Demenz

Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz

Damit Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen Teil der Gesellschaft bleiben und auf Hilfe- und Unterstützungsnetzwerke zurückgreifen können, fördert die Bundesregierung seit Jahren deutschlandweit den Aufbau von Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz. 

2020 startete im Bundesprogramm "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz" die neue Förderwelle. Bis 2026 sollen erneut 150 Netzwerke gefördert werden, um noch fehlende Strukturen zur Teilhabe und Unterstützung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen auf- und auszubauen. Hierzu stellt das Bundesfamilienministerium pro Projekt mehr Geld zur Verfügung als in der ersten Phase des Bundesprogramms. Und die Förderung ist von zwei auf drei Jahre ausgeweitet worden.

Analyse belegt Wirkung der Lokalen Allianzen

Bereits von 2012 bis 2018 förderte die Bundesregierung über das Bundesprogramm 500 Lokale Allianzen. Das Programm hat in diesem Zeitraum den Aufbau von lokalen Unterstützungsnetzwerken nachhaltig unterstützt: Die mit Hilfe des Bundesprogramms auf- und ausgebauten Lokalen Allianzen leisten vor Ort einen wichtigen Beitrag für Menschen mit Demenz und für ihre Angehörigen und verbessern ihre Lebenssituation. Das belegt eine im Frühjahr 2021 abgeschlossene Wirkungsanalyse.

Netzwerkstelle begleitet

Die vorhandenen Netzwerke werden seit Oktober 2018 durch die Netzwerkstelle "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz" begleitet, die bei der BAGSO - Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. angesiedelt ist. Die Netzwerkstelle bietet auch eine Plattform für den Austausch unter den Lokalen Allianzen.

Lokale Allianzen schaffen passende Angebote

Die Lokalen Allianzen sind regional unterschiedlich aufgebaut und verfolgen Ziele, die an die eigenen Bedarfe und Herausforderungen angepasst sind. Um aktive und nachhaltige Netzwerke zu etablieren und passende Angebote zu schaffen, werden vorhandene Strukturen und die Erfahrungen der Akteurinnen und Akteure vor Ort eingebunden. Es beteiligen sich Kommunen, Vereine, Kirchen, Mehrgenerationenhäuser, aber auch Krankenhäuser, Arztpraxen oder Sport-, Bildungs- und Kultureinrichtungen. Haupt- und Ehrenamtliche arbeiten eng zusammen. Auch Unternehmen, Seniorenbüros und Selbsthilfeorganisationen sind häufig Teil der Lokalen Allianzen.

Menschen mit Demenz

Menschen mit Demenz möchten so lange wie möglich selbstständig und selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld bleiben. In Deutschland leben etwa zwei Drittel aller Demenzerkrankten in privaten Haushalten. Sie werden überwiegend von Angehörigen, Freundinnen und Freunden sowie Nachbarinnen und Nachbarn betreut und gepflegt, teilweise mit Unterstützung von professionellen Pflegekräften, aber auch von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.