Round Table Ukraine

Perspektiven und Teilhabe für Geflüchtete aus der Ukraine schaffen

Das Bild zeigt ein Porträt von Ekin Deligöz
Parlamentarische Staatssekretärin Ekin Deligöz© Bildnachweis: Bundesregierung, Steffen Kugler

Ekin Deligöz, Parlamentarische Staatsekretärin im Bundesfamilienministerium, hat am 25. April am Round Table Ukraine im Bundeskanzleramt teilgenommen. Gemeinsam mit Bundeskanzler Olaf Scholz hatte Staatsministerin Reem Alabali-Radovan, Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, dazu eingeladen. An dem Round Table haben Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen und von engagierten zivilgesellschaftlichen Verbänden teilgenommen, um sich über die Aufnahme und Integration von Geflüchteten aus der Ukraine in Deutschland auszutauschen. 

Ekin Deligöz erklärte: "Der Round Table ist ein eminent wichtiges Format, um mit den relevanten Akteurinnen und Akteuren den Austausch über ganz akute Bedarfe, aber auch mittelfristige Herausforderungen zu intensivieren. Die Zivilgesellschaft leistet bei der Förderung und Integration von ukrainischen Geflüchteten unverzichtbare Beiträge und wird auch für weitere konzeptionelle Arbeiten in diesem Feld dringend gebraucht.

Für die Integration und den Spracherwerb von geflüchteten Kindern aus der Ukraine ist die Kindertagesbetreuung sehr bedeutsam. Ein bedarfsgerechtes Angebot, für das sich auch das Bundesfamilienministerium einsetzt, ist angesichts der aktuellen Situation umso dringlicher. Für eine Übergangsphase kommt der integrationskursbegleitenden Kinderbetreuung, die in Bundesverantwortung steht, besondere Bedeutung zu. Aktuell engagiert sich der Bund zudem über das Bundesprogramm 'Sprach-Kitas', mit Investivmitteln und dem Gute-Kita-Gesetz. Zudem ist kürzlich eine milliardenschwere Bundesunterstützung der Länder bei den Integrationskosten verabredet worden.

Ein besonderes Augenmerk legt das Bundesfamilienministerium auf die unbegleitet geflohenen Minderjährigen und auf solche, die aus ukrainischen Waisenhäusern und Kinderheimen kommen. Die vom Bundesfamilienministerium eingerichtete nationale Melde- und Koordinierungsstelle gewährleistet seit Ende März die geordnete Verteilung und Unterbringung dieser Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit ihren vertrauten Bezugspersonen in Deutschland.

Aktuell steht zudem die Unterstützung und Unterbringung von alten Menschen und Menschen mit Behinderungen im Fokus, darunter die von der Jewish Claims Conference organisierte Evakuierung von hochbetagten Holocaustüberlebenden aus der Ukraine. Bislang konnten rund 60 von ihnen nach Deutschland gebracht, bundesweit untergebracht und gut versorgt werden.

Mir ist wichtig, dass auch lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen mitgedacht werden, wenn es um die Unterstützung besonders vulnerabler Gruppen von Geflüchteten geht. Diese Menschen versuchen häufig aus Furcht vor Diskriminierung, unerkannt zu bleiben. Das vom Bundesfamilienministerium betriebene Regenbogenportal ist eine wichtige Anlaufstelle für communitybasierte Hilfs- und Unterstützungsangebote bundesweit."

Vier nationale Handlungsfelder

Im Mittelpunkt des Treffens stand der inklusive Austausch miteinander - statt übereinander - gemeinsam mit ukrainischen und russischsprachigen Organisationen, zivilgesellschaftlichen Verbänden, Kirchen und Religionsgemeinschaften. Die Themen des Round Table Ukraine gliederten sich in vier nationale Handlungsfelder: 

  • Aufnahme, Verteilung und Unterbringung
  • Vulnerable Gruppen und Kinderbetreuung
  • Arbeitsmarktsituation für Menschen aus der Ukraine
  • Schulische Bildung und Hochschulbereich