Internationaler Frauentag: Kristina Schröder stellt Schwerpunkte ihrer Gleichstellungspolitik im Bundestag vor

Familienministerin Kristina Schröder im Bundestag
Familienministerin Kristina Schröder im Bundestag

Die Bundesfamilienministerin hat am 4. März in der Plenardebatte des Bundestages zum internationalen Frauentag die Schwerpunkte ihrer Gleichstellungspolitik vorgestellt. Ziel ist die Überwindung von Strukturen und Hürden, die faire Chancen im Beruf für Frauen und Männer verhindern.

So haben Frauen heute zwar die besseren Schulabschlüsse und stellen die Mehrzahl der Studienanfänger, verdienen aber schon beim Berufseinstieg weniger und machen dann seltener und langsamer Karriere. Zu den Ursachen dieser Entwicklung erklärte die Bundesfamilienministerin: "Hier zeigt sich in Strukturen, Kulturen und Denkmustern nicht nur eine Benachteiligung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts. Hier zeigt sich auch eine Benachteiligung von Menschen - von Frauen und Männern - aufgrund von Fürsorgeaufgaben in der Familie."

Laut Kristina Schröder gilt es, die konkreten Ursachen ungleicher Chancen in der beruflichen Entwicklung zu bekämpfen und mehr Zeit für Verantwortung zu ermöglichen: "Das ist eine langfristige Strategie. Sie erfordert ein Bündel ganz unterschiedlicher Maßnahmen." Dazu gehören unter anderem die "Vätermonate", das Unternehmensprogramm "Erfolgsfaktor Familie" und das Vorhaben "Zeit für Pflege".

Auch eine gesetzliche Quotenregelung für Aufsichtsräte schließt Kristina Schröder dabei nicht aus. Sie käme allerdings nur als letztes Mittel in Betracht: "Gesetzliche Zielvorgaben werden nicht sofort eingeführt, sondern an eine aufschiebende Bedingung geknüpft."