Gleichstellung

3. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland

Frau in Business-Kleidung lehnt am Schreibtisch
Frauen in Führungspositionen stärken© Fotolia/sepy

Das Bundesfrauenministerium hat den "3. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland" veröffentlicht. Basierend auf Daten der Statistischen Landesämter und des Statistischen Bundesamtes liefert der auf Deutsch und Englisch vorliegende Atlas einen umfassenden Überblick über die regionalen Unterschiede bei der Umsetzung gleichstellungspolitischer Ziele und Rahmenbedingungen auf Landes- und Kreisebene in Deutschland.

Untersucht wurden 38 Gleichstellungsindikatoren zu den thematischen Schwerpunkten "Partizipation", "Bildung, Ausbildung, Berufswahl", "Arbeit und Einkommen" sowie "Lebenswelt" in ihrer zeitlichen Entwicklung seit 2008, dem Erscheinen des 1. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland. Dabei wurde die Zahl der untersuchten Indikatoren gegenüber den vorherigen Ausgaben erweitert. So werden erstmals die Indikatoren "Frauen in Führungspositionen in der Justiz" sowie "eigenes Alterssicherungseinkommen" (Gender Pension Gap) dargestellt.

Aus den Erhebungen des Atlas' wird deutlich, dass bei zahlreichen Indikatoren Fortschritte erzielt wurden. Dennoch gibt es weiterhin viel zu tun: Von großer Aktualität ist beispielsweise der Indikator zu den Verdienstunterschieden zwischen Frauen und Männern, denn er unterstreicht die Notwendigkeit des Gesetzes für mehr Lohngerechtigkeit, das sich zurzeit in der parlamentarischen Beratung befindet.

Die im Atlas abgebildeten Indikatoren bilden zugleich die gleichstellungspolitischen Schwerpunkte des Bundesfrauenministeriums in ihrer Vielfalt ab. So ist beispielsweise auch der Indikator "Führungspositionen in der Privatwirtschaft" mit Blick auf das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen von großer Bedeutung.

Der Atlas wurde von der Länderfachgruppe Gleichstellungsatlas unter Vorsitz des Landes Baden-Württemberg erarbeitet und vom Bundesfamilienministerium veröffentlicht.