Integration aktiv gestalten

Auftakt für Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung

Auftaktveranstaltung für das Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung
Katarina Barley, Michael Müller und weitere Kooperationspartner bei der Auftaktveranstaltung für das Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung© photothek/Inga Kjer

Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley und der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller haben am 28. Juni den Auftakt zur Gründung und zum Aufbau des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) gegeben.

Bis Ende des Jahres wird das Bundesfamilienministerium ein Institut in Berlin und ein bundesweites Netzwerk von Forschungseinrichtungen aufbauen. Diese werden die zwei Säulen des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung bilden.

Katarina Barley:

"Das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung wird einzigartig in der deutschen Forschungslandschaft sein. Wir werden eine nachhaltige Forschungsinfrastruktur aufbauen. Die benötigen wir, um Forschungslücken zu schließen und Integration aktiv zu gestalten. Falschinformationen und Mutmaßungen müssen wir Fakten entgegensetzen!"

Das Bundesfamilienministerium wird zudem mit interessierten Bundesländern Kooperationsvereinbarungen abschließen, die die Integrations- und Migrationsforschung auf regionaler Ebene unterstützen möchten. Erste Kooperationsvereinbarungen wurden zwischen Katarina Barley und Michael Müller sowie der Niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajić, unterzeichnet.

Das Land Berlin wird den Aufbau des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung unterstützen, bekräftigte Michael Müller. Dr. Gabriele Heinen-Kljajić betonte, dass die gesamtgesellschaftliche Herausforderung durch die Zuwanderung groß sei. Daher sei es wichtig, die wissenschaftliche Kompetenz in Deutschland zu bündeln und zu stärken. Das DeZIM könne hierfür wertvolle Dienste leisten.

Darüber hinaus steht das Bundesfamilienministerium mit den Ländern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Sachsen wegen entsprechender Kooperationsvereinbarungen im Gespräch.

Zum Hintergrund: Der Deutsche Bundestag hat 2016 beschlossen, durch die Bereitstellung von Mitteln das Bundesfamilienministerium mit dem Aufbau eines Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung zu beauftragen. Von 2017 bis 2020 stehen dafür 6,8 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Aufbau des DeZIM erfolgt in enger Zusammenarbeit mit universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, welche vom Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin koordiniert wird. Weiterhin sind das Interdisziplinäre Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung an der Universität Duisburg-Essen, das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg, das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung in Bielefeld, das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien in Osnabrück, das Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung und das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung am Aufbau des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung beteiligt.