Youth7-Kommuniqué

Jugendliche übergeben Forderungen an den Bundeskanzler

Gruppenfoto der Youth7-Jugenddelegierten zusammen mit Olaf Scholz
Die "Youth7"-Jugenddelegierten übergeben das Kommuniqué mit ihren politischen Forderungen an Bundeskanzler Olaf Scholz© Bundesregierung/ Jesco Denzel

Bei dem diesjährigen Jugendbeteiligungsformat "Youth7" (Y7) sind junge Delegierte zwischen 18 und 30 Jahren aus verschiedenen Ländern in Berlin zusammengekommen, um ihre Forderungen an den deutschen G7-Vorsitz zu verabschieden. Zum Abschluss des einwöchigen Jugendgipfels haben sie die Forderungen in einem Kommuniqué einstimmig verabschiedet und am 20. Mai an Bundeskanzler Olaf Scholz als G7-Vorsitzenden übergeben. Sie verbanden diesen Schritt mit der Aufforderung, die Handlungsempfehlungen der jungen Generation während des G7-Gipfels Ende Juni zu berücksichtigen.

Politische Forderungen des "Youth7"-Jugendgipfels

Zentrale Forderungen des Youth7-Kommuniqués sind:

  • eine inklusive, vielfältige und barrierefreie Jugendbeteiligung weltweit,
  • die Unterstützung für die Initiative der deutschen Präsidentschaft für einen Klimaklub, inklusive eines klaren Bekenntnisses zu den 1,5-Grad-Zielen,
  • mehr und bessere Qualifikationen und Kompetenzen für die sozialökonomische Transformation sowie eine wissenschaftssensible Politik,
  • die nachhaltige Stärkung der Kommunikations- und Beteiligungsprozesse zwischen der Zivilgesellschaft sowie politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern auf allen gesellschaftlichen Ebenen,
  • die Stärkung resilienter Strukturen und Kapazitäten nach der globalen Pandemie - vor allem in jugendrelevanten Strukturen und der mentalen Gesundheit von jungen Menschen,
  • die Anerkennung des Beitrags junger Menschen zu Frieden und Sicherheit sowie konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der Vereinte-Nationen-Resolutionen "Jugend, Frieden und Sicherheit" auf nationaler und internationaler Ebene.

Seit März berieten und verhandelten die Jugenddelegierten aus insgesamt elf Ländern über ihre Themenschwerpunkte. Sie orientierten sich dabei am G7-Präsidentschaftsprogramm, setzten ihre inhaltlichen Schwerpunkte aber selbst. Angeleitet wurden sie von einem "Youth7"-Vorbereitungsteam, das aus jungen Menschen aus den Jugendverbänden in Deutschland besteht.

Lisa Paus tauscht sich mit Jugenddelegierten aus

Bundesjugendministerin Lisa Paus zusammen mit Delegierten des G7-Jugendgipfels "Youth7" in Berlin © BMFSFJ

Bereits am 17. Mai besuchte Bundesjugendministerin Lisa Paus den Y7-Gipfel und tauschte sich dort mit den Jugenddelegierten über ihre Anliegen aus.

Bundesjugendministerin Lisa Paus: "Internationale Jugendbeteiligung lebt von persönlichen Begegnungen und dem direkten Austausch mit politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern. Dass dies wieder möglich ist, ist für alle ein großer Gewinn. Junge Menschen haben eine sehr klare Vorstellung davon, wie sie Politik mitgestalten wollen. Ich habe mich heute mit den Delegierten des 'Youth7-Gipfels' intensiv über ihre Vorstellungen zur Stärkung der Jugendbeteiligung ausgetauscht. Ich bin beeindruckt, was die jungen Leute zur Vorbereitung dieses Gipfels eigenverantwortlich und über nationale Grenzen hinweg auf die Beine gestellt haben."

Über "Youth7" und den Gipfel

Der Jugendbeteiligungsprozess "Youth7" steht für den Dialog der Gruppe der Sieben (G7), zu der Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die Vereinigten Staaten gehören, mit der jungen Generation. Eine sichtbare und wirksame Beteiligung junger Menschen ist für die Bundesregierung auch unter deutscher G7-Präsidentschaft wichtig. Den Höhepunkt dafür bildete der fünftägige Gipfel in Berlin, an dem junge Leute aus den G7-Staaten, der Europäischen Union den Gastländern Senegal, Südafrika und Indonesien sowie dem diesjährigen Partnerland Ukraine teilnahmen.
 
Mit der Umsetzung des "Youth7" wurde die Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. (IJAB) von der Bundesregierung beauftragt. IJAB arbeitet hierfür eng mit den Jugendverbandsstrukturen im Deutsches Nationalkomitee für Internationale Jugendarbeit e.V. (DNK) zusammen.