Demografiestrategie

Arbeitsgruppe "Allianz für Menschen mit Demenz"

In unserer Gesellschaft wird es mit der Zunahme der Lebenserwartung mehr demenzielle Erkrankungen geben. Da insbesondere die häufigste Erkrankungsform der Demenz, die Alzheimer-Krankheit, nicht heilbar ist, geht es darum, erkrankten Menschen und ihren Angehörigen ein gutes Leben trotz der meist gravierenden Auswirkungen der Erkrankung zu ermöglichen. Dieser Aufgabe nimmt sich die "Allianz für Menschen mit Demenz" auf Bundesebene an, die ihre Arbeit im September 2012 unter gemeinsamer Federführung von Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend und Bundesgesundheitsministerium als gleichnamige Arbeitsgruppe der Demografiestrategie der Bundesregierung aufgenommen hat.

Allianz für Menschen mit Demenz führt Akteure zusammen

Die Allianz für Menschen mit Demenz führt die staatlichen Stellen und die Organisationen der Zivilgesellschaft zusammen, die auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene Verantwortung für Menschen mit Demenz tragen, und bündelt die Kräfte aller Verantwortlichen. Die Allianz hat seit September 2012 eine Gesamtvereinbarung erarbeitet, die eine Vielzahl von konkreten Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen für die Betroffenen vorsieht.

Es geht darum, die Lebenssituation Demenzerkrankter und ihrer Angehörigen nachhaltig zu verbessern, Schutz und Teilhabe gleichermaßen zu gewährleisten und die soziale Inklusion zu sichern.

Agenda unterzeichnet

Die Gesamtvereinbarung zur Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen (Agenda der Allianz) wurde am 15. September 2014 von den Gestaltungspartnern der Allianz für Menschen mit Demenz unterzeichnet.

Konkrete Maßnahmen sind in folgenden Handlungsfeldern vorgesehen:

  • Wissenschaft und Forschung: zum Beispiel Gesundheitsforschung, Versorgungsforschung, Forschungsstrukturen
  • Gesellschaftliche Verantwortung: zum Beispiel gesellschaftliche Teilhabe, lokale Hilfenetzwerke, Information und Öffentlichkeitsarbeit
  • Unterstützung von Menschen mit Demenz und ihren Familien: zum Beispiel Förderung von Kompetenz und Selbstbestimmung, Unterstützung pflegender Angehöriger, ehrenamtliches Engagement
  • Gestaltung des Unterstützungs- und Versorgungssystems: zum Beispiel Vernetzung der Versorgungsinstitutionen, Wohnen und Leben im Quartier

Anschließend beginnt die Umsetzung der Agenda in Verantwortlichkeit der jeweiligen Gestaltungspartner. Das Bundesfamilienministerium und das Bundesgesundheitsministerium begleiten diesen Prozess über ein geeignetes Monitoring-Verfahren und werden dabei durch die Geschäftsstelle Demenz im Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben unterstützt. Ein erster Zwischenbericht wird im Frühjahr 2016 vorgelegt werden. Die Agenda ist ein erster Meilenstein auf dem Weg zu einer nationalen Demenzstrategie.

Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz

Begleitend hat das Bundesfamilienministerium im Rahmen des Bundesmodellprogramms "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz" mit der Förderung von bis zu 500 lokalen Hilfenetzwerken begonnen. Dabei geht es um die Bündelung vorhandener Angebote und deren Weiterentwicklung, um Unterstützung und Begleitung im Lebensumfeld und ganz konkret vor Ort zu gewährleisten.