Festakt

25 Jahre Freiwilliges Ökologisches Jahr

Ministerin Giffey mit Jugendlichen im Gespräch
Dr. Franziska Giffey mit Freiwilligen im Gespräch zum FÖJ. Bundesweit leisten derzeit rund 3000 junge Menschen jährlich ein FÖJ ab. © Thorsten Wagner

Mit einem Festakt wurde am 8. Juni der 25. Geburtstag des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) gefeiert. Über 300 Gäste waren der Einladung in das Umweltforum der Auferstehungskirche in Berlin gefolgt.

In ihrem Grußwort betonte Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey:

"Damit Deutschland zusammenhält und lebenswert bleibt, ist es nicht nur nötig, dass Menschen sich um Menschen kümmern. Es müssen sich auch Menschen um die Umwelt kümmern. Menschen, die mit gutem Beispiel vorangehen und andere überzeugen, indem sie konkret anpacken. Es geht um unsere Lebensgrundlagen, um unsere Zukunft. Das FÖJ ist zeitlos, grenzenlos und prägend - für die Freiwilligen und unsere Gesellschaft. Es macht die jungen Menschen und unser Land spürbar stärker."

Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) ist ein Angebot für jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren. Für in der Regel zwölf Monate können sie dabei in unterschiedlichen Bereichen des Umwelt- und Naturschutzes tätig sein. Sie erhalten so die Möglichkeit, ihr Wissen um ökologische Zusammenhänge zu vertiefen, sich aktiv für den Erhalt unseres Ökosystems einzusetzen oder andere Menschen für die Belange des Umweltschutzes zu gewinnen.

Sie unterstützen in Umweltbehörden, in der Landschaftspflege, in Schulen und Kindergärten, in  Umwelt- und Naturschutzverbänden, in der Forstwirtschaft, in Tierschutz-Einrichtungen oder in Forschungsinstituten. Die  Bereiche des FÖJ  sind Umwelt, Ökologie und Bildung für nachhaltige Entwicklung.

25 Jahre Freiwilliges Ökologisches Jahr

Bundesweit leisten derzeit rund 3000 junge Menschen jährlich ein FÖJ ab. Möglich ist das aber auch im Ausland. Die Zahl der Freiwilligen steigt kontinuierlich. Insgesamt haben in den vergangenen 25 Jahren rund 43.000 junge Freiwillige ein FÖJ abgeleistet. Die Freiwilligen werden von Trägern und Einsatzstellen unterstützt und von Pädagoginnen und Pädagogen begleitet.

Die Dienstzeit beträgt mindestens sechs Monate. In der Regel dauert ein FÖJ zwölf Monate, in Ausnahmefällen sind auch bis zu 24 Monate möglich. Der überwiegende Teil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zieht eine positive Bilanz. So freuten sich in einer Befragung 87 Prozent darüber, dass sie einen Beitrag zur sozialen beziehungsweise zur ökologischen Gestaltung der Gesellschaft leisten konnten.

Künftig soll der Zugang zum Jugendfreiwilligendienst für Menschen mit Behinderungen und für Benachteiligte ausgeweitet werden. Darauf haben sich die Regierungsparteien im Koalitionsvertrag verständigt. Ein erster Schritt kann zum Beispiel sein, einen Freiwilligendienst auch in Teilzeit zu ermöglichen, wenn ein Vollzeitdienst körperlich zu anstrengend oder aus familiären, erzieherischen oder pflegerischen Gründen nicht möglich ist.