Sachverständigenkommission

Dr. Franziska Giffey beauftragt Dritten Engagementbericht

Das Bild zeigt Dr. Franziska Giffey mit Mitgliedern der Kommission für den Dritten Engagementbericht
Dr. Franziska Giffey mit den Mitgliedern der Sachverständigenkommission Prof. Dr. Heinz Reinders, Prof. Dr. Gesche Joost , Prof. Dr. Jeanette Hofmann, Prof. Dr. Wibke Riekmann, Jun.-Prof. Dr. Sascha Dickel und der Leiterin der Geschäftsstelle zum Dritten Engagementbericht, Dr. Theresa Züger © Mathias Völzke

Am 8. November hat Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey die neue Sachverständigenkommission beauftragt, den Dritten Engagementbericht zu erstellen. Unter dem Titel "Zukunft Zivilgesellschaft: Junges Engagement im digitalen Zeitalter" soll der Bericht mit seinen Analysen und Empfehlungen die Engagementpolitik unterstützen.

Anlässlich der konstituierenden Sitzung der Sachverständigenkommission betonte Dr. Franziska Giffey:

"Unser Leben verändert sich durch die Digitalisierung rasant. Angesichts dieser Entwicklung gewinnt der gesellschaftliche Zusammenhalt noch mehr an Bedeutung. Wir alle gemeinsam sind es, die für diesen Zusammenhalt verantwortlich sind, indem wir uns einbringen, uns engagieren. Besonders spannend ist dabei natürlich die Frage nach dem Engagement junger Menschen. Denn hier zeigen sich bereits früh wichtige Trends und Impulse. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse."

Die Bundesregierung wird den Dritten Engagementbericht voraussichtlich im Frühjahr 2020 dem Deutschen Bundestag vorlegen. Er soll Erkenntnisse, Trends und Prognosen hinsichtlich des Engagements junger Menschen im digitalen Zeitalter herausarbeiten und praxisnahe Handlungsempfehlungen formulieren.

Leitfragen des Berichts sollen unter anderem sein: Wie kann junges Engagement in einer digitalen Welt befördert werden? Welche Vorteile aber auch eventuellen Gefährdungen bringen die Möglichkeiten des digitalen Zeitalters für das Engagement mit sich? Vor welche digitalisierungsbedingten institutionellen und rechtlichen Umbrüche werden die Engagierten und die organisierte Zivilgesellschaft gestellt?

Der Bericht soll das Engagement junger Menschen in seinen vielfältigen Ausprägungen in den Fokus nehmen. Auswirkungen sozialer Ungleichheiten sowie des Bildungsstandes und des familiäreren Hintergrundes auf das Engagement sollen dabei ebenso in den Blick genommen werden, wie der im Zweiten Engagementbericht begonnene Diskurs über die Abgrenzung demokratischem Engagements zu unzivilen, extremistischen Aktivitäten.

  • Prof. Dr. Jeanette Hofmann, Freie Universität Berlin, Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (Vorsitzende)
  • Prof. Dr. Christoph Bieber, Universität Duisburg-Essen
  • Jun.-Prof. Sascha Dickel, Universität Mainz
  • Prof. Dr. Martin Emmer, Freie Universität Berlin
  • Prof. Dr. Cathleen Grunert, FernUniversität in Hagen
  • Prof. Dr. Michael Hüther, Institut der deutschen Wirtschaft Köln
  • Prof. Dr. Gesche Joost, Universität der Künste Berlin
  • Prof. Dr. Heinz Reinders, Universität Würzburg
  • Prof. Dr. Wibke Riekmann, Medical School Hamburg

Der Deutsche Bundestag hat die Bundesregierung 2009 dazu verpflichtet, in jeder Legislaturperiode einen wissenschaftlichen Bericht zur Lage des bürgerschaftlichen Engagements vorzulegen. Hierzu soll jeweils eine neue Sachverständigenkommission eingesetzt werden. Der Bericht soll, auf einen Schwerpunkt konzentriert, die Entwicklung des freiwilligen Engagements darstellen und den Stand der Engagementpolitik einschließlich der politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland berücksichtigen.