Klischeefreie Berufs- und Studienwahl

Girls'Day- und Boys'Day-Aktionen in der Nähe finden

Zwei Mädchen schauen gemeinsam beim Girls'Day mit Dr. Franziska Giffey auf einen Laptop, neben dem ein Roboterfahrzeug steht
Beim Girls'Day 2019 bauten und programmierten Mädchen selbst gebaute Lego-Fahrzeuge© kompetenzz.de/Marc Beckmann

Ab sofort können Unternehmen und Institutionen ihre Angebote für den nächsten  Girls'Day und Boys'Day am 26. März 2020 auf Online-Karten eintragen.  Am 26. März 2019 können Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse beim 20. Girls'Day und beim 10. Boys'Day dann wieder die Vielfalt der Berufswelt entdecken: Ziel der Aktionstage ist es, ihnen Berufe und Studiengänge klischeefrei näherzubringen. Mit Hilfe der Online-Karten finden die jungen Menschen im Internet die Angebote in ihrer Nähe.

Der Girls'Day und der Boys'Day wirken Rollenklischees entgegen: Mit den Aktionstagen soll sich das oft eingeschränkte persönliche Berufswahlspektrum der Schülerinnen und Schülern erweitern, damit mehr Mädchen zum Beispiel die technischen oder naturwissenschaftlichen Bereiche wählen und Jungen Erziehungs- oder Pflegebereich für sich entdecken. Beides sind zukunftsträchtige Bereiche, in denen je eine Gruppe bisher unterrepräsentiert ist. Vor allem in Zeiten des Fachkräftemangels sind jedoch die Potenziale aller Menschen bei Unternehmen und Institutionen gefragt.

Der Girls'Day wird gefördert vom Bundesjugendministerium und vom Bundesbildungsministerium. Der Boys'Day - Jungen-Zukunftstag wird gefördert vom Bundesjugendministerium. Die Initiative Klischeefrei unterstützt die beiden Aktionstage.

Girls'Day und Boys'Day sind Erfolg versprechende Instrumente zur Nachwuchssicherung: 38 Prozent der Unternehmen und Institutionen, die sich mehrfach am Girls'Day beteiligen, bekommen Bewerbungen von ehemaligen Teilnehmerinnen - die Transferquote liegt bei 72 Prozent. Bei den Institutionen, die mehrfach am Boys'Day teilnehmen, bewerben sich 24 Prozent der Jungen, die teilgenommen haben.

Rund 69 Prozent der Mädchen wählten im Jahr 2018 aus allen Ausbildungsberufen im dualen System nur 20 verschiedene aus - darunter war kein einziger naturwissenschaftlich-technischer Beruf. Bei den Jungen entschieden sich mehr als 57 Prozent für nur 20 von 326 verschiedenen dualen Ausbildungsberufen.