Mit #schweigenbrechen ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen

Motiv der Kampagne "Wir brechen das Schweigen"
Motiv der Kampagne "Wir brechen das Schweigen"© Bildnachweis: Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat am 17. November zur Mitmachaktion "Wir brechen das Schweigen" aufgerufen, mit der ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt werden kann. "Gewalt gegen Frauen kommt viel zu häufig vor und vor allem wird sie leider viel zu häufig totgeschwiegen", sagte Manuela Schwesig. "Dieses Schweigen müssen wir brechen – gemeinsam! Als Schirmherrin bitte ich Sie deshalb, die Aktion des Hilfetelefons tatkräftig zu unterstützen. Jede und jeder, der die 08000 116 016 kennt und sie weitergibt, zeigt betroffenen Frauen einen Weg aus der Gewalt. Machen Sie mit und unterstützen Sie diese wichtige Aktion."

Die Aktion des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" findet anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt an Frauen am 25. November statt. Sie richtet sich an Einzelpersonen, Gruppen, öffentliche Institutionen, Verbände, Kommunen und Unternehmen. Mit einem Selfie oder Gruppenbild können Teilnehmer die Aktion ins Netz und auf die Straße tragen. So können sich Unterstützerinnen und Unterstützer zum Beispiel mit dem Aktionsschild fotografieren und ihr Foto unter dem Hashtag #schweigenbrechen in Sozialen Netzwerken teilen.

Auf der Aktionswebseite "Wir brechen das Schweigen" stehen zahlreiche Materialien wie Aktionsschilder und Banner zur Verfügung, zudem werden Umsetzungsideen für Aktionen vor Ort vorgestellt.

Gewalt gegen Frauen ist auch in Deutschland ein Problem, das in allen gesellschaftlichen Gruppen, Schichten und in jedem Alter vorkommt. Jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von körperlicher und/oder sexueller Gewalt betroffen - so das Ergebnis einer Untersuchung der Europäischen Grundrechteagentur von 2014. Nur jede fünfte Betroffene wendet sich an eine Beratungs- oder Unterstützungseinrichtung.

Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" ist täglich rund um die Uhr in 15 Sprachen erreichbar. Unter der Rufnummer 08000 116 016 und über die Online-Beratung unter www.hilfetelefon.de können sich Betroffene, aber auch Angehörige, Bekannte und Fachkräfte beraten lassen. Das Angebot ist anonym, kostenlos und barrierefrei.