Manuela Schwesig spricht über Islam und Gleichberechtigung

Manuela Schwesig auf Gruppenbild mit Muslima
Manuela Schwesig mit muslimischen Aktivistinnen und Vertreterinnen von Verbänden© Bildnachweis: BMFSFJ

Zu einem Gespräch über den Islam und Gleichberechtigung hat sich Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig am 12. Juli mit Vertreterinnen aus muslimischen Verbänden und Migrantinnenorganisationen, jungen muslimischen Aktivistinnen sowie weiteren Expertinnen getroffen.

Thema des Gesprächs war neben Fragen der Gleichberechtigung und den Perspektiven muslimischer und nicht-muslimischer Frauen die Diversität: Gerade Musliminnen, die durch das Tragen eines Kopftuches als solche erkennbar sind, werden häufig mit Klischees konfrontiert. Wichtig sei es daher aus Sicht der muslimischen Vertreterinnen, die Diversität muslimischer Frauen sichtbar zu machen. Dies gelte auch für Schlüssel- und Machtpositionen.

"In regelmäßigen Abständen wird das Thema Islam und Gleichberechtigung erörtert. Allzu oft ohne diejenigen, um die es geht: muslimische Frauen. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir heute diesen Austausch hatten, denn mit ist es wichtig, dass mit und nicht nur über muslimische Frauen und Migrantinnen gesprochen wird. Insbesondere, weil allzu oft Stereotype das Denken und die Debatten bestimmen. Der heutige offene Austausch hat noch mal deutlich gemacht, wie vielfältig das Leben der muslimischen Frauen in Deutschland ist", sagte Manuela Schwesig.

Zentral waren für die Teilnehmerinnen des Gespräches zudem die Themenfelder wirtschaftliche Unabhängigkeit, Integration in den Arbeitsmarkt, Gewalt gegen Frauen, aber auch die Situation von Flüchtlingsfrauen. Die Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit sollen im Nachgang des Gesprächs ausgelotet werden.