Für nachhaltigen Zusammenhalt in der Gesellschaft Mehrgenerationenhäuser

Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus: Der Film zum Programm

Mit dem neuen Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus, das am 1. Januar 2017 gestartet ist, werden bis 2020 rund 540 Mehrgenerationenhäuser bundesweit gefördert. Dies ist im Vergleich zum Vorgängerprogramm ein Aufwuchs von rund 100 neuen Häusern. Ermöglicht wurde dies durch den Beschluss des Deutschen Bundestages, welcher einen Mittelaufwuchs für die Mehrgenerationenhäuser von 3,5 Millionen Euro beschlossen hat.

Das neue Programm erhält aber auch das Erfahrungswissen der zuvor bereits geförderten Häuser: Die überwiegende Mehrzahl der Mehrgenerationenhäuser aus dem Aktionsprogramm II können im Rahmen des Bundesprogramms weiter unterstützt werden und an ihre erfolgreiche Arbeit in der Vergangenheit anknüpfen.

Mit dem neuen Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus, das am 1. Januar 2017 gestartet ist, werden bis 2020 rund 540 Mehrgenerationenhäuser bundesweit gefördert. Jedes Mehrgenerationenhaus erhält jährlich einen Bundeszuschuss in Höhe von 30.000 Euro sowie 10.000 Euro von der Kommune, dem Landkreis oder dem Land. Durch diese Kofinanzierung wird die Rolle der Mehrgenerationenhäuser vor Ort in den Kommunen gestärkt. Im Jahr 2020 ist der Bundeszuschuss für alle Mehrgenerationenhäuser um 10.000 Euro erhöht worden, sodass jedem Haus insgesamt bis zu 50.000 Euro zur Verfügung stehen.

Das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus und das Anschlussprogramm, das 2021 beginnen soll, sind als Fachprogramm ins bundesweite Fördersystem aufgenommen worden. Das Bundesfamilienministerium plant, die Mehrgenerationenhäuser auch weiterhin zu fördern. Voraussetzung ist, dass sich die Kommunen, Landkreise oder Länder wie bisher finanziell beteiligen.

Individuelle Lösungen vor Ort

Das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus baut nicht nur auf Bewährtem, wie dem generationenübergreifenden Arbeiten, der Offenheit und Niedrigschwelligkeit auf. Die Häuser haben künftig eine größere Flexibilität bei der inhaltlichen Ausgestaltung und Ausrichtung ihrer Arbeit. Mussten sie ihre Angebote noch im Aktionsprogramm II in allen festgelegten Bereichen "Integration und Bildung", "Freiwilliges Engagement", "Alter und Pflege" und "haushaltsnahe Dienstleistungen" machen, so können sie nunmehr den obligatorischen Schwerpunkt "Gestaltung des demografischen Wandels" individuell ausgestalten.

Denn der demografische Wandel zeigt sich überall anders und erfordert maßgeschneiderte Lösungen vor Ort. Die Passgenauigkeit soll insbesondere durch eine noch engere Kooperation mit der Kommune erreicht werden. Im Rahmen des Bundesprogramms mussten die Kommunen erstmalig einen Beschluss fassen, der eine Einbindung der Mehrgenerationenhäuser in die kommunalen Planungen zum demografischen Wandel beziehungsweise der Sozialraumentwicklung beinhaltete. Durch die systematische Kooperation mit und in der Kommune können die besten Lösungen für die vor Ort bestehenden demografischen Herausforderungen gefunden werden.

Menschen mit Lese-, Schreib- und Rechenschwierigkeiten fördern

Seit Januar 2018 können vom Bundesfamilienministerium geförderte Mehrgenerationenhäuser den Schwerpunkt "Förderung der Lese-, Schreib- und Rechenkompetenzen" setzen. Dafür stellt das Bundesbildungsministerium in Zusammenarbeit mit dem Bundesfamilienministerium zusätzliche Fördermittel bereit. Der Schwerpunkt ist Teil der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung (AlphaDekade) des Bundesbildungsministeriums.