights.Lab, Valie Djordjevic

Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, hat am 2. Dezember den Workshop "Gutes Familienleben in der digitalen Gesellschaft" in Berlin eröffnet.

"Unser gemeinsames Ziel ist es, dass alle Menschen in Deutschland von den Möglichkeiten der Digitalisierung profitieren können, und dass niemand von den Chancen, die sich in Zukunft bieten, abgeschnitten wird", sagte Dr. Ralf Kleindiek. "Denn wer digital kompetent ist, hat bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, Beruf und Familie zu vereinbaren, das Familienleben leichter zu organisieren und später im Alter länger selbstbestimmt und eingebunden zu leben." Deshalb sei es wichtig, dass stärker als bisher die gesellschaftliche und die soziale Komponente der Digitalisierung in den Blick genommen werde, so Kleindiek.

Ziel des Workshops war es, zusammen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Wissenschaft, Verbänden, Initiativen, Wirtschaft, Medienbildung und der Bloggerszene Zukunftsbilder zu entwerfen, wie sich Familienalltag durch die Digitalisierung verändert. Mit Hilfe der sogenannten Szenario-Methode wurden alternative Entwicklungen vorausschauend betrachtet. Die Ergebnisse sollen in einer abschließenden Publikation zusammengefasst werden. Der Workshop "Gutes Familienleben in der digitalen Gesellschaft" war Teil der Aktivitäten des Bundesfamilienministeriums im Rahmen der Digitalen Agenda der Bundesregierung.

Zum Thema veröffentlichte das Bundesfamilienministerium zudem die Expertise "Digitalisierung – Chancen und Herausforderungen für die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf" sowie die Befragung "Zu Hause arbeiten. Chancen der Digitalisierung für Vereinbarkeit von Familie und Beruf". Ergebnis beider Befragungen ist, dass in mobilen Arbeitsformen ein großes Potential für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf liegt, das aber noch nicht ausreichend genutzt wird.

So wird das Arbeiten im Home-Office zwar von vielen Beschäftigten als substanzielle Verbesserung wahrgenommen, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren, Familienaufgaben und berufliche Pflichten partnerschaftlicher zwischen Müttern und Vätern aufzuteilen und Zeit für die Familie zu gewinnen. Jedoch zeigen sich viele Unternehmen beim Ausbau von Home-Office-Angeboten nach wie vor zögerlich oder informieren nicht ausreichend darüber. Die Unternehmensbefragung wurde von der Roland Berger GmbH und die Beschäftigtenbefragung vom Institut für Demoskopie Allensbach erstellt.