Familienleistungen

Erklärfilm: der Kinderzuschlag

Der Kinderzuschlag unterstützt Eltern mit kleinen Einkommen. Die Leistungen für Bildung und Teilhabe verbessern die Entwicklungschancen von Kindern. Beide Leistungen werden durch das Starke-Familien-Gesetz umfassend verbessert, erhöht und entbürokratisiert.

Eltern, die genug für sich selbst verdienen, aber nicht genug, um für den gesamten Bedarf der Familie aufzukommen, erhalten Kinderzuschlag. Dieser wird für jedes unverheiratete Kind bis 25 Jahre gezahlt, wenn Sie die folgenden Voraussetzungen erfüllen: Sie müssen für das betreffende Kind Kindergeld bekommen. Außerdem dürfen Sie keinen Anspruch auf SGB II-Leistungen wie das Arbeitslosengeld II haben. Das ändert sich ab dem 1. Januar 2020. Dann können Sie den Kinderzuschlag auch erhalten, wenn Sie mit dem Kinderzuschlag und Wohngeld nicht mehr als 100 Euro unter dem SGB II-Anspruch bleiben. Ihr Einkommen darf außerdem eine gewisse Mindestgrenze nicht unterschreiten, eine festgelegte Höchstgrenze aber auch nicht überschreiten. Die Mindestgrenze liegt bei 900 Euro brutto für Paare und 600 Euro brutto für Alleinerziehende. Die Höchstgrenze ist für jede Familie eine andere. Sie ist zum Beispiel abhängig von den Wohnkosten der Familie und der Anzahl der Kinder. Zum 1. Januar 2020 entfällt die Höchstgrenze, so dass Sie Kinderzuschlag dann auch bei etwas höherem Einkommen beziehen können. Das Einkommen Ihrer Kinder, zum Beispiel Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss, wird auf den Kinderzuschlag angerechnet. Neu ist, dass es seit dem 1. Juli 2019 nur noch zu 45 Prozent angerechnet wird. Ein Antrag lohnt sich also auch, wenn Sie alleinerziehend sind und ein kleines Einkommen haben. Der Kinderzuschlag beträgt pro Monat maximal 185 Euro. Zusätzlich können Sie Leistungen für Bildung und Teilhabe erhalten. So gibt es ab 1. August 2019 ein kostenloses Mittagessen in Schule und KiTa und ein Schulbedarfspaket von dann 150 Euro. Ebenfalls ab 1. August 2019 gilt die Befreiung von KiTa-Gebühren für Bezieherinnen und Bezieher von Kinderzuschlag. Den Kinderzuschlag müssen Sie schriftlich beantragen, und zwar bei der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit. Mit dem KiZ-Lotsen der Familienkasse können Sie prüfen, ob ein Anspruch auf Kinderzuschlag in Betracht kommt. Auch wenn jetzt kein Anspruch besteht, lohnt sich eine erneute Prüfung zum 1. Januar 2020. Dann haben Sie beispielsweise auch einen Anspruch, wenn Ihr Einkommen heute etwas über der Höchstgrenze liegt. Eine erneute Antragstellung kann sich also lohnen. Weitere ausführliche Informationen zu den einzelnen Leistungen und Hilfen finden Sie auf den Internetseiten des Bundesfamilienministeriums sowie im Familienportal. Nutzen Sie auch das Infotool des Bundesfamilienministeriums. Hier können Sie anhand weniger Angaben herausfinden, welche Familienleistungen für Sie in Frage kommen.