Bundesmodellprojekt "DIWA" zeigt Alternativen zur Prostitution auf

Mit einer Auftaktveranstaltung am 22. März startete in Berlin das Bundesmodellprojekt "Der individuelle Weg zur Alternative" (DIWA). Es ist das dritte Teilprojekt des Modellprogramms des Bundesfamilienministeriums zur Unterstützung des Ausstiegs aus der Prostitution.

Das Modellprogramm verfolgt das Ziel, realistische und nachhaltige Perspektiven für einen eigenverantwortlichen Lebensunterhalt von Frauen außerhalb der Prostitution zu eröffnen. Durch berufliche Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen und die Vermittlung von weiteren Hilfen sollen Hindernisse, die einer Erwerbstätigkeit außerhalb der Prostitution entgegenstehen, abgebaut werden.

Das Bundesmodellprojekt DIWA in Berlin unterstützt Frauen zielgerichtet mit Beratung und Begleitung bei der beruflichen Neuorientierung sowie bei der Suche nach Alternativen zur Prostitution. Dabei werden systematische und verlässliche Kooperationen zwischen den Projektträgern und relevanten Partnern vor Ort, wie Aus- und Weiterbildungsträgern, Arbeitgebern, ARGEn und sonstigen Behörden, aufgebaut. Das Modellprogramm hat durch OPERA ("Orientieren Probieren ERfahren Ausbilden") in Nürnberg sowie P.I.N.K. ("Prostitution. Integration. Neustart. Know-how.") in Freiburg noch zwei weitere Standorte in Deutschland.

Durch die finanzielle Förderung der Modellprojekte setzt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Schlussfolgerung aus dem Bericht der Bundesregierung zu den Auswirkungen des Prostitutionsgesetzes um.