Schutz in Flüchtlingsunterkünften Konferenz zu Schutzstandards für Frauen und Kinder

Caren Marks mit den Teilnehmern der Konferenz zu Schutzstandards für Frauen und Kinder
Caren Marks mit den Teilnehmern der Konferenz zu Schutzstandards für Frauen und Kinder © DKJS/ E. Jung-Wolff

Die Veranstaltung bildete den Abschluss einer Reihe von Regionalkonferenzen, die in sechs weiteren Städten stattgefunden haben und von "Willkommen bei Freunden - Bündnisse für junge Flüchtlinge" organisiert wurden.

Die Resonanz der insgesamt fast 600 Teilnehmenden, darunter Vertreterinnen und Vertreter von Ländern, Kommunen, Landkreisen und Wohlfahrtsverbänden sowie Trägern von Flüchtlingseinrichtungen, zeigt, dass die Verbesserung der Unterbringungsqualität immer stärker in den Fokus rückt.

Geflüchtete Kinder, Jugendliche und Frauen müssen sicher sein

Zum Auftakt der Konferenz betonte die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundes-familienministerin, Caren Marks:

"Menschen, die vor Krieg, vor Bomben und Terror nach Deutschland geflüchtet sind, möchten in Sicherheit leben. Wir müssen alles dafür tun, dass Kinder, Jugendliche und Frauen vor Übergriffen in Flüchtlingseinrichtungen sicher sind. Die vorliegenden Mindeststandards bieten eine erste bundesweit einheitliche Grundlage, um den Schutz vor Gewalt sowie den Zugang zu Bildungsangeboten und psychosozialer Unterstützung zu verbessern. Darüber hinaus erarbeiten wir aktuell eine bundesgesetzliche Regelung, damit der Schutz dieser besonders verletzlichen Personengruppe tatsächlich überall verbindlich wird."

Christian Schneider, Geschäftsführer des Deutschen Komitees für UNICEF e.V., bilanzierte:

"Wir freuen uns sehr über den Dialog mit den Verantwortlichen in der Flüchtlingshilfe. Ihr großes Interesse an den Konferenzen zeigt: Allen ist die dringende Notwendigkeit eines verbesserten Schutzes von geflüchteten Kindern, Jugendlichen und Frauen bewusst. Die Bundesregierung und die Bundesländer müssen sich nun rasch auf eine gesetzliche Regelung einigen."

Unter dem Dach der Bundesinitiative "Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunter-künften" haben das Bundesfamilienministerium und UNICEF gemeinsam mit einem breiten Netzwerk von Partnern Mindestschutzstandards für Flüchtlingsunterkünfte erarbeitet. Diese umfassen unter anderem die Bereiche Personal, strukturelle und bauliche Voraussetzungen, den Umgang mit Gewalt und Gefährdungssituationen sowie das Monitoring der erzielten Fortschritte. Derzeit wird in 25 Unterkünften in Trägerschaft der Wohlfahrtsverbände modell-haft erprobt, wie die Mindeststandards umgesetzt werden können. 2017 sollen 75 weitere Unterkünfte mit Koordinierungsstellen ausgestattet werden.