Deutsch-Französischer Bürgerfonds

Bundesfamilienministerium fördert deutsch-französische Projekte

Das gelb-schwarz-blau-rote Logo des Deutsch-Französischen Bürgerfonds
Logo Deutsch-Französischer Bürgerfonds© Deutsch-Französischer Bürgerfonds

Um Menschen in Deutschland und Frankreich einander näherzubringen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu unterstützen, fördert der Deutsch-Französische Bürgerfonds Städtepartnerschaften und zivilgesellschaftliche Initiativen. Er nimmt nun seine Arbeit auf, und die ersten gemeinsamen Projekte können umgesetzt werden. Aufgrund der Corona-Pandemie liegt der Fokus vorerst auf Online-Begegnungen. Der Bürgerfonds wird zunächst durch das Deutsch-Französische Jugendwerk verwaltet und zu gleichen Teilen von Deutschland und Frankreich finanziert. Das Bundesfamilienministerium stellt dafür 1,2 Millionen Euro bereit.

Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium:

"Gerade in diesen schwierigen Zeiten halten wir zusammen - auch über Grenzen hinweg! Ich freue mich, dass es gelungen ist, zusammen mit unseren französischen Partnern und dem Deutsch-Französischen Jugendwerk den Bürgerfonds auf die Beine zu stellen. Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland und Frankreich sollen über Grenzen und Generationen hinweg einander kennenlernen und Freundschaften schließen."

Was wird gefördert?

Wenn die Ausgangssperren aufgrund der Corona-Pandemie aufgehoben sind und  Normalität zurückgekehrt ist, soll der Deutsch-Französische Bürgerfonds die Menschen beider Länder auch physisch wieder zusammenbringen. Von dem Gruppenaustausch mit der Partnerstadt, einem gemeinsamen Konzert, deutsch-französischen Konferenzen und digitalen Projekten bis hin zum grenzüberschreitenden Sportevent oder einer Jubiläumsveranstaltung: Geförderte Projekte sollen den Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern aus Deutschland und Frankreich und den Zivilgesellschaften anregen, erneuern oder vertiefen. Sie stärken die Demokratie in Deutschland und Frankreich und fördern europäische Verständigung und Vielfalt. Schwerpunkte liegen auf Themen wie Umweltschutz, intergenerationellem Dialog, Gesundheit, Kultur, Menschenrechten, Sport und Digitalisierung.

Wer kann Anträge stellen?

Der Deutsch-Französische Bürgerfonds richtet sich vor allem an Vereine, Bürgerinitiativen und Städtepartnerschaften. Er soll die deutsch-französische Freundschaft für die Breite der Bevölkerung erfahrbar machen und neue Zielgruppen für Austausch und Begegnung gewinnen.

Deutsch-französischer Freundschaftsvertrag

Der Bürgerfonds ist ein wichtiger Bestandteil des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages, der im Januar 2019 in Aachen unterzeichnet wurde. Damit haben Deutschland und Frankreich ihre Zusammenarbeit 56 Jahre nach dem Elysée-Vertrag aus dem Jahr 1963 bekräftigt. Eine der Vereinbarungen: gemeinsame zivilgesellschaftliche Initiativen und Städtepartnerschaften stärken. Der Bürgerfonds bietet dafür finanzielle und strukturelle Unterstützung.

Die Umsetzung liegt beim Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW), das seit Jahrzehnten den Austausch zwischen jungen Menschen in Deutschland und Frankreich fördert und in beiden Ländern mit tausenden Akteuren der Zivilgesellschaft vernetzt ist. Das DFJW etabliert den Bürgerfonds während einer Pilotphase von drei Jahren.