"Zur richtigen Zeit am richtigen Ort": Bundesregierung und Wirtschaft setzen auf familienfreundliche Arbeitszeiten

Gruppenfoto der Teilnehmenden des Spitzengesprächs. Foto: Ingo Heine
Spitzengespräch "Zur richtigen Zeit am richtigen Ort"

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schrödersetzen sich gemeinsam mit Vertretern der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft und des Deutschen Gewerkschaftsbundes für familienbewusste Arbeitszeiten ein.

"Eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels eine wichtige Voraussetzung für einen zukunftsfähigen Standort Deutschland", erklärte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel anlässlich des Spitzengesprächs "Zur richtigen Zeit am richtigen Ort - Initiative Familienbewusste Arbeitszeiten" am 8. Februar in Berlin. "Die Herausforderungen, vor denen die Wirtschaft aber auch die Familien stehen, sind am besten zu bestehen, wenn sie gemeinsam angegangen werden. Deshalb freue ich mich, dass Sie heute hierher gekommen sind, um die Charta zu unterzeichnen."

"Der Wunsch nach mehr Zeit für Familie steht bei berufstätigen Eltern ganz oben auf der Prioritätenliste. Zugleich müssen sich die Unternehmen angesichts des Fachkräftemangels als attraktive Arbeitgeber positionieren. Deshalb sind familienfreundliche Arbeitszeiten für alle ein Gewinn", sagte Dr. Kristina Schröder.

Im Rahmen der Veranstaltung unterzeichneten Dr. Kristina Schröder sowie weitere namhafte Vertreter aus Wirtschaft und Politik die "Charta für familienbewusste Arbeitszeiten". Die Bundesfamilienministerin betonte: "Mit der Charta setzen wir erstmals auf höchster Ebene ein starkes Signal für die Förderung einer familienbewussten Arbeitszeitorganisation in Deutschland, von dem Unternehmen wie Beschäftigte profitieren werden."

Mit der Charta bekennen sich Politik und Wirtschaft zu einer modernen Zeitpolitik und verpflichten sich zu einem gesamtgesellschaftlichen Engagement für familienbewusste Arbeitszeiten als Instrument für eine bessere Vereinbarkeit und zur Fachkräftesicherung. Alle Akteure in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft werden dazu aufgerufen, die Chancen familienbewusster Arbeitszeiten aktiver zu nutzen. Im Frühjahr 2013 soll eine Bilanz der Anstrengungen gezogen werden.

Bei dem Spitzengespräch diskutierte Dr. Kristina Schröder mit 31 ausgewählten Wirtschafts- und Arbeitnehmervertreterinnen und -vertretern über eine flexible Arbeitszeitgestaltung, die die Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt. Vorstandsmitglieder namhafter Unternehmen sowie Arbeitgeber aus kleinen und mittelständischen Unternehmen, Krankenhäusern, Kommunen und Hochschulen warben dabei für eine familienbewusste Arbeitszeitorganisation und riefen auch andere Unternehmen und Institutionen zu flexiblen Lösungen auf.

Das Spitzengespräch fand im Rahmen der Initiative "Familienbewusste Arbeitszeiten" statt, die Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder zusammen mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) im Herbst 2010 gestartet hat. Ziel der gemeinsamen Initiative ist es, Arbeitgeber zu motivieren und dabei zu unterstützen, mehr flexible und familienfreundliche Arbeitszeitmodelle anzubieten, die Müttern mehr Karrierechancen und Vätern mehr Familienzeit ermöglichen.