Freibeträge für Kinder

Erklärfilm: die Freibeträge für Kinder

Eltern bekommen entweder Kindergeld oder die Freibeträge für Kinder bei der Einkommensteuer. Das Finanzamt prüft im Rahmen der jährlichen Einkommensteuerveranlagung, ob für die Eltern die Freibeträge für Kinder oder das ausbezahlte Kindergeld günstiger sind. Diese Prüfung erfolgt automatisch und muss nicht beantragt werden.

Anhebung des Kinderfreibetrags

Für das Jahr 2020 beträgt der Kinderfreibetrag 5172 Euro. Für das Jahr 2021 soll er um 576 Euro steigen - das hat das Bundeskabinett am 29. Juli 2020 beschlossen.

Darüber hinaus gibt es noch einen Freibetrag für Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf der Kinder in Höhe von 2640 Euro. Bei der Einkommensteuerveranlagung werden beide Freibeträge zusammengezogen.

Sind die Eltern verheiratet und werden zusammen veranlagt, werden die Freibeträge für Kinder in den einzelnen Jahren mit folgender Gesamthöhe berücksichtigt:

  • 2018: 7428 Euro
  • 2019: 7620 Euro
  • 2020: 7812 Euro
  • 2021: 8388 Euro

Bei getrennter Veranlagung von Ehegatten wird bei jedem Elternteil jeweils der halbe Betrag berücksichtigt.

Altersgrenzen

Generell werden Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres berücksichtigt.

Kinder, die noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet haben, nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen und in Deutschland als Arbeit suchend gemeldet sind, werden ebenfalls berücksichtigt.

Volljährige Kinder unter 25 Jahren werden berücksichtigt, wenn sie

  • für einen Beruf ausgebildet werden (Ausbildung, Studium),
  • sich in einer Übergangszeit von höchstens vier Monaten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten befinden,
  • eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen können,
  • ein Freiwilliges Soziales Jahr, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr, einen Bundesfreiwilligendienst oder einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst leisten.

Kinder, die wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung außerstande sind, sich selbst zu unterhalten. Voraussetzung ist, dass die Behinderung vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten ist.