Demenz

Weitere Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz starten

Zwei Menschen spielen Memory
Etwa 1,6 Millionen Menschen in Deutschland sind an Demenz erkrankt© BMFSFJ

Zum 1. Januar haben bundesweit 28 weitere Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz ihre Arbeit begonnen. Ihr Ziel ist es, Netzwerke vor Ort auf- und auszubauen und Angebote umzusetzen. Damit ist die dritte Förderwelle im gleichnamigen Bundesprogramm des Bundesseniorenministeriums gestartet. Die neuen Allianzen ergänzen das bestehende Netzwerk der bisher geförderten 552 "Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz."

Die 28 neuen Standorte

1. Bremen-Gröpelingen

2. Bremen-Vahr

3. Darmstadt

4. Drebach (Erzgebirgskreis)

5. Freising

6. Freital (Landkreis Sächsische Schweiz Osterzgebirge) 

7. Greifswald 

8. Greiz 

9. Halle (Saale)

10. Hof

11. Kevelaer-Geldern

12. Kiel

13. Lommatzsch (Landkreis Meißen)

14. Merseburg 

14. Minden

16. Mittweida 

17. Moers 

18. Mölln 

19. Nordenham 

20. Püttlingen 

21. Rostock

22. Schwerin (Landkreis Ludwigslust-Parchim)

23. Senftenberg

24. Stuhr (Landkreis Diepholz)

25. Thale 

26. Voerde am Niederrhein (Hamminkeln, Schermbeck, Voerde, Wesel)

27. Wörrstadt 

28. Wunsiedel 

Angebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen 

In den Lokalen Allianzen engagieren sich Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Vereine, Initiativen, Wohlfahrtsverbände, Kirchengemeinden und andere Organisationen. Gemeinsam schaffen sie vor Ort beispielsweise Sport- und Bewegungsgruppen, musikalische Angebote und Angehörigentreffen zur Förderung der sozialen Teilhabe oder sie realisieren Demenz Partner-Schulungen. Auch während der Corona-Pandemie sind die Lokalen Allianzen mit innovativen Angeboten aktiv. 

Strukturen vor Ort nachhaltig fördern

Jede der 28 neuen Lokalen Allianzen erhält drei Jahre lang eine Förderung von 10.000 Euro jährlich. Ausgewählt wurden vor allem Allianzen in Regionen, die besondere strukturelle Herausforderungen bewältigen müssen oder in denen es noch an Unterstützungsstrukturen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen fehlt. Eine aktive kommunale Beteiligung ist Förderbedingung.

Netzwerke, die in der Vergangenheit gefördert wurden, können über die Pflegeversicherung weiter finanziert werden. Dafür stehen im Rahmen der Pflegeversicherung finanzielle Mittel in Höhe von 20 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung sind die Förderbedingungen 2021 noch einmal verbessert worden.

Die fachliche, langfristige und bundesweite Begleitung der Netzwerke vor Ort übernimmt seit 2018 die Netzwerkstelle "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz" der BAGSO - Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e. V.

Das Bundesprogramm

Bereits von 2012 bis 2018 förderte die Bundesregierung über das Bundesprogramm "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz" 500 Lokale Allianzen. Damit wurde ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen geleistet. Das belegt eine im Frühjahr 2021 abgeschlossene Wirkungsanalyse.

Seit 2020 wird das Bundesprogramm fortgeführt: Jährlich startet eine von insgesamt fünf Förderwellen, damit weitere Lokale Allianzen noch fehlende Strukturen zur Teilhabe und Unterstützung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen auf- und ausbauen können. Die vierte und fünfte Förderwelle starten 2023 und 2024. Auf dem Serviceportal Wegweiser Demenz werden im Frühjahr 2022 die Ausschreibungsunterlagen veröffentlicht.