Über 130.000 Mädchen und Jungen bei Girls'Day und Boys'Day 2014

Manuela Schwesig mit Teilnehmerinnen des Girls'Day

Mehr als 130.000 Mädchen und Jungen haben am 27. März an den Zukunftstagen Girls'Day und Boys'Day teilgenommen. In bundesweit über 14.000 Veranstaltungen konnten sie ihre Stärken in Berufs- und Studienbereichen entdecken, die ihnen häufig verschlossen bleiben. "Gesellschaftlicher Fortschritt gelingt nur, wenn alle ihre individuellen Potenziale einbringen können. Einengende Rollenbilder in der Berufswahl müssen dafür aufgebrochen werden", sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig anlässlich des Aktionstages.

Manuela Schwesig beteiligte sich aktiv am bundesweiten Aktionstag. Sie begrüßte beim Deutschen Herzzentrum Charlotte und Henning. Dort besuchten sie gemeinsam die Angebote zum  Girls'Day und Boys'Day. Anschließend machten sich die Jugendlichen mit der Ministerin auf den Weg zu ihrem Büro im Bundesfamilienministerium. 

Bei der Girls'Day-Veranstaltung "Lebensrettung im OP" wurden die Berufsbilder Herzchirurgin, Kardiotechnikerin und IT-Expertin für Kliniken von weiblichen Beschäftigten präsentiert. Jede der etwa 120 Teilnehmerinnen durfte mit chirurgischen Instrumenten unter Anleitung arbeiten. Der Jungen-Zukunftstag stand unter dem Motto "Ausbildung für die Klinik". Die Akademie für Kardiotechnik und die Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Deutschen Herzzentrum Berlin gaben Einblick in ihre modernen Schulungsmöglichkeiten. Hier konnten die 18 Jungen im Simulations-Operationssaal an einer Operation mit Herzlungenmaschine und Kunstherz teilnehmen und die bettseitige Pflege an einem schwer herzkranken Patienten kennenlernen.

Laut Statistischem Bundesamt lag der Frauenanteil in der Chirurgie und Orthopädie im Jahr 2011 bundesweit bei lediglich 16,7 Prozent, der Männeranteil im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege bei nur 14,4 Prozent.

Seit 2001 haben fast 1,5 Millionen Mädchen an nahezu 100.000 Girls'Day-Veranstaltungen teilgenommen. Für über 130.0000 Jungen fanden seit 2011 rund 20.000 Boys'Day-Aktionen statt. Dabei konnten Mädchen in Technik, Naturwissenschaften oder Handwerk hineinschnuppern und Jungen Berufe in den Bereichen Erziehung, Pflege oder Gesundheit kennenlernen.

Girls'Day und Boys'Day sind Erfolgsgeschichten - das beweist auch die wissenschaftliche Begleitforschung der Projekte: Über 90 Prozent der Jugendlichen und über 80 Prozent der beteiligten Unternehmen oder Einrichtungen beurteilen den Girls'Day beziehungsweise Boys'Day mit 'gut' bis 'sehr gut'. 18 Prozent der Unternehmen gaben 2013 an, dass mittlerweile junge Frauen eingestellt worden sind, die in den Vorjahren das jeweilige Unternehmen am Girls'Day kennenlernten.

Der Boys'Day und der Girls'Day werden vom Bundesfamilienministerium sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. Der Girls'Day wird zusätzlich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.