Aktuelle Meldungen

Gleichwertige Lebensverhältnisse Interaktiver Deutschlandatlas erweitert und aktualisiert

Blick auf Gropiusstadt in Berlin von Süden
Gleichwertige Lebensverhältnisse schaffen - in der Stadt und auf dem Land© Fotolia/Stephan Laude

Der interaktive Deutschlandatlas ist seit dem 29. Juli mit aktualisierten Daten und zwölf neue Karten online abrufbar. Bundesfamilienministerium, Bundesinnenministerium und Bundeslandwirtschaftsministerium haben die neuen Karten im Rahmen der jährlichen Hauptaktualisierung des Deutschlandatlas erarbeitet. Außerdem erscheint der Deutschlandatlas in neuem Design und mit verbesserter Menüführung.

Der neue Deutschlandatlas zeigt nun auf insgesamt 68 Karten, wie es um wichtige Lebensbereiche in Stadt und Land bestellt ist. Die Karten geben einen Überblick über die unterschiedlichen Lebens- und Standortbedingungen in ganz Deutschland und schaffen somit nicht nur für die Bundesregierung eine wichtige Erkenntnisgrundlage für die Politik im Bereich der gleichwertigen Lebensverhältnisse.

Gesellschaftspolitische Themen kartographisch darstellen

Unter den neu aufgenommenen Karten werden nun auch gesellschaftspolitische Themen dargestellt, die bislang nicht visualisiert waren, wie zum Beispiel die Anzahl an Baufertigstellungen von Wohnungen, Beschäftigungs- und Teilzeitquoten von Männern und Frauen oder die Väterbeteiligung am Elterngeld.

Darüber hinaus wurden bestehende Karten um wichtige Details ergänzt. So kann man jetzt zum Beispiel das Angebot für Kindertagesbetreuung für Kinder im Grundschulalter einsehen und die Breitbandversorgung um Anschlüsse mit mindestens 1000 Mbit pro Sekunde hinzugefügt.

Der Deutschlandatlas

Der Deutschlandatlas wurde erstmals im Juli 2019 als Printversion vorgestellt und im Juli 2020 zu einer interaktiven Online-Version weiterentwickelt. Damit ermöglicht er interessierten Menschen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft einen leichten Zugang zu anschaulich aufbereiteten Daten.

Modellprojekte starten Menschen in der Prostitution beim Umstieg beraten und begleiten

Frau mit Kind
Die neuen Modellprojekte bieten Menschen, die aus der Prostitution umsteigen wollen, individuelle und kontinuierliche Beratungs- und Unterstützungsangebote© BMFSFJ

Das Bundesfrauenministerium fördert ab dem 1. August insgesamt fünf Projekte zur Umstiegsberatung von Menschen in der Prostitution mit insgesamt drei Millionen Euro. Die Projekte haben eine Laufzeit von drei Jahren. Ziel ist es, realistische und nachhaltige Perspektiven zum eigenverantwortlichen Erwerb des Lebensunterhalts außerhalb der Prostitution zu eröffnen.

Bundesfrauenministerin Christine Lambrecht betonte, dass durch die Corona-Pandemie der Unterstützungsbedarf für Menschen, die aus der Prostitution umsteigen wollen, deutlich größer geworden ist:

"Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass Menschen in der Prostitution Beratung und Unterstützung zum Umstieg bekommen. Der Bedarf ist gerade auch im Zuge der Corona-Pandemie und zunehmender sozialer und wirtschaftlicher Unsicherheit gestiegen. Wir wollen Menschen, die aus der Prostitution umsteigen wollen, mit individuellen Angeboten neue berufliche Perspektiven ermöglichen. Ich danke den Projektverantwortlichen für ihr wertvolles Engagement und ihren starken Einsatz. Jetzt kommt es auf eine erfolgreiche Umsetzung an."

Besser beim Umstieg aus der Prostitution unterstützen

Die drei Bundesmodellprojekte "Unterstützung des Umstiegs aus der Prostitution" und die zwei weiteren Modellprojekte zur Umstiegsbegleitung erproben mit finanzieller Förderung des Bundesfrauenministeriums neue Wege, wie in der Prostitution Tätige beim Umstieg aus der Prostitution besser unterstützt werden können. In den insgesamt fünf Projekten erhalten Personen, die aus der Prostitution umsteigen wollen, individuelle und kontinuierliche Beratungs- und Unterstützungsangebote. Durch berufliche Qualifizierungsmaßnahmen in den meisten und Vermittlung situationsbedingter Hilfen in allen Projekten sollen Hindernisse, die einer Erwerbstätigkeit im regulären Arbeitsmarkt entgegenstehen, abgebaut werden. 

Die drei selbstständigen Bundesmodellprojekte werden in Bremen/Bremerhaven vom Stabsbereich Frauen Bremen, in Neunkirchen vom Diakonisches Werk an der Saar gGmbH und ALDONA e.V. und in Rostock von STARK MACHEN e.V. durchgeführt. Die beiden weiteren Modellprojekte werden vom Frauennetzwerk zur Arbeitssituation e.V. in Schleswig-Holstein und von Neustart e.V. in Berlin getragen.

Faire Bezahlung von Frauen und Männern Internationale Konferenz diskutiert zu Lohntransparenz

Lohntransparenz bietet Vorteile für Unternehmen und BeschäftigteBMFSFJ

Am 28. Juli hat eine internationale Konferenz zum Thema Lohntransparenz stattgefunden. Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diskutierten dabei online einen Richtlinienvorschlag der Europäischen Kommission und tauschten sich über Erfahrungen mit Maßnahmen für mehr Lohntransparenz aus. 

Den Vorschlag für eine neue Richtlinie zur Lohntransparenz hatte die Europäische Kommission im März 2021 erstmals vorgestellt. Er verfolgt das Ziel, Beschäftigten dabei zu helfen, ihr Recht auf gleiche Bezahlung für gleiche oder gleichwertige Arbeit durchzusetzen. Seither wird er innerhalb der Gremien der Europäischen Union (EU) diskutiert.

Bundesfrauenministerin Christine Lambrecht richtete ein Grußwort an die Teilnehmenden der Konferenz und betonte: 

"Es ist höchste Zeit, diese Diskussion dort zu führen, wo sie hingehört: in der Öffentlichkeit, mit der Zivilgesellschaft, den Sozialpartnern und politischen Entscheiderinnen und Entscheidern. Jetzt gibt es sicher Menschen, die fragen, ob wir mitten in einer globalen Pandemie nicht wichtigere Themen als Entgeltgleichheit hätten. Denen sage ich mit aller Entschiedenheit: Nein, haben wir nicht. Jetzt ist die Zeit, um die Weichen zu stellen, damit wir besser und stärker aus der Krise herauskommen."

Gleiche Bezahlung für gleiche und gleichwertige Arbeit

Gleiche Bezahlung und echte Gleichstellung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt trägt dazu bei, die Wirtschaft zu stärken und für die Herausforderungen der Zukunft gut aufzustellen. Mehr Lohntransparenz gibt Unternehmen Instrumente an die Hand, um mögliche Lohndiskriminierungen zu erkennen und zurückzudrängen. Unternehmen, die Geschlechtergerechtigkeit großschreiben und sich für gleiche Löhne von Frauen und Männern einsetzen, gelten außerdem als modern und sind attraktiv für Fachkräfte. Lohntransparenz sollte daher nicht als zusätzliche Pflicht verstanden werden, sondern als Chance für ein attraktiveres, produktiveres und gerechteres Arbeitsumfeld. 

Geschlechtergleichheit herstellen 

Die Fair Pay Innovation Lab gGmbH hat die internationale Konferenz in Zusammenarbeit mit der Equal Pay International Coalition EPIC) veranstaltet - gefördert vom Bundesfrauenministerium. EPIC ist eine Initiative von der Internationalen Arbeitsorganisation International Labour Organization (ILO), der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und UN Women. Ziel der Initiative ist es, das Nachhaltigkeitsziel der Agenda 2030 der Vereinten Nationen umzusetzen, gleiche Bezahlung für gleiche und gleichwertige Arbeit von Frauen und Männern zu realisieren. Deutschland ist seit 2018 Mitglied der EPIC.

Politik für, mit und von Jugend Jugend-Redaktion startet mit neuen Formaten

Die Mitglieder der Jugend-Redaktion jung genug
Die Mitglieder der Jugend-Redaktion "jung genug". Von links nach rechts: Linus Bade (20), Leah Nlemibe (21), Marwin Klages (18), Corinna Koch (23)© BMFSFJ/Ronja Polzin

Am 27. Juli ist der Instagram-Kanal der Jugend-Redaktion "jung genug" gestartet. Er wird von den Jungredakteurinnen und Jungredakteuren Corinna Koch, Leah Nlemibe, Linus Bade und Marwin Klages gestaltet. Mit der Unterstützung von Mediengestalterin Ronja Polzin und Coach Fiete Aleksander rücken die Redaktionsmitglieder das Thema "Jugendgerechte Kommunikation" in den Fokus - ein zentrales Element der Jugendstrategie.

Blog greift jugendpolitische Themen auf

Auf der Website der Jugendstrategie, die ebenfalls gemeinsam mit Jugendlichen gestaltet wurde, wird die Jugend-Redaktion in einem Blog jugendpolitische Themen aus ihrer Perspektive aufgreifen. Auch Beiträge von Gastautorinnen und Gastautoren werden erscheinen. Themen sind politische Teilhabe, der Austausch mit Politikerinnen und Politikern sowie der kritische Jugend-Blick auf gesellschaftliche Themen, wie etwa Generationengerechtigkeit, Klimaschutz und Mitbestimmung. 

Neben Informationen zur Jugendstrategie, dem Umsetzungsprozess und den beteiligten Akteurinnen und Akteuren, verfügt die Website über einen Veranstaltungsbereich, eine News-Rubrik und den Bereich Mehr Lesestoff, der jugendpolitische Projekte und Angebote der Jugendbeteiligung verlinkt. Auch ein neuer Erklärfilm transportiert, was genau die Jugendstrategie ist, wer beteiligt ist und wie sich Jugendliche einbringen können. 

Politik für, mit und von Jugend

Mit der Jugendstrategie "In gemeinsamer Verantwortung: Politik für, mit und von Jugend" verfolgt die Bundesregierung das Ziel, die Interessen Jugendlicher und junger Erwachsener zu stärken. Sie möchte junge Menschen aber auch selbst zu Wort kommen lassen und sie für die Teilnahme an verschiedenen Beteiligungsformaten motivieren.

"Stark im Beruf" Zugewanderte Mütter in Arbeit bringen

Christine Lambrecht mit einer Gruppe des Projektes "Stark im Beruf" in Heidelberg
Bundesgleichstellungsministerin Christine Lambrecht (Dritte von links) besucht die Heidelberger Dienste gGmbH, einen von 85 Trägern bundesweit, die "Stark im Beruf" vor Ort umsetzen © BMJV

Jede zweite Mutter mit Migrationshintergrund in Deutschland, die aktuell nicht erwerbsstätig ist, sucht nach einem (Wieder-)Einstieg in den Beruf. Das durch den  Europäischen Sozialfonds (ESF) und das Bundesfamilienministerium geförderte Bundesprogramm "Stark im Beruf" unterstützt sie dabei. 

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht informierte sich am  27. Juli bei der Heidelberger Dienste gGmbH, wie die erfolgreiche Integration von zugewanderten und geflüchteten Müttern in den Arbeitsmarkt gelingt. Das soziale Dienstleistungsunternehmen im Südwesten Deutschlands ist eines von bundesweit 85 Trägern, die "Stark im Beruf" vor Ort umsetzen.

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht betonte bei ihrem Besuch in Heidelberg:

"Unser Bundesprogramm 'Stark im Beruf' zeigt, wie durch ein kleines Extra an Begleitung bei der Jobsuche viele Mütter mit Migrationshintergrund für den Arbeitsmarkt gewonnen werden können. Das ist wichtig, um unseren Fachkräftebedarf zu sichern. Wichtiger noch ist es für jede einzelne Mutter, die für sich eine Erwerbsperspektive entwickeln kann. Die Heidelberger Dienste belegen mit 'Stark im Beruf' eindrucksvoll, wie sie zugleich die Integration der ganzen Familie fördern."

230 Frauen profitieren von Einzel- und Gruppencoachings

230 zugewanderte und geflüchtete Mütter konnten bisher bei der Heidelberger Dienste gGmbH von dem Bundesprogramm profitieren. Sie haben an Einzel- und Gruppencoachings teilgenommen, Themen bearbeitet, die für den beruflichen Einstieg wichtig sind, an Sprachkursen teilgenommen, Tipps für die Bewerbung erhalten oder durch Praktika Einblick in verschiedene Berufsfelder gewonnen.

Berufliche Perspektiven eröffnen

Zugewanderte und geflüchtete Mütter haben einen starken Wunsch, erwerbstätig zu sein. Das ESF-Programm "Stark im Beruf" erleichtert ihnen das Ankommen in Deutschland und ermöglicht ihnen, die eigene berufliche Zukunft aktiv zu gestalten. Es ergänzt die Arbeitsmarktmaßnahmen von Jobcentern und Arbeitsagenturen. Die Mütter werden auf ihrem Weg in die Erwerbstätigkeit bei allen Fragen rund um den deutschen Arbeitsmarkt begleitet, allen voran bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und aktuell beim Familienalltag in der Corona-Pandemie. Zum Programm gehört auch eine psychosoziale Begleitung.

Das ESF-Programm "Stark im Beruf"

15.500 Teilnehmerinnen haben seit 2015 das Programm durchlaufen, ein Drittel ist unmittelbar in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder Ausbildung eingetreten, ein weiteres Drittel entwickelte einen Erwerbsfokus. Das Programm wird in einer zweiten Förderphase weitergeführt. Unterstützt wird "Stark im Beruf" bis Mitte 2022 aus Mitteln des ESF.  

Monitor Familienforschung Lebenssituation von Allein- und Getrennterziehenden besser verstehen

Eine Mutter sitzt mit ihren drei Kindern auf einer Coach
Der neue Monitor Familienforschung beleuchtet die Situation von Allein- und Getrennterziehenden© BMFSFJ

Am 22. Juli ist der neue Monitor Familienforschung "Allein- oder getrennterziehen - Lebenssituation, Übergänge, Herausforderungen" des Bundesfamilienministeriums erschienen. Schwerpunkt sind die Ergebnisse neuer Studien unter anderem von Dr. Sabine Hübgen vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) und Dr. Christina Boll vom Deutschen Jugendinstitut (DJI), sowie einer umfänglichen Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach.

Was ändert sich bei einer Trennung für die Eltern, insbesondere im Hinblick auf Erwerbstätigkeit, die Aufgabenverteilung und die finanzielle Situation? Durch den genauen Blick auf den Übergang in das Alleine- und Getrennterziehen beantworten die neuen Erkenntnisse viele bisher offene Fragen: 

Unterscheiden sich Alleinerziehende bereits vor Trennung oder Geburt des Kindes von anderen Eltern?

Ja, bereits vor dem Übergang ins Alleinerziehen gibt es deutliche Unterschiede in der soziodemografischen und sozioökonomischen Zusammensetzung zwischen späteren Alleinerziehenden und späteren Paarfamilien. Künftige Alleinerziehende verfügen seltener über einen hohen Bildungsabschluss und sind häufiger nicht erwerbstätig als Eltern in Paarfamilien. Besonders bei den Müttern ist das monatliche bedarfsgewichtete Haushaltsnettoeinkommen von zukünftig alleinerziehenden erwerbstätigen Müttern im Durchschnitt rund 240 Euro niedriger als das von Müttern, die nicht getrennt leben. Für geringqualifizierte, arbeitslose und einkommensarme Personen ist es deutlich wahrscheinlicher, alleinerziehend zu werden. 

Welche Rolle spielt die partnerschaftliche Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit für die Zeit nach der Trennung?

Neue Studien des DJI zeigen, dass Voraussetzung für ökonomische Selbstständigkeit der Mütter nach der Trennung in der Regel die ökonomische Selbstständigkeit vor der Trennung ist. Erfolgt die partnerschaftliche Aufteilung der Kinderbetreuung dagegen erst nach einer Trennung, wirkt sich das nicht unmittelbar positiv auf die ökonomische Selbstständigkeit der Mütter aus.

Führt Alleinerziehen automatisch zum Bezug von  Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II)?

Mittelfristig nicht. Zwar steigt der Anteil der SGB II-Beziehenden kurz nach dem Übergang ins Alleineerziehen an, im Laufe des dritten Jahres nach dem Übergang pendelt sich der SGB II-Bezug jedoch unter das Ausgangsniveau ein. Unterstützt wird diese Entwicklung durch eine erhöhte Inanspruchnahme von Wohngeld und Kinderzuschlag. Ob die Alleinerziehenden von SGB II-Leistungen abhängig sind, wird maßgeblich durch die Lebensumstände vor dem Alleinerziehen geprägt.

Arbeiten Alleinerziehende weniger als Mütter in Paarfamilien?

Nein, Alleinerziehende arbeiten häufiger und mit höherer Stundenzahl als Mütter in Paarfamilien. Beim Übergang ins Alleinerziehen behält über die Hälfte der Alleinerziehenden einen Erwerbsstatus bei. Fast 14 Prozent können ihren Erwerbsstatus sogar verbessern und wechseln direkt im ersten Jahr von der Nichterwerbstätigkeit in eine Teilzeiterwerbstätigkeit oder von einer Teil- zu einer Vollzeiterwerbstätigkeit. Die Erwerbsbeteiligung ist jedoch stark abhängig von der Arbeitsmarktorientierung vor dem Übergang ins Alleinerziehen.

Ist Allleinerziehen von Dauer?

Nein, für viele Alleinerziehende ist diese Familienform nicht von Dauer. Nach drei Jahren sind fast drei von zehn Eltern nicht mehr alleinerziehend. Betrachtet man nur die jüngeren Alleinerziehenden, so lebt sogar die Hälfte fünf Jahre nach Beginn des Alleinerziehens wieder mit einem neuen Partner zusammen.

Wie ist das Verhältnis zum anderen Elternteil?

Fast drei Viertel bleiben in Kontakt und der Umgang mit dem Kind kann in fast 60 Prozent der Fälle einvernehmlich geregelt werden. Knapp ein Drittel der Alleinerziehenden wird bei der Betreuung spürbar vom anderen Elternteil unterstützt. Knapp neun von zehn der Alleinerziehenden geben an, Anspruch auf Unterhalt für sich oder ihre Kinder zu haben - allerdings erhält die Hälfte die Zahlungen nicht oder nur teilweise, was häufig daran liegt, dass der andere Elternteil über kein ausreichendes Einkommen verfügt. Mehr als ein Drittel beziehen daher Unterhaltsvorschuss - und haben überdurchschnittlich häufig ein schlechtes Verhältnis zum anderen Elternteil.

Sind Alleinerziehende mit ihrem Leben zufrieden?

Die meisten Alleinerziehenden sind mit ihrem Leben zufrieden, wenn auch etwas weniger häufig als Eltern in Paarfamilien. Den größten Einfluss auf die Zufriedenheit hat das Haushaltseinkommen, aber auch das Alter und die Frage, ob ein neuer Partner existiert, spielen eine Rolle. Insbesondere finanzielle Sorgen sind weit verbreitet. Auf der anderen Seite geben aber mehr als zwei Drittel an, ein sehr enges Verhältnis zu ihren Kindern zu haben und sechs von zehn sind stolz darauf, dass sie es schaffen, alleine für sich und ihre Kinder zu sorgen. Knapp zwei Drittel der Trennungsväter, die ohne ihr Kind leben, belastet die Trennung vom Kind allerdings stark oder sehr stark.

Fazit des Monitors Familienforschung

Für die Familienpolitik gilt es, die Erkenntnisse zur Vielfalt und Veränderlichkeit der Lebenssituation getrenntlebender Eltern künftig noch stärker zu berücksichtigen. Die Daten zur Erwerbsbeteiligung, dem Haushaltseinkommen oder dem Transferbezug zeigen, dass vor allem für Mütter die wirtschaftliche Situation vor dem Alleinerziehen die wirtschaftliche Situation nach einer Trennung entscheidend bestimmt. Zentral bleibt daher, durch Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen und eine partnerschaftliche Rollenaufteilung zu fördern. Beides wirkt sich auch im Falle einer Trennung positiv aus - sowohl für die ökonomische Selbstständigkeit der Mütter und den Wunsch der Väter, mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen, als auch für die Kinder, die eine stabile Beziehung zu beiden Eltern aufbauen können.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf Pandemie befördert Bewusstseinswandel in Unternehmen

Ein Kind sitzt am Tisch und Spielt, im Hintergrund ist der Vater zu sehen
Die Corona-Pandemie hat in vielen Unternehmen dazu geführt, ein neues Bewusstsein für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu entwickeln© iStock/AnVr

Die Corona-Pandemie hat in vielen Unternehmen dazu geführt, ein neues Bewusstsein für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu entwickeln. So sind 88 Prozent der Unternehmen mit ihrer Entscheidung zufrieden, in der Krise Maßnahmen eingeführt oder ausgeweitet zu haben, um die Vereinbarkeit zu fördern. Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Studie "Aus der Corona-Krise lernen: Erfahrungen und neue Impulse für die betriebliche Vereinbarkeitspolitik" der Prognos AG im Rahmen des Unternehmensprogramms "Erfolgsfaktor Familie". Die Ergebnisse wurden nun vorgestellt.

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht betonte:

"Arbeitgeber und Beschäftigte haben in der Corona-Krise mehrheitlich gemeinsam pragmatische Lösungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefunden. Wir dürfen jetzt aber nicht wieder in alte Muster zurückfallen, sondern müssen diese Erfahrungen für eine familiengerechte Arbeitswelt nutzen. Wir haben jetzt die Chance, eine neue Qualität der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erreichen. Es geht es um eine neue, flexible Arbeitsorganisation, die im beidseitigen Interesse von Arbeitgebern und Beschäftigten ist. Auch die Wirtschaft profitiert von guten Arbeitsbedingungen für Eltern, das haben die meisten Unternehmen inzwischen erkannt."

Bewusstseinswandel hin zur familienfreundlichen Personalpolitik

Dieser Bewusstseinswandel bezieht sich sowohl auf die reinen Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf als auch darauf, eine familienbewusste Personalpolitik insgesamt zu etablieren. So haben Unternehmen ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer insbesondere durch mehr Flexibilität in Bezug auf die Arbeitszeit und den Arbeitsort unterstützt. Nachhaltigkeit hat dabei Priorität: Rund zwei Drittel der Unternehmen (65 Prozent) möchten ihr Angebot und die Instrumente, um Vereinbarkeit zu fördern, auch nach der Krise beibehalten. Das gilt für Frauen wie für Männer: 78 Prozent der Unternehmen sprechen sich für eine aktive Vaterschaft und gegen eine Retraditionalisierung der Elternrollen aus.

Eltern und Unternehmen zweifach befragt

Die Studie wurde unter der Leitung von Dr. David Juncke von der Prognos AG im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstellt - im Rahmen des Unternehmensprogramms "Erfolgsfaktor Familie". Eine Besonderheit der Untersuchung ist die zweifache Befragung von Unternehmen und Eltern. Im Abstand von etwa einem Jahr wurden sie 2020 und 2021 befragt. Entsprechend bieten die Ergebnisse vielschichtige und umfangreiche Einblicke, wie sich Prozesse im Laufe der Pandemie verändert haben.

Dr. David Juncke wird die zentralen Ergebnisse der Studie bei einem Online-Seminar am 25. August von 14:00 bis 15:00 Uhr vorstellen und Fragen beantworten. Weitere Infos zur Studie und zur Teilnahme am Online-Seminar finden Sie hier.

Unternehmensprogramm "Erfolgsfaktor Familie"

Mit dem Unternehmensprogramm "Erfolgsfaktor Familie" setzt sich das Bundesfamilienministerium gemeinsam mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft und Gewerkschaften für eine familienfreundliche Arbeitswelt ein. Als Teil des Unternehmensprogramms wurde 2006 das Unternehmensnetzwerk "Erfolgsfaktor Familie" ins Leben gerufen. Mit rund 7900 Mitgliedern ist das Netzwerk bundesweit die größte Plattform für alle Arbeitgeber, die sich für das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie interessieren oder bereits engagieren.

Aufholen nach Corona Auszeit für Familien in der Corona-Pandemie ermöglichen

Kinder sitzen im Sommer auf einem Steg in Dambeck in Mecklenburg-Vorpommern
Kinder im Familienferienpark Dambeck© Familienferienpark Dambeck, Kratzeburg/OT Dambeck - Mecklenburg-Vorpommern

Die Corona-Pandemie war für die meisten Familien eine entbehrungsreiche Zeit. Damit sie wieder Kraft tanken können, hat das Bundesfamilienministerium das Programm "Corona-Auszeit für Familien" aufgelegt. Es soll Familien mit kleineren Einkommen und Familien mit Angehörigen mit einer Behinderung ermöglichen, sehr kostengünstig Urlaub in Familienerholungseinrichtungen zu machen.

Ab dem 20. Juli können gemeinnützige Einrichtungen einen Antrag beim Verband der Kolpinghäuser e.V. einreichen, wenn sie sich am Bundesprogramm beteiligen möchten. Antragsberechtigt sind gemeinnützige Familienferienstätten und andere für die Familienerholung geeignete gemeinnützige Einrichtungen.

Familien tragen nur etwa zehn Prozent der Kosten selbst

Für bis zu einer Woche Urlaub sollen die Familien in den Jahren 2021 und 2022 nur etwa zehn Prozent der üblichen Kosten für Unterkunft und Verpflegung zahlen. Die Familien selbst können voraussichtlich ab Mitte September einen durch das Programm bezuschussten vergünstigten Urlaub buchen. Sobald die teilnehmenden Einrichtungen feststehen, werden auf der Website des Bundesfamilienministeriums genauere Informationen zur Buchung bereitgestellt.

Antragsverfahren

Antragsberechtigt sind gemeinnützige Träger von Familienferienstätten und gemeinnützige Träger von weiteren für die Familienerholung geeigneten Einrichtungen unabhängig von ihrer Rechtsform, die seit mindestens 1. Dezember 2019 mit gemeinnützigen Übernachtungsangeboten dauerhaft am Markt tätig sind. Träger und Einrichtungen müssen ihren Sitz in Deutschland haben.

Informationsveranstaltungen für Einrichtungen

Für interessierte Träger und Einrichtungen werden Informationsveranstaltungen angeboten. Diese finden online an folgenden Terminen statt (bitte einen Termin sowie einen Ausweichtermin angeben): 

  • Donnerstag, 22. Juli 2021, von 10:30 bis 12:30 Uhr
  • Freitag, 23. Juli 2021, von 11:00 bis 13:00 Uhr
  • Montag, 26. Juli 2021, von 11:00 bis 13:00 Uhr

Aufgrund der begrenzten Teilnehmendenzahl wird um eine zeitnahe Anmeldung an folgende E-Mailadresse gebeten: corona-auszeit@kolpinghaeuser.de

Kontakt:

Verband der Kolpinghäuser e.V.
c/o Corona-Auszeit 
Geschäftsführerin Christina Borchert
St.-Apern-Str. 32, 50667 Köln
Telefon.: 0221 29241318
E-Mail: corona-auszeit@kolpinghaeuser.de

Programm "Corona-Auszeit für Familien"

Die Maßnahme "Corona-Auszeit für Familien" ist Teil des Aktionsprogramms "Aufholen nach Corona"  der Bundesregierung. Es stehen in den Jahren 2021 und 2022 insgesamt 50 Millionen Euro für die Maßnahme zur Verfügung.

Bündnis Istanbul-Konvention Alternativbericht zum Schutz von Frauen vor Gewalt übergeben

Vier Frauen bei der Übergabe des Dokuments
Das Bündnis Istanbul-Konvention übergibt seinen Alternativbericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention an Juliane Seifert© BMFSFJ

Das Bündnis Istanbul-Konvention hat Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesfrauenministerium, am 16. Juli seinen Alternativbericht übergeben. Als Teil der Zivilgesellschaft begleitet das Bündnis die Umsetzung des "Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt", der Istanbul-Konvention, in Deutschland. Der Alternativbericht ergänzt aus zivilgesellschaftlicher Sicht den 1. Staatenbericht, den Deutschland am 1. September 2020 beim Europarat einreichte. Der Alternativbericht bildet damit eine zusätzliche, wichtige Informationsgrundlage zum Stand der Umsetzung der Istanbul-Konvention.

Juliane Seifert würdigte die Arbeit des Bündnisses Istanbul-Konvention bei der Entgegennahme des Berichts:

"Der Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt hat oberste Priorität. Die Istanbul-Konvention ist dabei unsere Leitlinie und Verpflichtung in unserer täglichen Arbeit. Der Überprüfungsprozess des Europarats ist eine gute Motivation für alle Beteiligten. Er führt zu wichtigen Hinweisen und unterstützt die weitere Arbeit der Bundesregierung. Der Alternativbericht des Bündnisses Istanbul-Konvention ist ein wertvoller Beitrag aus Sicht der Fachpraxis und Fachexpertise, den wir sehr ernst nehmen. Wir werden mit dem Bündnis im engen Austausch bleiben und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit."

Bündnis Istanbul-Konvention

Im Frühjahr 2018 haben sich Frauenrechtsorganisationen und weitere Bundesverbände mit dem Arbeitsschwerpunkt Gewalt gegen Frauen im Bündnis Istanbul-Konvention zusammengeschlossen. Inzwischen sind über 20 Organisationen darin vereint. Zu den Aufgaben gehört, dem unabhängigen Gremium GREVIO (englisch: group of experts on action against violence, kurz: GREVIO) des Europarats einen Alternativbericht vorzulegen, ob und wie die Verpflichtungen aus der Istanbul-Konvention in Deutschland eingehalten werden. Denn Artikel neun der Konvention weist der Zivilgesellschaft eine starke Rolle in dem Überprüfungsprozess zu.

Umsetzung der Istanbul-Konvention überprüfen

Deutschland hat am 11. Mai 2011 zusammen mit anderen Mitgliedstaaten des Europarats die Istanbul-Konvention unterzeichnet. Am 1. Februar 2018 ist sie in Kraft getreten. Damit verpflichtet sich Deutschland, auf allen staatlichen Ebenen alles dafür zu tun, um Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen und Betroffenen Schutz und Unterstützung zu bieten. Die Umsetzung der Konvention wird alle fünf Jahre durch das unabhängige Gremium GREVIO des Europarats überprüft.

In Deutschland ist das erste Monitoringverfahren 2020 gestartet. In diesem Zusammenhang war Deutschland aufgefordert worden, einen offiziellen Staatenbericht vorzulegen. Darüber hinaus sieht die Konvention auch vor, dass GREVIO auch auf Informationen aus der Zivilgesellschaft zurückgreifen kann. Der nächste Schritt im Monitoringprozess ist nun der Besuch der GREVIO-Delegation in Deutschland vom 6. bis 10. September 2021.

Aufholen nach Corona Wichtige Antragsverfahren gestartet

Eine Gruppe Kinder beim spielen in der Natur
Ziel des Aktionsprogramms "Aufholen nach Corona" ist es, junge Menschen auf dem Weg zurück in ein unbeschwertes Aufwachsen zu begleiten.© iStock/Vesnaandjic

Die Umsetzung des Aktionsprogramms "Aufholen nach Corona" macht weitere Fortschritte. Im Juli starten viele der im Aktionspragramm vorgesehenen Maßnahmen in die konkrete Umsetzung. Ziel des Programms ist es, junge Menschen auf dem Weg zurück in ein unbeschwertes Aufwachsen zu begleiten. Dafür investiert das Bundesfamilienministerium eine Milliarde Euro.

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht:

"Mit unserem Aufholprogramm schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Kinder und Jugendliche sich so schnell wie möglich von den Belastungen der Coronazeit erholen und unbeschwerte Ferientage genießen können. Als Bundesfamilienministerium fördern wir mit einer Milliarde Euro zusätzlich vielfältige und leicht zugängliche Freizeitangebote für mehr Bewegung und Begegnung. Wir machen bei der Umsetzung Tempo und starten jetzt mit den wichtigsten Antragsverfahren, damit die Kinder und Jugendlichen und ihre Familien so schnell wie möglich die zusätzlichen Angebote nutzen können."

Ab dem 15. Juli können für die zusätzlichen Mittel der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt Anträge online gestellt werden. Im Programm "ZukunftsMUT" stehen 30 Millionen Euro für die Jahre 2021 und 2022 zur Verfügung.

Auch für die Mehrgenerationenhäuser gibt es aus dem Aktionsprogramm 10 Millionen Euro zusätzlich. In einer digitalen Veranstaltung wurde am 15. Juli das neue Projekt "MGH - gemeinsam & engagiert mit Kindern und Jugendlichen" gestartet. Damit läuft das Antragsverfahren für 2021.

Seit Anfang Juli können zusätzliche Angebote der Frühen Hilfen für werdende Eltern und Familien mit Kleinkindern vor Ort umgesetzt werden. Der Bund stellt der Bundesstiftung Frühe Hilfen dafür zusätzlich 50 Millionen Euro zur Verfügung.

Noch im Juli startet die Antragsfrist für Familienferienstätten und andere gemeinnützige Einrichtungen, die beim Programm für erleichterte Familienfreizeiten mit einem Volumen von 50 Millionen Euro mitmachen wollen. Ab September können Familien dann direkt mit diesen Häusern Kontakt aufnehmen und ihren Aufenthalt im Jahr 2021 oder 2022 buchen.

Mit einer zusätzlichen Förderung von 50 Millionen Euro können seit Anfang Juli Angebote über den Kinder- und Jugendplan des Bundes noch stärker unterstützt werden, beispielsweise über die Deutsche Sportjugend oder die Pfadfinderverbände.

Ausführliche Informationen im Überblick:

Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt

In zahlreichen Vereinen, Initiativen und anderen ehrenamtlichen Strukturen engagieren sich freiwillig Menschen, um Kinder, Jugendliche und Familien zu unterstützen. Dieses vielfältige Engagement ist gerade jetzt bei der Bewältigung der Pandemiefolgen besonders wichtig.

Schließlich haben besonders Kinder, Jugendliche und Familien während der Corona-Pandemie ein großartiges, solidarisches Durchhaltevermögen an den Tag gelegt. Sie haben auf Freizeitaktivitäten in ihren Vereinen verzichtet und den gemeinsamen Kontakt in den digitalen Raum verlagert.

Durch gezielte finanzielle Unterstützung möchte die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt als bundesweit tätige Anlaufstelle zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements und Ehrenamts in diesem Bereich Kinder, Jugendliche und Familien stärken.

Der Stiftung stehen dafür zusätzlich 30 Millionen Euro für die Jahre 2021 und 2022 aus dem Aktionsprogramm "Aufholen nach Corona" zur Verfügung. Die Mittel sollen bis Ende 2022 an gemeinnützige, vorrangig ehrenamtlich getragene, Organisationen ausgereicht werden.

Ab dem 15. Juli 2021 können die Anträge online bei der Stiftung eingereicht werden.

Bundesprogramm "Mehrgenerationenhaus. Miteinander - Füreinander"

Das Bundesprogramm "Mehrgenerationenhaus. Miteinander - Füreinander" wurde um 10 Millionen Euro aufgestockt, um gezielt Angebote für Kinder, Jugendliche und ihre Familien zu fördern, die dazu beitragen, durch die Pandemie entstandene Entwicklungsrückstände aufzuholen und soziale Kompetenzen zu stärken. Im Jahr 2021 können die Mehrgenerationenhäuser zum Auf- und Ausbau entsprechender Angebote auf Antrag jeweils bis zu 15.000 Euro und im Jahr 2022 jeweils bis zu 20.000 Euro für Sach- und Personalkosten erhalten. Ab heute läuft das Antragsverfahren für 2021, an dem alle der rund 530 Mehrgenerationenhäuser bundesweit noch bis zum 15. September 2021 teilnehmen können.

Zur Umsetzung dieser außerschulischen Maßnahmen - durch Hauptamtliche und mithilfe freiwillig Engagierter der Mehrgenerationenhäuser sowie gemeinsam mit Kooperationspartnern vor Ort - erhalten die Mehrgenerationenhäuser neben zusätzlichen Fördermitteln auch eine fachliche Unterstützung und Beratung bei der Konzeptentwicklung und bei der Umsetzung ihrer Angebote.

Frühe Hilfen intensivieren

Über das Aktionsprogramm "Aufholen nach Corona" werden die Angebote der Frühen Hilfen ausgebaut. Die Frühen Hilfen bieten werdenden und jungen Eltern, die sich im Alltag mit ihrem Baby oder Kleinkind unsicher und überfordert fühlen, schnell und unkompliziert Unterstützung. Zu den Angeboten der Frühen Hilfen gehören Familienpaten und -patinnen zur Entlastung der Familien, Lotsen und Lotsinnen, die mit den Familien einen passenden Eltern-Kind-Kurs suchen, digitale Beratungsangebote, mobile Frühe Hilfen vor Ort, Elterncafés und auch Familienhebammen, die Familien ein ganzes Jahr lang im Alltag begleiten und unterstützen.

Die Angebote der Frühen Hilfen sind für die Familien kostenfrei und ohne Antrag erhältlich. Über die Website elternsein.info finden Schwangere und junge Eltern Anlaufstellen und Informationen über die Frühen Hilfen in ihrer Nähe.

Antragsberechtigt für die zusätzlichen Mittel aus der Bundesstiftung Frühe Hilfen sind seit dem 1. Juli 2021 die Bundesländer. Die ersten zusätzlichen Angebote werden ab Juli 2021 umgesetzt.

Programm "Corona-Auszeit für Familien - Familienferienzeiten erleichtern"

Das Programm "Corona Auszeit für Familien - Familienferienzeiten" ermöglicht belasteten Familien einen Urlaubsaufenthalt zu stark vergünstigten Konditionen zu buchen. Familienferienstätten und andere gemeinnützige Einrichtungen, die am Programm teilnehmen liegen oft in ruhiger, grüner Umgebung. Gerade Familien schätzen das sehr: die Eltern können abschalten, die Kinder finden sichere Spielmöglichkeiten in der unmittelbaren Umgebung. Doch das Programm bietet noch mehr: Familienerholung bedeutet Ferien "plus", es gibt eine pädagogische Begleitung, die vielfältige Angebote für Kinder und Eltern macht. Die Familien sollen durch gemeinsame Erlebnisse und den Austausch mit anderen Familien gestärkt in den Alltag zurückkehren.

Ab September wird es eine Liste der Unterkünfte geben, die an dem Programm teilnehmen. Familien können dann direkt mit diesen Häusern Kontakt aufnehmen und ihren Aufenthalt im Jahr 2021 oder 2022 buchen. Noch im Juli startet zunächst die Antragsfrist für die Einrichtungen, die bei dem Programm mitmachen wollen.

Kinder- und Jugendplan des Bundes ausbauen

Ferienfreizeit-, Begegnungs- und Bewegungsangebote bieten nach der langen Zeit der Pandemie einen Weg zurück in ein unbeschwertes Aufwachsen. Durch gezielte Angebote begegnen sich Kinder und Jugendliche wieder, verbringen ihre Freizeit miteinander oder nehmen an internationalen Jugendbegegnungen und sportlichen Aktivitäten teil.

Angebote der Alltags- und Jugendkultur, offene Angebote der kulturellen Jugendarbeit wie Erkundung von Stadtteilen und ländlichen Räumen, miteinander Theater spielen, musizieren ergänzen die Begegnungsmöglichkeiten.

Mit der Schulsozialarbeit unterstützen wir Sommercamps zur demokratischen Bildung und fördern vielfältige Freizeitaktivitäten für junge Menschen, die lange nicht mehr zusammenkommen konnten.

Aufholen nach Corona Deutsche Engagementstiftung startet Förderprogramm "ZukunftsMUT"

Vier Mädchen backen zusammen
Das Programm "ZukunftsMUT" eröffnet jungen Menschen nach langen Monaten des Verzichts neue Möglichkeiten für das gemeinsame Erleben© BMFSFJ

Für die Jahre 2021 und 2022 stellt das Aktionsprogramm "Aufholen nach Corona" des Bundesfamilienministeriums der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) zusätzlich 30 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel fließen in die gezielte Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements und Ehrenamts für Kinder, Jugendliche und Familien. 

Mit ihrem neuen Förderprogramm "ZukunftsMUT - Engagiert vor Ort für Kinder, Jugendliche und Familien" stärkt die DSEE dieses Engagement.

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht:

"Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt hat mit den 30 Millionen Euro aus dem Aktionsprogramm ein großartiges Paket geschnürt, um das Engagement vor Ort für Kinder, Jugendliche und Familien zu unterstützen. Denn gerade sie haben in der Pandemie viele Einschränkungen mitgetragen. Mit dem Programm 'ZukunftsMUT' geben wir ihnen Zuversicht und eröffnen nach langen Monaten des Verzichts neue Möglichkeiten für das gemeinsame Erleben."

Mit "ZukunftsMUT" innovative Angebote schaffen

Mit dem Programm "ZukunftsMUT" werden vor Ort Projekte für junge Menschen in strukturschwachen und ländlichen Räumen gefördert. Dazu gehören innovative Bildungs-, Gesundheits-, Lern- und Freizeitangebote sowie die Verbreitung sozialer Innovationen für Kinder, Jugendliche sowie deren Familien.

Ab dem 15. Juli  können sich gemeinnützige Vereine und Organisationen über das digitale Antragssystem der Stiftung bewerben. Antragsschluss ist der 15. August.

Programm fördert in drei Handlungsfeldern

Das Programm fördert Projekte für junge Menschen und Familien in folgenden drei Handlungsfeldern:

  • Handlungsfeld A: Projekte in strukturschwachen und ländlichen Räumen mit bis zu 15.000 Euro
  • Handlungsfeld B: innovative Bildungs-, Gesundheits-, Lern- und Freizeitangebote mit bis zu 15.000 Euro
  • Handlungsfeld C: Verbreitung sozialer Innovationen mit nachgewiesener Wirkung in den Handlungsfeldern A oder B mit bis zu 150.000 Euro

Die DSEE bietet zudem kostenlose Seminare für alle Interessierten am Förderprogramm "ZukunftsMUT" an. Die Online-Programmvorstellung gibt einen Überblick über das Antragsverfahren und bietet Raum für Fragen und Anregungen. Die Seminare finden an zwei Tagen statt. Eine Anmeldung ist online möglich:

Aktionsprogramm "Aufholen nach Corona"

Mit dem Aktionsprogramm "Aufholen nach Corona" der Bundesregierung werden deutschlandweit Möglichkeiten für Kinder, Jugendliche und ihre Familien geschaffen, um sich zu begegnen, gemeinsam Neues zu entdecken und ihre Welt nach der Pandemie zu erleben. Dafür bringt das Bundesfamilienministerium eine Vielzahl unterschiedlicher Kooperationspartner zusammen. Auch die DSEE ist Teil des Aufholpakets.

In zahlreichen Vereinen, Initiativen und anderen ehrenamtlichen Strukturen engagieren sich Freiwillige, um junge Menschen und Familien zu unterstützen. Dieses vielfältige Engagement ist gerade jetzt bei der Bewältigung der Pandemiefolgen besonders wichtig. Mit dem Förderprogramm "ZukunftsMUT" wird es gezielt gestärkt. 

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt

In diesen Tagen feiert die DSEE auch ihr einjähriges Bestehen. In nur einem Jahr ist es der Stiftung gelungen, sich als bundesweit tätige Anlaufstelle zu etablieren, um bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt zu stärken. Bereits im Gründungsjahr hat die Stiftung rund 1900 Vereine mit insgesamt 20 Millionen Euro unterstützt. Das zeigt, dass die DSEE ein großer Erfolg ist.

Die Stiftung ist ein gemeinsames Vorhaben des Bundesfamilienministeriums, des Bundesinnenministeriums sowie des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Sie ist ein zentrales Ergebnis der Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" und soll insbesondere in strukturschwachen und ländlichen Regionen Engagement sinnvoll und nachhaltig unterstützen. Sitz der Stiftung ist die Stadt Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern.

Aufholen nach Corona Antragsphase für Mehrgenerationenhäuser eröffnet

Ein älterer Mann bepflanzt zusammen mit Kindern ein Beet
Im Projekt "MGH - gemeinsam & engagiert mit Kindern & Jugendlichen" werden sportliche Aktivitäten, Umweltprojekte oder Theater- und Musikgruppen für Kinder und Jugendliche in Mehrgenerationenhäusern gefördert© iStock/SDI Productions

Ab sofort können alle im Bundesprogramm geförderten Mehrgenerationenhäuser (MGH) eine zusätzliche Förderung beantragen. Damit sollen zum Beispiel sportliche Aktivitäten, Umweltprojekte, Theater- und Musikgruppen für Kinder und Jugendliche, Lern- und Hausaufgabenhilfen für Schülerinnen und Schüler sowie Bewerbungstrainings und Sprachkurse für Jugendliche mit oder ohne Migrationshintergrund ausgebaut werden, die jungen Menschen beim "Aufholen nach Corona" helfen. Im Projekt "MGH - gemeinsam & engagiert mit Kindern & Jugendlichen" stehen dafür in den Jahren 2021 und 2022 zusätzliche 10 Millionen Euro zur Verfügung.

Ab sofort zusätzliche Mittel beantragen

Die rund 530 Mehrgenerationenhäuser können ihre Anträge bis 15. September 2021 stellen, um bis zu 15.000 Euro für das Jahr 2021 zu erhalten. Damit können sowohl Sach- als auch Personalkosten finanziert werden. Eine weitere Förderung von bis zu 20.000 Euro kann für das Jahr 2022 beantragt werden.

Das Bundesfamilienministerium hat das Antragsverfahren am 15. Juli mit einer Auftaktveranstaltung eröffnet. Ein zentrales Thema war dabei die Weitergabe von Informationen zu den Anträgen. Außerdem stellte der Verband für sozial-kulturelle Arbeit e.V. (VskA) seine fachlich-konzeptionelle Begleitung des Projektes "MGH - gemeinsam & engagiert mit Kindern & Jugendlichen" vor und beantwortete offene Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Koordinierung und Beratung

Neben einer beratenden Tätigkeit wird der VskA auch die Funktion einer Koordinierungsstelle übernehmen. Kernelemente bilden das Qualifizierungsangebot für die Mehrgenerationenhäuser in Form von Online-Seminaren, sowie der fachliche Austausch untereinander im Sinne einer Best-Practice-Sammlung.

Das Bundesprogramm "Mehrgenerationenhaus. Miteinander-Füreinander" wurde Anfang Mai 2021 in das vom Bundeskabinett beschlossene Aktionsprogramm "Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" aufgenommen. Für die Umsetzung des Maßnahmenpakets hat das Bundesjugendministerium das Projekt "MGH - gemeinsam & engagiert mit Kindern & Jugendlichen" ins Leben gerufen.

Kinder- und Jugendhilfe Evaluationsbericht zur Situation unbegleiteter Minderjähriger beschlossen

Eine junge Frau und ein Mädchen sitzen gemeinsam am Tisch und lösen eine Aufgabe
Unbegleitete ausländische Kinder und Jugendliche von Anfang an stärken© iStock/Deborah Cheramie

Am 14. Juli hat das Bundeskabinett den Bericht zur Evaluation des Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung unbegleiteter ausländischer Minderjähriger beschlossen. Er beleuchtet die Situation von Kindern und Jugendlichen, die aus ihren Herkunftsländern geflohen sind und allein - ohne ihre Eltern oder Erziehungsberechtigte - in Deutschland einreisen.

Der Evaluationsbericht untersucht, wie das Gesetz zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher wirkt, das am 1. November 2015 in Kraft getreten ist. Außerdem enthält er zusätzliche Fragestellungen und Themen zu unbegleiteten Minderjährigen sowie jungen Volljährigen, um das Gesamtbild zu vervollständigen.

Zentrale Ergebnisse des Evaluationsberichts

Die zentralen Ergebnisse des Evaluationsberichts sind:

  • Die unbegleiteten Minderjährigen erhalten weitgehend eine rechtssichere und kindeswohlgerechte Erstaufnahme und Versorgung im Rahmen der vorläufigen Inobhutnahme.
  • Die quotenbasierte Aufnahmeverpflichtung und das Verteilverfahren werden funktional, praktikabel und weitgehend rechtssicher organisiert und umgesetzt. Die meisten Jugendämter beteiligen die Minderjährigen selbst oder ihren Vormund.
  • Die Jugendämter führen ein Verfahren zur Altersfeststellung durch. Für mehr als zwei Drittel der Jugendämter besteht bei der Umsetzung der hierzu getroffenen Regelungen Rechtssicherheit.
  • Im Rahmen der regulären lnobhutnahme werden UMA bedarfsgerecht und dem Kindeswohl entsprechend untergebracht.
  • Die Bedingungen für die schulische und berufliche Integration haben sich verbessert. Es bestehen grundsätzlich hinreichende Freizeitangebote.
  • Bei der Ausgestaltung der Vormundschaften, dem Ablauf der Asylantragstellung, der quotenbasierten Aufnahme und dem Verteilverfahren, der statistischen Erfassung der Leistungen in der Kinder- und Jugendhilfe sowie der jährlichen Berichtspflicht sieht die Bundesregierung keinen gesetzgeberischen Handlungsbedarf.

Unbegleitete ausländische Kinder und Jugendliche kindeswohlgerecht unterbringen

Unbegleitete ausländische Minderjährige (UMA) gehören zu den besonders schutzbedürftigen Personengruppen. Es sind junge Menschen, die häufig Schreckliches erlebt haben und oft traumatisiert sind. Ihre Situation in Deutschland beleuchtet der Evaluationsbericht - gemäß des gesetzlichen Auftrags nach § 42e SGBVIII. Das Sozialgesetzbuch VIII regelt in Deutschland unter anderem die Hilfe für Kinder und Jugendliche ohne Eltern.

Mit dem Gesetz zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher wurde 2015 eine landes- und bundesweite Aufnahmepflicht für unbegleitete ausländische Kinder und Jugendliche verankert. Sie stellt sicher, dass sich die Unterbringung, Versorgung und Betreuung am Kindeswohl und dem besonderen Schutzbedürfnis von unbegleiteten Minderjährigen ausrichtet.

UN Women Konferenz Die Gleichstellung in Zeiten von Corona

UN Women Deutschland wird am 16. Juli 2021 die digitale internationale Konferenz "A New Deal for Gender Equality. Building back better after the pandemic" veranstalten. Thematisch wird es darum gehen, wie die Coronapandemie und die Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung sich auf die Geschlechterverhältnisse in Deutschland und weltweit ausgewirkt haben. Die Konferenz wird ab 11:00 Uhr hier im Livestream übertragen.

Unbezahlte Sorgearbeit ist ungleich verteilt 

In der Coronapandemie wurden gleichstellungspolitische Schieflagen besonders sichtbar: Es wurde deutlich, wie ungleich die unbezahlte Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern verteilt ist. Frauen übernehmen mehr Kinderbetreuung, mehr Pflege von Angehörigen und mehr Hausarbeiten. Dies geht zulasten der Zeit, die sie für die bezahlte Erwerbsarbeit aufwenden können und führt zu ungleichen Verwirklichungschancen von Frauen und Männern.

Zugleich wurden die Bedeutung von Gesundheits- und Bildungsberufen als systemrelevant hervorgehoben und damit auf die seit längerem festgestellte Notwendigkeit verwiesen, die Arbeits- und Einkommensbedingungen in diesen Berufen zu verbessern.

Pandemie und Gleichstellung

Wie kann in der Überwindung der Pandemie das Thema Gleichstellung so verankert werden, dass die Lasten der vergangenen Monate auf lange Sicht nicht stärker von Frauen getragen werden als von Männern?

Diese und weitere Fragen werden unter anderem in Beiträgen von Bundesfrauenministerin Christine Lambrecht, Anita Bhatia, der stellvertretende Exekutivdirektorin von UN Women, EU-Gleichstellungskommissarin Helena Dalli und Anjum Sultana, der Direktorin für Public Policy und Strategic Communications von YWCA Canada, aufgegriffen. Bei der anschließenden Diskussion wird Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesfrauenministerium, die Perspektive des Bundesfrauenministeriums vertreten.

Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. Caren Marks nimmt Jugendmarken 2021 entgegen

Caren Marks nimmt die Jugendmarken 2021 von Bettina Hagedorn entgegen

Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesjugendministerin (links), nimmt am 13. Juli im Auto & Traktor Museum in Uhldingen-Mühlhofen die Jugendmarken 2021 von Bettina Hagedorn, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesfinanzminister, entgegen. Sie zeigen historische Nutzfahrzeuge

© Alexander Radulescu
Illustration roter Porsche Diesel Master 1958

Abbildung der Sonderpostwertzeichenmotive "Historische Nutzfahrzeuge" aus der Serie "Für die Jugend", Erstausgabe: 5. August 2021: Illustration Porsche Diesel Master 1958 (80+40 Cent). Aus urheberrechtlichen Gründen ist bei einer Nutzung der Abbildung zwingend eine Abbildungserlaubnis einzuholen

© Salzgitter AG - Konzernarchiv
Nutzfahrzeug von Bergmann Gaggenau aus dem Jahr 1906

Abbildung der Sonderpostwertzeichenmotive "Historische Nutzfahrzeuge" aus der Serie "Für die Jugend", Erstausgabe: 5. August 2021: Illustration Bergmann Gaggenau 1906 (95+45 Cent). Aus urheberrechtlichen Gründen ist bei einer Nutzung der Abbildung zwingend eine Abbildungserlaubnis einzuholen

© Mercedes-Benz Classic
Illustration eines roten Nutzfahrzeuges von Lanz HP Knicklenker aus dem Jahr 1923

Abbildung der Sonderpostwertzeichenmotive "Historische Nutzfahrzeuge" aus der Serie "Für die Jugend", Erstausgabe: 5. August 2021: Illustration Lanz HP Knicklenker 1923 (155+55 Cent). Aus urheberrechtlichen Gründen ist bei einer Nutzung der Abbildung zwingend eine Abbildungserlaubnis einzuholen

© John Deere GmbH & Co. KG

Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesjugendministerin, Caren Marks, hat am 13. Juli die Erstausgabe der Serie "Für die Jugend 2021" im Auto & Traktor Museum in Uhldingen-Mühlhofen am Bodensee entgegengenommen. Die Jugendmarken werden vom Bundesfinanzministerium herausgegeben. Bettina Hagedorn, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesfinanzminister, präsentierte die Briefmarken und überreichte die Alben mit den Erstdrucken.

Käuferinnen und Käufer der Jugendmarken leisten mit dem Erwerb der Briefmarken einen Beitrag für eine bessere Zukunft von vielen Kindern und Jugendlichen. Der Zuschlagserlös geht an die Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V.

Caren Marks betonte bei der Entgegennahme der Jugendmarken:

"Ein paar Cent Erlös extra für eine Sondermarke: Bringt das wirklich was? Ich kann Ihnen versichern: Ja, das tut es. Seit 1964 sind auf diese Weise annährend 200 Millionen Euro für Projekte der Kinder- und Jugendhilfe zusammengekommen. Rund 17 Millionen davon sind zum Beispiel hier nach Baden-Württemberg geflossen: vom Kinderdorf über Rehabilitationsprojekte für junge Suchtkranke bis hin zu Forschungsvorhaben gegen Cybermobbing."

Projekte der Kinder- und Jugendhilfe unterstützen

Im Jahr 2020 wurden rund 780.000 Euro eingenommen, von denen 718.000 Euro für die Kinder- und Jugendhilfe bereitgestellt wurden. Damit werden unter anderem der Ausbau eines bundesweiten Netzwerks zur psychosozialen und pädagogischen Unterstützung von unbegleiteten minderjährigen Mädchen und jungen Frauen sowie ein Praxisforschungsprojekt zur Bildungsgerechtigkeit in der Chorarbeit gefördert.

Motive der Jugendmarken 2021

Die Jugendmarken 2021 zeigen Motive historischer Nutzfahrzeuge: alte Traktoren aus den Jahren 1958, 1923 und 1906. Außer den Postwertzeichen gibt es in diesem Jahr Markensets und Zusammendrucke. Damit sind für den Versand privater oder geschäftlicher Briefe immer die passenden Portostufen zur Hand.

Die Jugendmarken sind vom 5. August bis zum 31. Oktober an allen Postschaltern sowie online und bei der Deutschen Post AG, Niederlassung Weiden, erhältlich.

"Echte Männer reden" Neue Beratungsplattform für Jungen und Männer

Anonym, kostenlos und leicht zugänglich - auf der digitalen Beratungsplattform der Caritas Deutschland finden Jungen, Männer und Väter Unterstützung bei Problemen in der Beziehung, bei der Arbeit oder mit der Vaterschaft. Das Beratungsnetzwerk "Echte Männer reden" des Sozialdienstes Katholischer Männer (SKM Bundesverband e.V.) hat das Online-Angebot gestartet, um Jungen, Männer und Väter dabei zu unterstützen, die Hintergründe ihrer Krise zu verstehen und eigenständig zu bewältigen. Gefördert wird es vom Bundesgleichstellungsministerium. 

Erstanfragen werden in der Regel werktags innerhalb von 48 Stunden beantwortet. Die Form der Beratung wird entsprechend der Bedürfnisse der Jungen und Männer gewählt und in einem persönlichen Gespräch mit dem jeweiligen Berater oder der jeweiligen Beraterin gemeinsam entschieden. Das können einzelne Beratungen im akuten Krisenfall sein oder regelmäßige Termine.

Beratungsangebot "Echte Männer reden"

Mit dem Beratungsangebot "Echte Männer reden" hat der SKM Bundesverband e.V. Jungen und Männer in den Blick genommen. Oft werden sie vor allem wahrgenommen, wenn sie negative Bilder bedienen - beispielsweise als Gewalttäter, Straffällige oder Suchtkranke. Hartnäckig hält sich das Klischee, dass Jungen und Männer keine Hilfe brauchen, dass sie ihre Probleme selbst in den Griff bekommen.

Ein deutschlandweites Netz von Beratungsstellen

Das Bundesgleichstellungsministerium fördert den präventiven Ansatz der männerfokussierten Beratung des SKM Bundesverband e.V. Dazu gehört insbesondere auch die Weiterbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, um ein flächendeckendes Netz von Jungen- und Männerberatungsstellen in die vorhandene Beratungslandschaft in Deutschland zu integrieren - ein weiterer Schritt, gleiche Chancen für Frauen und Männer zu verwirklichen.

Deutscher Kindersoftwarepreis 2021 Jetzt für den TOMMI 2021 bewerben!

Junge liegt mit Tablet auf dem Boden
Der Deutsche Kindersoftwarepreis TOMMI zeichnet seit 2002 gute digitale Spiele für Kinder aus© iStock/Yalana

Ab sofort können sich Publisher für den Deutschen Kindersoftwarepreis TOMMI 2021 bewerben. Bis zum 9. August können Spiele und Bildungssoftware für PC, Konsole und Apps sowie elektronisches Spielzeug, digitale Vorschulangebote und Websites eingereicht werden. Im Jahr 2021 wurde erstmals die Altersgrenze angehoben, dadurch können auch Spiele mit der Alterskennzeichnung Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) 12 einen Preis gewinnen. Diese werden in einer gesonderten Kategorie ausgezeichnet. Schirmherrin des Preises ist Bundesjugendministerin Christine Lambrecht.

Kinderjury 2021 gesucht

Alle Einreichungen werden zunächst von einer Fachjury geprüft, die auch die Nominierungen auswählt. Anschließend bestimmt die TOMMI-Kinderjury in rund 20 Bibliotheken in ganz Deutschland und der Schweiz die besten Games und Kindersoftware-Titel. Dafür suchen die teilnehmenden Bibliotheken Kinder zwischen sechs und 14 Jahren, die die nominierten Spiele testen und bewerten wollen. Für die Bewerbung zur Kinderjury können sich Interessierte an die teilnehmenden Bibliotheken wenden.

TOMMI Förderpreis Kindergarten

Bereits zum zweiten Mal werden beim Deutschen Kindersoftwarepreis TOMMI 2021 Kitas gesucht, die innovative und praxiserprobte Konzepte zum Einsatz digitaler Medien in ihren Kitas entwickelt haben. Der Förderpreis ist mit 1500 Euro dotiert. Teilnahmeberechtigt sind Kindertagesstätten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Einsendeschluss ist der 9. September. Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden sich auf der Website des Deutschen Kindersoftwarepreises.

Preisverleihung live im Fernsehen verfolgen

Die Preisverleihung des Deutschen Kindersoftwarepreises TOMMI 2021 wird am 24. Oktober um 20:00 Uhr live bei KiKA im Medienmagazin "Team Timster" übertragen.

Der Deutsche Kindersoftwarepreis TOMMI

Der Deutsche Kindersoftwarepreis TOMMI zeichnet seit 2002 gute digitale Spiele für Kinder aus und wird in diesem Jahr zum 20. Mal verliehen. Der Preis wird von FEIBEL.DE, dem Büro für Kindermedien in Berlin, herausgegeben. Partner des TOMMI sind die Auerbach Stiftung, der Deutsche Bibliotheksverband, das ZDF, Deutschlandfunk Kultur, die Frankfurter Buchmesse, Mobilsicher.de, jugendschutz.net, Google, Partner & Söhne und Familie & Co.

Deutsch-Französischer Tag 2021 Deutsch-französische Zusammenarbeit ausbauen

Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Online-Austausch
Beim Deutsch-Französischen Tag 2021 tauschen sich die Teilnehmenden online aus © BMFSFJ

Das Bundesfamilienministerium hat am 8. Juli virtuell den Deutsch-Französischen Tag 2021 durchgeführt. Juliane Seifert, Staatsekretärin im Bundesfamilienministerium, tauschte sich dabei mit Adrien Taquet, französischer Staatssekretär für Kindheit und Familien im Ministerium für Solidarität und Gesundheit, aus. Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht und Elisabeth Moreno, französische Staatsministerin für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Diversität und Chancengleichheit beim Premierminister, begrüßten die Teilnehmenden mit einem Grußwort.

Christine Lambrecht:

"Die deutsch-französische Freundschaft ist ein kostbares Gut und nicht selbstverständlich. Wir müssen sie immer wieder aufs Neue mit Leben füllen. Und der beste Weg, eine Freundschaft zu pflegen, ist, miteinander im Gespräch zu bleiben. Das machen wir mit unserem jährlichen Deutsch-Französischen Tag."

Der Deutsch-Französische Tag begann mit einer Diskussion zum Thema "Deutschland und Frankreich als starke Partner, um gemeinsam die Folgen der Pandemie zu bewältigen". Im Anschluss fanden bilaterale Expertinnen- und Expertengespräche in fünf Themenworkshops statt, in denen weitere gemeinsame Arbeitsschritte festgelegt wurden.

Der Deutsch-Französische Tag

Im Zuge der Neuauflage des Aachener-Vertrages im Jahr 2019 wurde unter anderem der Deutsch-Französische Tag als jährliches Treffen zwischen dem Bundesfamilienministerium und den französischen Partnerministerien initiiert. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Ministerien besuchen einander seitdem jährlich in Paris und Berlin, um sich über Entwicklungen in gesellschaftspolitischen Politikbereichen auszutauschen, gemeinsame Ziele zu verabreden und voneinander zu lernen.

2021 fand der Deutsch-Französische Tag online statt, nachdem er 2020 in Paris und 2019 in Berlin durchgeführt wurde.

Aachener Vertrag 2019

Am 22. Januar 2019 unterzeichneten Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron den neuen Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrag in Aachen, um sich gemeinsam den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu stellen.

Die Neuauflage des Élysée-Vertrages von 1963, der entscheidend zur Versöhnung der beiden Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg beitrug, bündelt die Kräfte Frankreichs und Deutschlands, um die internationale Politik gemeinsam stärker zu gestalten.

Gleichstellung beschleunigen "Bundesstiftung Gleichstellung" nimmt Arbeit auf

Eine Frau wendet sich erklärend an eine Gruppe aus fünf Menschen
Die "Bundesstiftung Gleichstellung" will die Gleichstellung beschleunigen, damit die Gesellschaft spürbar stärker wird© Stockfour

Die "Bundesstiftung Gleichstellung" hat ihre Arbeit aufgenommen. Der Stiftungsrat, das Hauptorgan der Stiftung, kam am 7. Juli zu seiner konstituierenden Sitzung für die 19. Legislaturperiode zusammen. Bundesgleichstellungsministerin Christine Lambrecht leitete das virtuelle Treffen als Vorsitzende des Stiftungsrates, dem außerdem neun Mitglieder des Deutschen Bundestags angehören.

Christine Lambrecht:

"Dass die 'Bundesstiftung Gleichstellung' ihre Arbeit aufgenommen hat, ist ein großer Erfolg in dieser Legislatur. Damit lösen wir ein weiteres Versprechen aus dem Koalitionsvertrag ein. Die Stiftung wird wichtige Impulse für die Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland setzen. Es geht darum, dass jeder Mensch unabhängig von seinem Geschlecht sein Leben frei gestalten und seine Potentiale entfalten kann. Dafür soll die Stiftung ein offenes Haus sein, in dem sich Menschen treffen, vernetzen und sich in ihrer Arbeit für mehr Gleichstellung unterstützen und bestärken. Ich bin davon überzeugt, mehr Gleichstellung wird Deutschland spürbar stärker machen und unseren wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt sichern. Die 'Bundesstiftung Gleichstellung' soll dazu beitragen, die dafür notwendigen Veränderungen zu beschleunigen."

Nachdem am 28. Mai das Errichtungsgesetz für die Bundesstiftung in Kraft getreten ist, hat die "Bundesstiftung Gleichstellung" mit der Konstituierung ihres Hauptorgans einen weiteren Meilenstein erreicht. Der Stiftungsrat hat einen ambitionierten Zeitplan für die nächsten Schritte beschlossen: Noch in dieser Legislaturperiode soll das zweiköpfige Direktorium, das die Stiftung operativ leiten wird, in seine erste Amtszeit starten. Auch die ersten Personaleinstellungen sind noch vor Ende des Jahres 2021 geplant, damit die Stiftung zügig ihren Aufgaben nachkommen kann.

Ziele der "Bundesstiftung Gleichstellung"

Die "Bundesstiftung Gleichstellung" verfolgt drei Ziele:

  1. Sie will zeigen, wo es noch mehr Gleichstellung braucht und dafür Lösungen finden.
  2. Sie will Engagierte für die Gleichstellung vernetzen und sie unterstützen.
  3. Sie will das Wissen zu Gleichstellungsfragen vergrößern und mit Bürgerinnen und Bürgern diskutieren.

Die Errichtung der "Bundesstiftung Gleichstellung" ist ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag der Regierungsparteien und basiert auf der ersten ressortübergreifenden Gleichstellungsstrategie der Bundesregierung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Stillförderung in Deutschland Bundeskabinett beschließt Nationale Stillstrategie

Die Nationale Stillstrategie soll Frauen nach ihrem individuellen Bedarf beim Stillen unterstützen© iStock

Am 7. Juli hat das Bundeskabinett die Nationale Stillstrategie beschlossen. Diese war auf Initiative des Bundesernährungsministeriums gemeinsam mit dem Bundesfamilienministerium sowie dem Bundesgesundheitsministerium erarbeitet worden. Ziel ist es, die Stillförderung in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Dazu werden bestehende und bewährte Angebote mit neuen Maßnahmen verzahnt sowie die relevanten Akteurinnen und Akteure vernetzt. Insbesondere jene Frauen, die bislang seltener oder kürzer stillen, werden dabei in den Blick genommen.

Ziel der Nationalen Strategie zur Stillförderung ist es 

  • die Rahmenbedingungen für das Stillen zu verbessern,
  • die Akzeptanz der Öffentlichkeit für das Stillen zu erhöhen,
  • die Stillmotivation in Deutschland zu steigern und
  • Frauen nach ihrem individuellen Bedarf beim Stillen zu unterstützen

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht betonte, dass es wichtig ist, stillenden Frauen eine bessere Infrastruktur zu bieten - besonders in der Öffentlichkeit und im Arbeitsleben:

"Als Bundesfamilienministerin ist es mir ein besonderes Anliegen, Stillen zu unterstützen und zu fördern, auch im öffentlichen Leben. Wichtig ist, dabei keinen Druck auf Mütter auszuüben. Jede Mutter soll ihr Kind so versorgen können, wie es für sie und ihr Baby am besten ist. Natürlich muss das auch für erwerbstätige Mütter gelten. Genau hier setzt das Mutterschutzgesetz an, womit wir Müttern nicht nur das Stillen im Berufsalltag ermöglichen, sondern ihnen auch einen Anspruch auf eine stillfreundliche Umgebung geben. Die Nationale Stillstrategie soll unter anderem Arbeitgeber und Einrichtungen dabei unterstützen, entsprechende Veränderungen zu schaffen. Es geht darum, dass Stillrechte nicht nur theoretisch bestehen, sondern auch von jeder Mutter gelebt werden können."

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner:

"Mein Ziel ist es, eine ausgewogene Ernährung in allen Lebensphasen zu unterstützen. Dabei kommt dem Stillen eine besondere Bedeutung zu. Die ersten 1000 Tage im Leben sind daher ein Schwerpunkt meiner Ernährungspolitik. Denn gesunde Ernährung von Anfang an ist entscheidend, um Übergewicht und späteren Folgeerkrankungen vorzubeugen. Das Stillen leistet hier einen wichtigen Beitrag. Es fördert kurz- und auch langfristig die Gesundheit des Kindes und auch der Mutter. Mit der Nationalen Strategie verbessern wir die Rahmenbedingungen für das Stillen, unterstützen die Mütter und erleichtern den gesunden Start ins Leben."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn:

"Für Mütter muss es selbstverständlich sein können, ihre Kinder zu stillen. Dafür wollen wir Verständnis und Räume schaffen. Stillen fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden von Mutter und Kind. Mit der Nationalen Stillstrategie wollen wir gemeinsam dafür sorgen, dass Mütter die nötige Unterstützung dafür erhalten."

Stillen fördert die Gesundheit von Müttern und Kindern 

Es ist wissenschaftlich gut belegt, dass Muttermilch die optimale Ernährung für Säuglinge ist und Stillen die Gesundheit von Mutter und Kind fördert. Langfristig gesehen sind gestillte Kinder im späteren Kindes- oder Erwachsenenalter deutlich seltener übergewichtig als nicht gestillte Säuglinge. Auch leiden sie seltener an Diabetes Typ 2. Bei den Müttern sinkt das Risiko für Krebserkrankungen der Brust, der Eierstöcke und der Gebärmutterschleimhaut sowie das Erkrankungsrisiko für Diabetes Typ 2. Die Stillförderung leistet einen wichtigen Beitrag zum gesunden Aufwachsen. 

Die Nationale Strategie zur Stillförderung 

Die Nationale Strategie zur Stillförderung beruht auf Empfehlungen, die Vertreterinnen und Vertreter von Berufs- und Fachverbänden, öffentlichen Institutionen, der Länder, kommunaler Spitzenverbände, Krankenkassen, medizinischer Fakultäten und Kliniken sowie der Nationalen Stillkommission in einem partizipativen Prozess erarbeitet haben. Sie nimmt sieben Strategiefelder sowie die Kommunikation zum Stillen in den Blick. Bei der Umsetzung setzt die Bundesregierung auch auf die enge Kooperation mit den Akteurinnen und Akteuren, die sich im Rahmen des partizipativen Prozesses engagiert haben.