Reform der Pflegeberufe

Dr. Franziska Giffey zu Besuch im "Haus am Steinhübel"

Das Bild zeigt Franziska Giffey, die einem älteren Herrn die Hand gibt.
Damit die 2,9 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland gut versorgt werden, braucht es attraktivere Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen im Pflegebereich© Ute Grabowsky/photothek.net

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat am 29. Juni in Saarbrücken die Pflegeeinrichtung "Haus am Steinhübel" besucht, um sich mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Pflegekräften und Auszubildenden auszutauschen. Am Rande des Besuchs äußerte sich die Bundesfamilienministerin zu Verbesserungen in der Pflegeausbildung und zum Thema Digitalisierung von Pflegeschulen.

Dr. Franziska Giffey:

"Wir können nicht warten und schauen, ob sich genug Menschen für einen Job in der Pflege interessieren. Wir müssen Ausbildung und Beruf attraktiver machen. Die ersten richtigen Schritte dazu: Schulgeld abschaffen und Ausbildungsvergütung einführen. Das haben Kabinett und Bundestag bereits beschlossen. Um die Pflegeschulen für die Digitalisierung fit zu machen, wollen wir Mittel aus dem Digitalpakt Schule nutzen. Dabei könnte es beispielsweise um gutes WLAN für die Schulen oder Smartboards in den Klassenräumen gehen. Innovative technische und digitale Lösungen brauchen wir auch, um die Organisation und Pflegedokumentation zu erleichtern. Damit Pflege nicht im 14-Minuten-Takt ablaufen muss und mehr Zeit für die zu Pflegenden bleibt."

Zugleich wies Dr. Franziska Giffey auf die Konzertierte Aktion Pflege hin, für die sie am kommenden Dienstag gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil den Auftakt geben wird.

Das "Haus am Steinhübel"

Das "Haus am Steinhübel" fördert neben dem Angebot von verschiedenen Wohn- und Betreuungsformen auch die generationenübergreifende Unterstützung in Form von Nachbarschaftshilfe. Im Projekt "Wohnen für Hilfe" in Kooperation mit dem Studentenwerk im Saarland e.V. können sich Studierende ehrenamtlich in der Einrichtung engagieren und im Gegenzug dafür auf dem Gelände günstig wohnen.