Förderrichtlinie Künstliche Intelligenz

Fragen und Hinweise zum Interessensbekundungsverfahren


Hinweise zur Antragsstellung:

Versuchen Sie sich beim Ausfüllen des Interessenbekundungs-Formulars möglichst kurz und präzise zu halten. Beachten Sie außerdem die angegebene Seiten-/Zeichenbegrenzung.

Nutzen Sie bei Fragen zunächst die in der Förderrichtlinie angegebenen Informationen. Bei darüberhinausgehenden Fragen wenden Sie sich gerne schriftlich an Ki-foerderung@bmfsfj.bund.de oder melden Sie sich zur Fördersprechstunde an.

Nutzen Sie bei inhaltlichen Fragen gerne auch die Agenda für smarte Gesellschaftspolitik des Bundesfamilienministeriums.

Häufig gestellte Fragen und Antworten

Wie viele Projekte können gefördert werden?

Es sind bis einschließlich 2024 ein bis zwei Interessenbekundungsverfahren pro Jahr geplant. Pro Jahr können bis zu zehn Projekte gefördert werden. 

Wie hoch ist die maximale Fördersumme? 

Es können Projekte bis zu drei Jahre mit maximal 250.000 Euro pro Jahr ohne Weiterleitung und mit maximal 300.000 Euro inklusive Weiterleitung gefördert werden.

Auch kurz- wie mittelfristige Projektideen werden gefördert, um auch kleine und neue Organisation beim Umgang mit der Anwendung von gemeinwohlorientierter KI zu unterstützen.

Können Konsortial- oder Verbundprojekte eingereicht werden? 

Ja, solange die Gesamtsumme nicht überschritten wird. Bei mehr als zwei zuwendungsempfangenden Organisationen sollte jedoch kritisch geprüft werden, ob durch weitere Verbundpartner ein signifikanter Mehrwert gegeben ist. 

Wie viele Weiterleitungen sind möglich und wie hoch können diese sein? 

Es sind maximal zwei Weiterleitungen mit einer jeweiligen Gesamthöhe von 100.000 Euro pro Jahr möglich.  

Können Interessenbekundungen jederzeit eingereicht werden? 

Ja. Beachten Sie allerdings, dass die Einreichungen nur zu festgelegten Zeitpunkten inhaltlich bewertet werden. Diese Zeitpunkte beginnen mit dem Ende der jeweiligen Einreichungsfrist und enden mit der abgeschlossenen Bewertung der Skizzen. Wir empfehlen daher die Einreichung im Rahmen der Einreichungsfrist.

Können Projekte, die nicht ausgewählt wurden, auch erneut eingereicht werden? 

Ja

Müssen Projekte einem Förderschwerpunkt und dort einem (oder mehreren) der genannten Bereiche zugeordnet werden? 

Projekte müssen einem (oder beiden) in der Förderrichtlinie genannten Förderschwerpunkte zugeordnet werden. Es kann weiterhin einer oder mehrere der genannten Bereiche bearbeitet werden. Vorhaben sollten dabei beachten, dass Gemeinwohlorientierung, die Themen des Bundesfamilienministeriums sowie die Agenda für Smarte Gesellschaftspolitik das inhaltliche Fundament der Förderrichtlinie bilden. Vorhaben sollten hierzu klaren Bezug haben und einen Beitrag leisten. 

Welche Zielgruppe haben die in der Förderrichtlinie unter 2.1 genannten Maßnahmen zum Kompetenzaufbau? 

Die Zielgruppe der Weiterbildungsangebote ist nicht abschließend festgelegt. Entscheidend ist, dass die Angebote der Nutzung von Daten und Technologien unter Anwendung von KI für das Gemeinwohl dienen. Dies kann entlang der Förderschwerpunkte und der Themen des Bundesfamilienministeriums an unterschiedlichen Stellen geschehen, unter anderem durch Kompetenzaufbau innerhalb zivilgesellschaftlicher Organisationen, um diese bei der Nutzung und/oder Entwicklung von gemeinwohlorientierter KI zu unterstützen, aber auch im Rahmen von Angeboten, die die Nutzung gemeinwohlorientierter KI (also zum Beispiel der Angebote zivilgesellschaftlicher Organisationen in diesem Bereich) durch Individuen fördern. 

Ob geplante Weiterbildungsangebote diesen Vorgaben entsprechen, muss im Zuge des Interessenbekundungsverfahrens geprüft werden und kann nicht pauschal beantwortet werden.

Ist der Einkauf/die Verwendung/der Einsatz von fertigen KI-Lösungen förderfähig? 

Zu der Frage nach der Förderfähigkeit des Erwerbs beziehungsweise Beschaffung von fertigen Lösungen für KI-basierte Anwendungen möchten wir zunächst auf die Förderrichtlinie selbst verweisen. Der Förderschwerpunkt - Gemeinwohlorientierte "Künstliche Intelligenz" entwickeln und erproben - erlaubt auch die Anwendung bestehender KI-Lösungen. Vorhaben können sich demnach unter anderem auf KI-basierte Anwendungen für die direkte Nutzung durch Bürgerinnen und Bürger oder KI-basierte Verfahren zur Optimierung interner Prozesse gemeinwohlorientierter Organisationen beziehen. Grundsätzlich sehen wir keinen Ausschlussgrund, sofern es den Zielen der Förderrichtlinie und dem Zuwendungszweck dienlich ist.

Allgemein weisen wir darauf hin, dass die vorgesehene Ausgabe für eine fertige Lösung im Verhältnis zur beantragten Fördersumme angemessen sein muss. Dies würde in dem Fall im Ergebnis aus der Antragsprüfung hervorgehen. Vergaberechtliche Regelungen sind einzuhalten.

Ist eine Übernahme von Verwaltungskosten in Form einer Pauschale möglich?

Eine Übernahme von Verwaltungskosten in Form einer Pauschale ist grundsätzlich nicht über die Förderrichtlinie abgedeckt. Ausnahmen können im Rahmen einer Einzelfallprüfung zugelassen werden.

Wie hoch soll der Eigenmittelanteil sein?

Grundsätzlich ist eine maximale Förderquote von 90 Prozent vorgesehen. Die Höhe der Eigenmittel sollte daher mindestens zehn Prozent der Gesamtsumme betragen. Eine Vollfinanzierung ist nur im Ausnahmefall möglich.