Internationale Jugendpolitik

Jugendpolitik in den Vereinten Nationen

Die Bundesregierung unterstützt jedes Jahr die aktive Teilnahme von zwei Jugenddelegierten an der Generalversammlung der Vereinten Nationen (VN) in New York im Rahmen des sogenannten Jugenddelegierten-Programms. Die Jugenddelegierten vertreten dort die Interessen von Jugendlichen in Deutschland. Kurz vor Beginn der Generalversammlung unternehmen die beiden Delegierten eine "Deutschland-Tour". In Schulen, Ausbildungsstätten, Jugendtreffs und Jugendverbänden sammeln sie im Austausch mit anderen Jugendlichen Themen, die sie bewegen und die thematisch zu den VN passen. In der Generalversammlung erhalten die Jugenddelegierten dann die Möglichkeit, diese Anliegen in einer Rede vorzutragen.

Themen, die Jugendliche weltweit bewegen

Unter "Jugendliche" fallen für die VN Menschen zwischen 15 und 24 Jahren. Auch wenn die Lebensrealitäten in dieser Altersgruppe weltweit sehr unterschiedlich sind, gibt es auch viele Gemeinsamkeiten: Jugendliche auf der ganzen Welt beginnen sich in dieser Lebensphase zu fragen, wie ihr Leben aussehen soll, welchen Bildungs- oder Ausbildungsweg sie einschlagen wollen. Sie machen erste Erfahrungen in der Erwerbsarbeit, müssen sich in ihrer sozialen Umwelt neu verorten und denken über die Gründung einer eigenen Familie nach. Diesen Themen widmen sich die VN auf verschiedenen Ebenen.

Im "Focal Point on Youth" bei den VN in New York laufen die jugendpolitischen Fäden zusammen. Auf der Grundlage des World Programme of Action for Youth wird am Ziel gearbeitet, bewusstseinsbildende Maßnahmen für die Situation von jungen Menschen und ihrer Rechte weltweit zu stärken und zu fördern. Aber auch (inter-)nationale jugendpolitische Maßnahmen in Kooperation mit Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) sowie Jugendbeteiligung auf allen politischen Ebenen.