Europäische Jugendpolitik

EU-Jugendministerrat beschließt Standpunkt zum Europäischen Solidaritätskorps

Rückenansicht von acht Jugendlichen mit abwechselnd schwarzen und weißen T-Shirts mit dem Aufdruck European Solidarity Corps
Das Europäische Solidaritätskorps soll freiwilliges Engagement in Europa weiterentwickeln© twitter/@EU_Commission

Bundesjugendministerin Dr. Katarina Barley und ihre europäischen Amtskolleginnen und Amtskollegen haben in Brüssel die Zukunft des Europäischen Solidaritätskorps beraten. Beim EU-Jugendministerrat ging es unter anderem um die gemeinsame Positionierung zu der neuen Initiative, die das freiwillige Engagement von jungen Menschen in Europa fördern soll.

In ihrer Stellungnahme sagte Dr. Katarina Barley:

"Europa muss sich um junge Menschen, ihre Wünsche und Bedürfnisse kümmern. EU-Programme wie das Europäische Solidaritätskorps und Erasmus+ sind dafür unverzichtbar. Sie machen die europäische Idee erlebbar."

Das Europäische Solidaritätskorps soll Menschen zwischen 18 und 30 Jahren die Möglichkeit zum freiwilligen Engagement im In- und Ausland bieten. Junge Menschen sollen durch ihre Freiwilligentätigkeit auch die Zukunft Europas mitgestalten und die europäischen Werte fördern können. Die Dauer der Tätigkeit soll zwischen zwei und zwölf Monaten betragen.

Bevor das Europäische Solidaritätskorps in Kraft treten kann, sind noch Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament notwendig. Diese werden voraussichtlich Anfang 2018 beginnen. Interessierte können sich aber jetzt schon online für das Europäische Solidaritätskorps registrieren.

Außerdem auf der Agenda der Ministerratstagung stand die Annahme von Schlussfolgerungen zum Thema "smarte" Jugendarbeit. Damit soll jungen Menschen geholfen werden, die Herausforderungen im digitalen Zeitalter zu meistern.

Weiteres Thema auf dem Jugendministerrat war die Frage, wie junge Menschen besser unterstützt und in die Jugendpolitik eingebunden werden können. Dabei stellte Dr. Katarina Barley die Ergebnisse des 15. Kinder- und Jugendberichts vor und betonte:

"Um wirkliche Beteiligung möglich zu machen, müssen wir mit den Jugendlichen und ihren Interessenvertretungen sprechen. Dazu gehört auch, Jugendliche und junge Erwachsene als Expertinnen und Experten in eigener Sache stärker in politische Entscheidungen einzubinden."

Die Debatte unter dem Titel "Wie geht es weiter? Fragen, die junge Menschen beschäftigen, und was Europa tun kann, um sie zu lösen" ist Teil der Diskussion um die Fortsetzung der EU-Jugendstrategie ab 2019.