Jugend und Europa

Jugendbildung

Jugend und Europa

Europa ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Grenzüberschreitende Mobilität durch einen Aufenthalt in anderen Ländern der Europäischen Union ist für viele junge Menschen heute selbstverständlich. Die große Mehrheit von ihnen verbindet mit Europa vor allem die Freiheit, über Staats- und Kulturgrenzen hinweg zu reisen, zu leben und zu lernen.

Auf diese Weise können unterschiedliche Lebensweisen, Kulturen und Mentalitäten kennengelernt und Kompetenzen auch für Bildung und Beruf erweitert werden.

Austausch und Beteiligung in ganz Europa 

Das EU-Programm Erasmus+ für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport 2014 bis 2020 richtet sich an junge Leute im Alter zwischen 13 und 30 Jahren. Es fördert Bildungsprojekte, die jenseits von Schule, Ausbildung oder Studium stattfinden, sowie das aktive freiwillige Engagement junger Menschen für Europa.

Die EU hat mit dem Erneuerten Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa (2010-2018), der sogenannten EU-Jugendstrategie, eine Reihe von Möglichkeiten geschaffen, die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa zu vertiefen. Dabei spielt der Austausch guter Praxis zwischen den Mitgliedstaaten eine besondere Rolle, genauso wie der strukturierte Dialog zwischen Jugend und Politik. Um die Fortschritte bei der Umsetzung der EU-Jugendstrategie festzustellen, wird alle drei Jahre von der Europäischen Kommission ein EU-Jugendbericht erstellt, der auf den 28 nationalen Berichten zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie basiert.

Deutschland hat die Umsetzung der EU-Jugendstrategie in gemeinsamer Verantwortung von Bund und Ländern zur jugendpolitischen Priorität gemacht. Die Zusammenarbeit mit anderen EU-Staaten soll genutzt werden, um eigene Aktivitäten zur Integration und Stärkung junger Menschen und zur Förderung von Teilhabe und Engagement weiterzuentwickeln. Die Themen "Übergänge in die Arbeitswelt", "Förderung der Partizipation aller junger Menschen" und "Sichtbarmachen von nicht-formaler und informeller Bildung" stehen auch während der zweiten Phase der Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland im Mittelpunkt.

Freiwilliges Engagement Jugendlicher europaweit stärken

Freiwilliges Engagement verbunden mit europäischer Mobilität bietet jungen Menschen die hervorragende Möglichkeit, sich interkulturelle Kompetenzen anzueignen und internationale Solidarität zu zeigen. Es ist der ausdrückliche Wunsch der europäischen Jugendministerinnen und Jugendminister, dass junge Freiwillige die Möglichkeit erhalten, sich in jedem der 28 Mitgliedstaaten zu engagieren. Vor diesem Hintergrund setzt sich das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend dafür ein, die Informationsmöglichkeiten für junge Menschen und die Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement in der EU weiter zu verbessern.