Familienleistungen

Freibeträge für Kinder

Erklärfilm: die Freibeträge für Kinder

Eltern bekommen entweder Kindergeld oder die Freibeträge für Kinder bei der Einkommensteuer. Das Finanzamt prüft im Rahmen der jährlichen Einkommensteuerveranlagung, ob für die Eltern die Freibeträge für Kinder oder das ausbezahlte Kindergeld günstiger sind. Diese Prüfung erfolgt automatisch und muss nicht beantragt werden.

Anhebung des Kinderfreibetrags

Am 1. Januar 2018 ist eine Erhöhung des Kinderfreibetrages um 72 Euro auf 4788 Euro erfolgt, nachdem dieser bereits zum 1. Januar 2017 von 4608 Euro auf 4716 Euro angehoben wurde.

Darüber hinaus gibt es noch einen Freibetrag für Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf der Kinder in Höhe von 2640 Euro. Bei der Einkommensteuerveranlagung werden beide Freibeträge zusammengezogen.

Sind die Eltern verheiratet und werden zusammen veranlagt, werden für das Jahr 2017 Freibeträge für Kinder in Höhe von insgesamt 7356 Euro und ab 2018 von insgesamt 7428 Euro im Jahr berücksichtigt. Bei getrennter Veranlagung von Ehegatten wird bei jedem Elternteil für das Jahr 2017 der Betrag in Höhe von 3678 Euro und ab 2018 von 3714 Euro berücksichtigt.

Altersgrenzen

Generell werden Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres berücksichtigt.

1. Kinder, die noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet haben, nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen und in Deutschland als Arbeit suchend gemeldet sind, werden ebenfalls berücksichtigt.

2. Volljährige Kinder, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, werden berücksichtigt wenn sie:

  • für einen Beruf ausgebildet werden (Ausbildung, Studium),
  • sich in einer Übergangszeit von höchstens 4 Monaten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten befinden,
  • eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen können,
  • ein Freiwilliges Soziales Jahr, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr, einen Bundesfreiwilligendienst oder einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst leisten.

3. Kinder, die wegen körperlicher, geistiger oder  seelischer Behinderung außerstande sind, sich selbst zu unterhalten. Voraussetzung ist, dass die Behinderung vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten ist.