Aktiv im Alter

Peer Review Seminar "Active Ageing Index on the local Level"

Gruppenbild der Teilnehmenden des Peer Review Seminars "Active Ageing Index on the local Level"
Die Teilnehmenden des Peer Review Seminars "Active Ageing Index on the local Level"© Bildnachweis: BAFzA

Mit 37 Teilnehmenden aus sieben Staaten der Europäischen Union ist am 14. April das Peer Review Seminar "Active Ageing Index on the local Level" gestartet.

Der Active Ageing Index (AAI) wurde als gemeinsames Projekt der Europäischen Kommission, der UN-Wirtschaftskommission für Europa sowie des Europäischen Zentrums für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung im Rahmen des "Europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen" im Jahr 2012 entwickelt und Ende 2012 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Der AAI ist ein Analyseinstrument für die unterschiedlichen Dimensionen gelingenden Alterns und das Potenzial Älterer. Durch die Benennung der verschiedenen Elemente eines gelingenden Aktiven Alterns macht der Index Stärken und Schwächen der demografischen Situation eines Landes sichtbar und misst Fortschritte im Bereich des aktiven Alterns.

Gegenwärtig liegen diese Daten nur auf nationaler Ebene vor. Das Seminar bietet die Möglichkeit, den erstmals beispielhaft für ausgewählte deutsche Kommunen errechneten AAI auf kommunaler  Ebene zu diskutieren und sich über dessen fachliche Implikationen auszutauschen. Ebenfalls erstmals wird der für über 300 US-amerikanische Stadtteile errechnete Livability Index  der AARP von dem Leiter des Forschungsteams der AARP, Herrn Dr. Rodney Harrell, in Europa vorgestellt.

"Die Berechnung des AAI auf kommunaler Ebene wird helfen, den demografischen Wandel  vor Ort, dort wo die Menschen ihren Lebensmittelpunkt haben, sichtbarer und für die lokale Politik operationalisierbarer zu machen", sagte der für den demografischen Wandel zuständige Abteilungsleiter im Bundesfamilienministerium, Dr. von Schwanenflügel. "Ich freue mich daher besonders, dass uns die Teilnehmenden aus anderen EU-Staaten mit Rat und Tat bei diesem Vorhaben unterstützen."

Runder Tisch "Aktives Altern – Übergänge gestalten"

Das Seminar ist Teil des Konzepts zum Runden Tisch "Aktives Altern - Übergänge gestalten", den Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig im Sommer 2015 initiiert hat. Der Runde Tisch soll sich vor allem damit beschäftigen, wie sich die Gesellschaft auf den demografischen Wandel einstellen und die große Gruppe aktiver älterer Menschen bei ihren Übergängen in neue Lebensphasen unterstützen kann.

Der Runde Tisch versteht sich als eine Ergänzung zur Demografiestrategie der Bundesregierung. In einem zweijährigen Prozess sollen in den drei Arbeitsgruppen "Active Ageing Index", "Bildung im und für das Alter" sowie "Übergänge gestalten" Handlungsstrategien entwickelt und konkretisiert werden.

Alle Arbeitsgruppen werden in dem auf zwei Jahre angelegten intensiven Diskussionsprozess Empfehlungen und Eckpunkte für differenzierte, an die jeweiligen Situationen und Ressourcen angepasste oder anpassbare und insbesondere lokale Strategien erarbeiten. Die Ergebnisse wird das Bundesfamilienministerium im ersten Halbjahr 2017 in einer weiteren Plenarsitzung des Runden Tisches präsentieren und mit den Teilnehmenden diskutieren.