Handlungsfeld 3: Digitale Souveränität

Digitale Souveränität für alle Generationen ermöglichen

Menschen bedienen Computer und sind digital souverän
Die Agenda für smarte Gesellschaftspolitik fördert die digitalen Kompetenzen für Alt und Jung© BMFSFJ

Digitalkompetenzen werden in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Sie sind die Voraussetzung für die individuelle digitale Souveränität. Aufgabe des Bundesgesellschaftsministeriums ist es, diese Souveränität in der Bevölkerung zu stärken. Die Bürgerinnen und Bürger sollen die Technologien reflektiert, sicher, verantwortungsvoll und kreativ anwenden und sich vor Gefahren, Sucht und Missbrauch eigenständig schützen können. Dafür müssen sie verstehen, wie Anwendungen funktionieren, aber auch, welche Daten sie erfassen und was mit ihnen passiert.

Bei Digitalkompetenzen geht es heutzutage also um weit mehr als das reine Bedienen neuer Techniken. Entscheidend ist, digitale Produkte und Services nach den eigenen Bedürfnissen, Interessen und Präferenzen nutzen zu können und dabei die Kontrolle zu behalten.

Kompetenzen fördern

Für die Förderung der Digitalkompetenzen schafft das Bundesgesellschaftsministerium zielgruppen- und bedarfsspezifische Angebote. Die vom Ministerium geförderten Digitalen Engel beispielsweise beraten persönlich und alltagsnah ältere Menschen - vor Ort oder im Netz. Sie klären Fragen zur Digitalisierung, zeigen Chancen neuer Technologien und nehmen mögliche Ängste davor. Zudem hat das Bundesgesellschaftsministerium mit der BAGSO - Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. Eckpunkte für einen DigitalPakt Alter erarbeitet. Ziel ist, dass Seniorinnen und Senioren in allen Kommunen niedrigschwellige Angebote offenstehen, damit sie sich digitale Kompetenzen aneignen können.

Eine Maßnahme der Initiative ist die Förderung von 100 sogenannten Erfahrungsorten, die älteren Menschen die digitale Welt erlebbar machen. Der persönliche Nutzen digitaler Dienste im eigenen Lebensumfeld steht im Fokus. Damit soll die digitale Kompetenz älterer Menschen verbessert und so der Zugang zu digitalen Chancen erleichtert werden.

Digitale Fähigkeiten stärken

Für Kinder und Jugendliche, Eltern und Fachkräfte startete das Bundesgesellschaftsministerium 2016 die Initiative Gutes Aufwachsen mit Medien. Das Team des Initiativbüros klärt zu Medienerleben und Medienerziehung auf, bündelt Informationen, berät lokale Netzwerke und qualifiziert Fachkräfte.

Damit das Bundesgesellschaftsministerium seine Angebote zur Stärkung der digitalen Souveränität künftig noch passgenauer gestalten kann, hat es mit dem Institut für Medienpädagogik das Projekt "Digitales Deutschland" gestartet. Dabei wird untersucht, welche digitalen Kompetenzen verschiedene Bevölkerungsgruppen benötigen. Darauf aufbauend sollen Angebote weiterentwickelt werden, die digital- und medienbezogene Kompetenzen vermitteln.

Zweites Jugendschutzgesetz

Um vulnerable Gruppen, wie zum Beispiel Heranwachsende, im digitalen Raum besser zu schützen, hat das Bundesgesellschaftsministerium eine Änderung des Jugendschutzgesetzes auf den Weg gebracht. Die 2021 in Kraft getretene Gesetzesänderung sorgt für einen zeitgemäßen Schutz vor sogenannten Interaktionsrisiken - zum Beispiel vor Cybermobbing oder -grooming, Hassrede oder "Abzocke" durch Kostenfallen in Apps oder Games.

YouCodeGirls: Mädchen und junge Frauen für das Programmieren begeistern

Das Projekt YouCodeGirls setzt sich dafür ein, dass mehr junge Frauen Informatikerinnen werden wollen. Herzstück ist eine digitale Lern- und Lehrplattform mit einer KI-basierten Lernbegleitung.