Bundesseniorenministerium ruft Runden Tisch "Aktives Altern" ins Leben

Elke Ferner und Prof. Dr. Ursula Lehr mit Fachleuten für den Runden Tisch "Aktives Altern"
Parlamentarische Staatssekretärin Elke Ferner mit Fachleuten für den Runden Tisch "Aktives Altern"© BAFzA

Am 30. Juni hat Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfamilienministerin, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus anderen Bundesressorts, Ländern und Kommunen, Organisationen und Verbänden den Runden Tisch "Aktives Altern - Übergänge gestalten" ins Leben gerufen.

Unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig möchte das Bundesfamilienministerium mit der Einrichtung des Runden Tisches die wachsende Gruppe aktiver älterer Menschen und ihre Potenziale in den gesellschaftlichen Fokus rücken.

"Unsere Gesellschaft ist mitten im demografischen Wandel. Die sogenannten Baby-Boomer nähern sich dem Rentenalter. Dank höherer Lebenserwartung liegen vor der Generation 55+ aber heute noch viele aktive Jahre und Jahrzehnte. Wir müssen uns daher heute schon über Konzepte verständigen, wie wir die Übergänge aus dem Erwerbsleben und in den Lebensphasen danach gestalten", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin. Die Baby-Boomer würden heute in vielen Bereichen das Rückgrat unserer Gesellschaft bilden - sowohl in wirtschaftlicher, sozialer als auch in engagementpolitischer Hinsicht.

Der Runde Tisch soll sich daher vor allem damit beschäftigen, wie sich die Gesellschaft auf diesen Wechsel einstellen und wie man die große Gruppe aktiver älterer Menschen bei ihren Übergängen in neue Lebensphasen unterstützen kann. "Es geht dabei auch um eine einmalige Chance, ältere Menschen stärker als bisher zu ermuntern, sich auch nach dem Erwerbsleben aktiv einzubringen und weiterhin Mitverantwortung zu übernehmen. Hierfür wollen wir Anreize schaffen und die Bedingungen und Ausgestaltungsmöglichkeiten eines 'aktiven Alterns' diskutieren", betonte Elke Ferner.

Zusammen mit Ländern und Kommunen, Verbänden und Vereinigungen der Zivilgesellschaft sowie mit Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis wird der Runde Tisch auch ausloten, wie ein Perspektivwechsel hin zu einem besseren Verständnis von 'Aktivem Altern' umgesetzt werden kann. Elke Ferner unterstrich, dass es höchste Zeit sei für einen neuen, positiven Blick auf die Chancen des längeren Lebens. Der Wandel könne jedoch nicht von oben verordnet werden, sondern müsse von der Gesellschaft gewollt und in allen Politikbereichen sowie auf allen Ebenen realisiert werden.

Der Runde Tisch versteht sich als eine Ergänzung zur Demografiestrategie der Bundesregierung. In einem zweijährigen Prozess sollen in den drei Arbeitsgruppen "Active Ageing Index", "Bildung im und für das Alter" sowie "Übergänge gestalten" Handlungsstrategien entwickelt und konkretisiert werden. Fachlich begleitet werden die Arbeitsgruppen vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik in Frankfurt am Main.