#JPT21

JugendPolitikTage 2021 starten

Caren Marks am Redepult eröffnet die Jugendpolitiktage 2021
Caren Marks eröffnet die JugendPolitikTage 2021© Andreas Schulz

Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesjugendministerin, hat am 6. Mai im Bundesjugendministerium die JugendPolitikTage (JPT) 2021 eröffnet. Während der viertägigen Veranstaltung kommen 550 Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Deutschland in den Dialog mit der Bundesregierung. Dabei geht es um die Empfehlungen junger Menschen für eine jugendgerechte Politik. Was die Jugendlichen und jungen Erwachsenen an Empfehlungen erarbeiten, fließt in die Weiterentwicklung der Jugendstrategie der Bundesregierung ein. Die Jugendstrategie verfolgt das Ziel, junge Menschen mit ihren Interessen und Bedürfnissen stärker zu beteiligen.

Caren Marks betonte:

"Gelebte Demokratie, Digitalisierung oder Klimawandel - auf den JugendPolitikTagen geht es um die großen Herausforderungen unserer Zeit. Junge Menschen sind bei fast allen politischen Entscheidungen betroffen. Daher arbeiten bei der Jugendstrategie der Bundesregierung alle Ministerien zusammen. Gemeinsam wollen wir die Beteiligung von jungen Menschen stärken."

Dr. Angela Merkel und Franziska Giffey im Gespräch

Angela Merkel und Franziska Giffey auf einer Bühne bei den Jugendpolitiktagen.
Dr. Angela Merkel und Franziska Giffey tauschen sich bei den JugendPolitikTagen 2021 online mit jungen Menschen aus© Torben Krauß/Jugendpresse Deutschland

Einen Höhepunkt der JugendPolitikTage 2021 bildete der Austausch zwischen Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Bundesjugendministerin Franziska Giffey und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Freitag, 7. Mai.

Bundesjugendministerin Franziska Giffey:

"Junge Menschen sind viel mehr als Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende. Sie sind eigenständige Persönlichkeiten und Expertinnen und Experten in eigener Sache. Bei allen Gestaltungsprozessen unserer Gesellschaft sind die Belange junger Menschen in all ihren Lebensbereichen zu berücksichtigen und mitzudenken. Der Verlauf der Pandemie zeigt, wie wichtig es ist, weiter daran zu arbeiten, dass Jugend sichtbar ist und junge Menschen bei politischen Entscheidungen beteiligt werden.

Auch und gerade für Jugendliche waren die zurückliegenden Monate besonders anstrengend. Die Pandemiesituation bremst junge Menschen in allen Lebensbereichen aus. Freunde treffen ist kaum möglich, der Jugendclub und die Kletterhalle sind zu, die Musikstunde und das Fußballtraining finden nur begrenzt oder noch nicht statt, vieles läuft nur online. Es sind also nicht nur Bildungslücken, sondern auch Bindungslücken entstanden. Mit den Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung und unserem Corona-Aufholprogramm tragen wir dazu bei, diese zu schließen."

Junge Menschen stärker beteiligen

Ebenfalls am 7. Mai brachte Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesjugendministerium, auf den JugendPolitikTagen 2021 die Perspektive des Bundesjugendministeriums ein. Das geschah im Themenforum "Krise der Demokratie oder mit Demokratie gegen die Krise?". Im Dialog auf dem Podium und mit den zugeschalteten jungen Teilnehmenden ging es außerdem darum, wie das demokratische Bewusstsein in unserer Gesellschaft und vor allem die Beteiligung junger Menschen gestärkt werden können.

Im Fokus standen dabei aktuelle Gefahren für die Demokratie, wie etwa Rechtsextremismus oder Wissenschaftsfeindlichkeit. Thematisiert wurde die Bedeutung einer starken Zivilgesellschaft, um diesen Herausforderungen wirksam zu begegnen.

Politik für, mit und von Jugend

In Deutschland leben 14 Millionen Menschen zwischen zwölf und 27 Jahren. Das sind 17 Prozent der Bevölkerung. Für sie hat die Bundesregierung Jugendstrategie entwickelt und setzt diese derzeit um. Die Federführung hat das Bundesjugendministerium. Die ressortübergreifende Jugendstrategie der Bundesregierung "In gemeinsamer Verantwortung: Politik für, mit und von Jugend" wurde am 3. Dezember 2019 im Kabinett beschlossen. Mit der Jugendstrategie gibt es erstmals ein Bekenntnis der gesamten Bundesregierung, in gemeinsamer Verantwortung für die junge Generation zu handeln. Die in der Jugendstrategie enthaltenen 163 Maßnahmen werden von den jeweils verantwortlichen Ressorts umgesetzt. Alle arbeiten im Umsetzungsprozess in der Interministeriellen Arbeitsgruppe Jugend und im zivilgesellschaftlichen Beirat des Bundesjugendministeriums zusammen. Eine ressortübergreifende Zusammenarbeit und klare Beteiligungsorientierung sind zwei Grundprinzipien bei der Umsetzung der Jugendstrategie.

Die JugendPolitikTage

Die JugendPolitikTage finden bereits zum dritten Mal nach 2017 und 2019 statt. Es geht um Ideen für eine jugendgerechte Politik in Themenfeldern wie Digitales, Demokratie, Generationendialog und Umwelt. Die Veranstaltung wird vom Bundesjugendministerium mit der Jugendpresse Deutschland durchgeführt. Aber auch viele andere Ressorts der Bundesregierung wirken mit: zum Beispiel das Bundesinnenministerium, das Bundesfinanzministerium, das Bundeslandwirtschaftsministerium, das Bundesjustizministerium, das Bundesumweltministerium, das Bundesbildungsministerium, das Bundesarbeitsministerium, das Bundeswirtschaftsministerium, das Bundesverkehrsministerium, Bundesentwicklungsministerium sowie das Bundesverteidigungsministerium.