Manuela Schwesig stellt Buch zu rechtsextremen Alltagsstrukturen vor

Dr. Norbert Nieszery, Andrea Röpke und Manuela Schwesig stellen das Buch "Gefährlich verankert" vor
Dr. Norbert Nieszery, Andrea Röpke und Manuela Schwesig stellen das Buch "Gefährlich verankert" vor© Bildnachweis: BMFSFJ

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat am 30. April gemeinsam mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Norbert Nieszery, das Buch "Gefährlich verankert - Rechtsextreme Graswurzelarbeit, Strategien und neue Netzwerke in MV" der anerkannten Journalistin Andrea Röpke in Schwerin vorgestellt.

Das Buch thematisiert die Entstehung von rechtsextremistischen Netzwerken, die sich in den letzten Jahren in die Alltagswelt in Mecklenburg-Vorpommern geschlichen haben und wurde von der SPD Landtagsfraktion herausgegeben.

"Andrea Röpke zeigt mit ihrem Buch, dass wir im Kampf gegen Rechtsextremisten wachsamer denn je sein müssen und keinen Fußbreit zurückweichen dürfen. Hier in meiner Heimat Mecklenburg-Vorpommern habe ich selbst erlebt, was es bedeutet, wenn Rechtsextreme ganze Dörfer tyrannisieren und im Landtag gegen Flüchtlinge hetzen. Das hat mich sensibilisiert für alle Formen der Ausgrenzung, Abwertung und Verfolgung", sagte Manuela Schwesig bei der Buchvorstellung.

Die Bundesfamilienministerin machte zudem auf das Bundesprogramm "Demokratie leben!" aufmerksam: "Mit dem Bundesprogramm 'Demokratie leben!' möchte ich die Zivilgesellschaft stark machen, damit sie demokratiefeindlichen und menschenverachtenden Tendenzen in unserem Land weiterhin die Stirn bieten kann", betonte sie.

Mit dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" werden in Kommunen, Ländern und auf Bundesebene ziviles Engagement gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit sowie präventive Maßnahmen im Bereich Islamismus und Salafismus unterstützt. "Gewaltbereite Gruppen sind ein Fall für die Sicherheitsbehörden. Aber wir brauchen auch gesellschaftspolitische Antworten. Jede und jeder ist gefordert, die Demokratie zu verteidigen", hatte Manuela Schwesig bereits während der Auftaktveranstaltung zum Start des Bundesprogrammes im Februar gefordert.