Offensive Frühe Chancen: Erste Kitas erhalten Bundesmittel für Sprach- und Integrationsförderung

Ab dem 1. März 2011 stehen den ersten geförderten Schwerpunkt-Kitas im Rahmen der Initiative "Offensive Frühe Chancen" Mittel des Bundes zur Verfügung. Mit der Initiative unterstützt das Bundesfamilienministerium gezielt Kinder mit erhöhtem Sprachförderbedarf, die in Kindertagesstätten betreut werden.

"Wie gut Kinder eine Sprache sprechen, entscheidet maßgeblich über ihren Erfolg in der Schule und im Beruf. Sie ist die beste Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben", sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.

Es sei wichtig, mit der Förderung so früh wie möglich anzufangen, betonte Kristina Schröder: "Je früher der kleine Ali, der kleine Max und die kleine Mia in allen Sinnen des Wortes 'die gleiche Sprache sprechen' umso besser. Unsere Initiative richtet sich deshalb vor allem an Kinder unter drei Jahren, die Hilfe bei ihrer sprachlichen Entwicklung brauchen."

Mit der Initiative "Offensive Frühe Chancen" stellt der Bund bis 2014 rund 400 Millionen Euro zur Verfügung. Einrichtungen, in denen der Förderbedarf besonders groß ist, erhalten die Möglichkeit, eine zusätzliche qualifizierte Fachkraft einzustellen. Diese wird die individuelle sprachliche Entwicklung der Kinder auf der Grundlage wissenschaftlicher Konzepte unterstützen und Sprachförderung als Querschnittsaufgabe im Betreuungsalltag verstärken.

Jeder beteiligten Einrichtung wird aus Bundesmitteln ein Budget in Höhe von 25.000 Euro pro Jahr für das zusätzliche Fachpersonal zur Verfügung gestellt. Damit sollen bis zu 4.000 Einrichtungen - insbesondere in sozialen Brennpunkten - zu "Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration" ausgebaut werden.

Zur Vergabe der Förderung hat das Bundesfamilienministerium eine Kooperationsvereinbarung mit den Ländern geschlossen. Sie können so gemeinsam mit dem Bund die Fördermittel dorthin lenken, wo der Bedarf am größten ist.