Elke Ferner diskutiert auf Filmpremiere über demografischen Wandel

Elke Ferner auf der Premiere des Films "Sputnik Moment – 30 gewonnene Jahre"
Elke Ferner auf der Premiere des Films "Sputnik Moment – 30 gewonnene Jahre"© Bildnachweis: BMFSFJ

Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfamilienministerin, hat anlässlich der Premierenvorstellung des Dokumentarfilms "Sputnik Moment – 30 gewonnene Jahre" in der saarländischen Landesvertretung beim Bund am 17. Juni über den demografischen Wandel diskutiert. Mit dabei waren Anja Paehlke, Mitglied des Vorstands der Körber-Stiftung, und die Produzentin des Films, Barbara Wackernagel-Jacobs.

Der Film betrachtet die demografischen Veränderungen weltweit vor allem aus der Perspektive der damit verbundenen Chancen. Denn die Menschen von heute werden älter als frühere Generationen, und das häufig bei guter Gesundheit. Diese Zeit gilt es aktiv zu gestalten. Doch auch wenn die meisten sich auf ihren Ruhestand und die sogenannten "gewonnenen Jahre" freuen, hat die Wissenschaft erkannt, dass mit der Beendigung des aktiven Erwerbslebens nicht nur Vorteile verbunden sind. Auch auf Seiten der Unternehmen wächst langsam die Erkenntnis, dass das Ausscheiden der lebensälteren Beschäftigten auch Nachteile haben kann.

"Wir brauchen einen neuen Blick auf das Alter und das Älterwerden, denn die wachsende Zahl der oftmals sehr fitten und gut ausgebildeten älteren Menschen ist eine große Chance und kein Problem. Wenn es uns gelingt, hier einen Wandel im Bewusstsein zu erreichen, wird sich das für alle Generationen auszahlen. Für die Älteren bedeutet das, länger aktiv teilhaben zu können, sich angenommen und gebraucht zu fühlen. Für die Jüngeren bedeutet es, auf die Erfahrung und Unterstützung der Älteren zählen zu können", sagte Elke Ferner.

Dass es hierbei entscheidend auf unsere eigene Wahrnehmung, unsere Bilder vom Alter ankommt, hat schon der Sechste Altenbericht der Bundesregierung erkannt. Vor dem Hintergrund der Empfehlungen der Altenberichtskommission hat das Bundesfamilienministerium 2011 die Initiative "Neue Bilder vom Alter" mit dem Programm Altersbilder ins Leben gerufen. Altersbilder haben Einfluss auf nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens. Altersbilder beeinflussen unsere Haltung gegenüber älteren Menschen und bestimmen, was wir ihnen zutrauen. Sie sind auch entscheidend dafür, was ältere Frauen und Männer sich selbst zutrauen.

Elke Ferner sagte abschließend: "Viele der heute 50-Jährigen haben fast ihr halbes Leben noch vor sich. Wenn wir uns das vor Augen führen, wird klar, dass der Vergleich mit dem Sputnik, der 1957 in den USA und der Welt eine Art Weckruf ausgelöst hat, auch auf die Situation des demografischen Wandels heute  passt. Damals ist klar geworden, welche große Herausforderung sich aufgrund der Entwicklung in der Raumfahrt aufgetan hatte – aus heutiger Sicht können wir erkennen, dass diese Herausforderung einen Perspektivwechsel auslösen und Potenziale freisetzen konnte. Wir müssen nun die großen Chancen des längeren Lebens nutzen, fangen wir heute mit dem Umdenken an."