Jugendmigrationsdienste

Integrationen und Chancen für Jugendliche

Jugendmigrationsdienste

Jugendmigrationsdienste: Gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen

Bundesweit begleiten über 450 Jugendmigrationsdienste junge Menschen mit Migrationshintergrund - darunter auch nach Deutschland Geflüchtete - mit einem vielseitigen Angebot. Im Vordergrund steht die Integration in Ausbildung und Arbeitsmarkt. Das Programm ist Teil der Initiative "JUGEND STÄRKEN".

Die Jugendmigrationsdienste unterstützen junge Menschen auf ihrem Weg in weiterführende Schulen, Ausbildungsplätze und in die Arbeitswelt. Gemeinsam mit den Jugendlichen legen die Jugendmigrationsdienste Ziele fest und suchen Angebote, die zu den individuellen Fähigkeiten der jungen Menschen passen. Für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bieten die Einrichtungen außerdem verschiedene Gruppenmaßnahmen an - vor allem im sportlichen und kulturellen Bereich. Viele ergänzen ihr Angebot mit Konversationskursen, Bewerbungstrainings und Schulungen zum Umgang mit Neuen Medien. Die mehr 850 Beschäftigten erreichen jährlich rund 120.000 junge Menschen mit Migrationshintergrund.

Die Jugendmigrationsdienste arbeiten vor Ort mit Jugendämtern, Schulen, Jobcentern und Betrieben zusammen. Auch der Kontakt zu den Eltern spielt eine wichtige Rolle. Seit 2017 stehen die Jugendmigrationsdienste auch jungen Geflüchteten offen, die rechtmäßig oder aufgrund einer ausländerrechtlichen Duldung in Deutschland leben.

Seit Herbst 2017 fördern das Bundesfamilien- und das Bundesumweltministerium gemeinsam Maßnahmen, die Jugendlichen in sozial benachteiligten Quartieren stärken. Jedes Bundesland wird mit einem Modellprojekt unterstützt, das lebendige Nachbarschaften fördern und den sozialen Zusammenhalt zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund stärken soll.

Zu den Maßnahmen gehören Workshops für Jung und Alt und gemeinsamen Ausflüge mit Einheimischen und Zugewanderten. Vorhandene Angebote und Akteure im Quartier werden in Planung und Durchführung der Vorhaben so weit wie möglich einbezogen.

In Hamburg zum Beispiel plant die junge Bewohnerschaft von drei Quartieren eine gemeinsame Jugendkonferenz für das Frühjahr 2018. Sie möchten sich über Ideen austauschen, wie sie ihr Zusammenleben im Quartier gestalten können und hierzu konkrete Projekte planen und umsetzen.

Für das Programm stehen in den nächsten Jahren knapp sieben Millionen Euro zur Verfügung.