Begleitung am Lebensende

"Anerkennungsurkunden" für 95 junge Engagierte in der Hospizarbeit überreicht

Das Bild zeigt Dr. Franziska Giffey bei der Verleihung der Urkunden
Dr. Franziska Giffey liest aus der "Anerkennungsurkunde" für die Engagierten in der Hospizarbeit vor. Mit auf der Bühne: drei der ausgezeichneten Ehrenamtlichen© Thomas Trutschel/phototek.net

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat am 5. April 95 jungen Ehrenamtlichen die ersten "Anerkennungsurkunden" für ihr Engagement in der Hospizarbeit überreicht. Mit der Urkunde soll das Engagement gewürdigt und gleichzeitig eine Möglichkeit geschaffen werden, die erworbenen Kompetenzen und das Engagement im weiteren Leben nachzuweisen.

Dr. Franziska Giffey betonte:

"Die 95 jungen Menschen, die heute als erste ihre 'Anerkennungsurkunde' bekommen, haben Großartiges geleistet. Mit der Urkunde wollen wir das Engagement würdigen und die Kompetenzen auch für das künftige Leben nachweisbar machen - zum Beispiel bei Bewerbungen für eine Ausbildung, für einen Studienplatz oder für einen Job. Ich freue mich, gemeinsam mit dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V., der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. und der Bundesärztekammer, die Qualifizierungs-Urkunde für die Hospiz-Arbeit ins Leben zu rufen und erstmals zu übergeben. Wir machen heute einen Schritt, das Ehrenamt junger Menschen besser anzuerkennen. Wer sich engagiert, soll auch im weiteren Leben davon profitieren können."

Die 95 jungen Ehrenamtlichen haben alle eine qualifizierte Vorbereitung für den Hospizdienst abgeschlossen und damit nachweisbare Qualifikationen erworben. Die "Anerkennungsurkunde" wurde erstmals vergeben durch die Bundesfamilienministerin und die Träger der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland, den Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV), die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP) und die Bundesärztekammer (BÄK). Nun beginnt die gemeinsame Arbeit, um die Anerkennung des Ehrenamtes in der Hospizarbeit weiter zu verbessern. Dazu wurden konkrete Gespräche zwischen dem Bundesfamilienministerium und den Trägern begonnen.

Für die Versorgung und Begleitung am Lebensende sind die Ehrenamtlichen häufig von großer Bedeutung. Sie arbeiten in enger Kooperation mit den Hausärztinnen und Hausärzten, in den ambulanten Diensten genau wie in den Hospizen. Diese Kooperation trägt dazu bei, dass sich Menschen in ihrer letzten Lebensphase gut versorgt wissen.

Bei der Ehrung hat Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey auch das Magazin "Letzte Wege - Wenn das Leben Abschied nimmt" vorgestellt. Das Magazin ist eine Maßnahme, um die Öffentlichkeit stärker zu den Themen Sterben, Tod und Trauer zu informieren. Dies sieht die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland in einem ihrer fünf Leitsätze vor. Das Bundesfamilienministerium will mit dem Magazin dazu anregen, sich frühzeitig mit dem Thema Sterben auseinanderzusetzen, sich über die Angebote der Hospizarbeit und Palliativversorgung zu informieren und zu erfahren, wie man sich in der Hospizarbeit engagieren kann.

Das Magazin wird mit einem Schreiben der Bundesfamilienministerin an 22.000 Hausärztinnen und Hausärzte sowie weitere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren versandt. Interessierte können das Magazin über den Publikationsversand der Bundesregierung kostenfrei bestellen.

Das Bild zeigt Dr. Franziska Giffey mit den Ehrenamtlichen
Die 95 jungen Ehrenamtlichen mit ihren "Anerkennungsurkunden"© Thomas Trutschel/phototek.net