Internationaler Tag der älteren Menschen

Stefan Zierke würdigt das Engagement pflegender Angehöriger

Das Bild zeigt Stefan Zierke an einem Rednerpult vor einem Publikum
Stefan Zierke betonte die Wichtigkeit der Arbeit pflegender Angehöriger© BMFSFJ

Wer anderen hilft, braucht manchmal selbst Hilfe: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten Konferenz der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesseniorenvertretungen (BAG LSV) haben in diesem Jahr die pflegenden Angehörigen in den Blick genommen.

In Deutschland sind knapp 2,9 Millionen Menschen pflegebedürftig. Zwei Drittel davon werden zu Hause alleine von Angehörigen gepflegt. Für diese ist es eine große Herausforderung, Beruf und Pflege miteinander zu vereinbaren. Auf der Konferenz, die am 30. September und am 1. Oktober in Kassel stattfand, standen sowohl die Leistungen der pflegenden Angehörigen als auch ihre Belastungen und Sorgen im Mittelpunkt.

Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesfamilienministerin, Stefan Zierke, sagte:

"Wir möchten jene unterstützen, die sich in unserer Gesellschaft um andere kümmern. Wer seine Angehörigen pflegt, leistet unschätzbare Arbeit. Die Pflege kann emotional und körperlich aber auch sehr belastend sein. Deshalb möchte das Bundesfamilienministerium Angehörige nicht allein lassen: Allein mit den Mehrgenerationenhäusern und den Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz fördert das Ministerium in ganz Deutschland über 1.000 Anlaufstellen, die pflegenden Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Schnelle und unkomplizierte Beratung bietet auch das Pflegetelefon unseres Hauses."

Das Pflegetelefon des Bundesfamilienministeriums beantwortet unter der Rufnummer 030-20179131 alle Fragen rund um das Thema Pflege und hilft auch in Krisensituationen.

Pflegezeit und Familienpflegezeit unterstützen Beschäftigte, die beruflich kürzer treten wollen, um sich um pflegebedürftige Angehörige zu kümmern. Eine zehntägige Auszeit mit Lohnfortzahlung hilft, wenn kurzfristig eine neue Pflegesituation eines Angehörigen organisiert werden muss. Nähere Informationen gibt es auf der Website "Wege zur Pflege".

Um pflegende Kinder und Jugendliche zu unterstützen, wurde vom Bundesfamilienministerium das Projekt "Pausentaste - Wer anderen hilft, braucht manchmal selber Hilfe" ins Leben gerufen. Seit Januar 2018 erhalten auch pflegende Kinder und Jugendliche gezielt Hilfe und Rat beim Kinder- und Jugendtelefon der "Nummer gegen Kummer", das unter der kostenlosen Nummer 116 111 erreichbar ist.

Die Vereinten Nationen haben 1990 den "Internationalen Tag der älteren Menschen" (1. Oktober) ins Leben gerufen, um die Herausforderungen und die Chancen des demografischen Wandels ins Bewusstsein zu rücken.