Nationaler Aktionsplan "Neue Chancen für Kinder in Deutschland" Zahlreiche Akteurinnen und Akteure wirken mit

Durch die aktive Mitwirkung aller zuständigen Stellen in Bund, Ländern, Kommunen und der Zivilgesellschaft kann der Nationale Aktionsplan (NAP) zu einem gemeinsamen Erfolg werden. Kinder und Jugendliche werden die Umsetzung bis 2030 als Expertinnen und Experten in eigener Sache eng begleiten.

Deutschland setzt auf allen politischen Ebenen erfolgreich Maßnahmen um, um Armut und soziale Ausgrenzung junger Menschen zu bekämpfen. Zivilgesellschaftlichen Organisationen und Verbänden kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Zahlreiche Akteurinnen und Akteure haben sich bereits in den Prozess zum Nationalen Aktionsplan eingebracht.

Überblick über den bisherigen Prozess

Im Anschluss an die Veröffentlichung der Ratsempfehlung zur Kindergarantie der Europäischen Union (EU) im Jahr 2021 haben die zivilgesellschaftlichen Verbände und Trägerinnen und Träger der freien Wohlfahrt Stellungnahmen und Empfehlungen zur Umsetzung der EU-Kindergarantie in Deutschland veröffentlicht.

Im Mai 2022 fand die digitale Kick-off-Veranstaltung zum Nationalen Aktionsplan mit Bundesfamilienministerin Lisa Paus und EU-Kommissar Nicolas Schmit statt. Über 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Fachpraxis und Zivilgesellschaft sowie Kinder und Jugendliche nahmen daran teil. In acht Fachforen erarbeiteten sie gemeinsam Handlungsempfehlungen für den Nationalen Aktionsplan. Die Zusammenfassung der Fachforen kann hier abgerufen werden.

Eine Präsenzveranstaltung in Berlin mit rund 160 Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Zivilgesellschaft leitete den breiten Beteiligungsprozess zum Nationalen Aktionsplan ein. In fünf Workshops erarbeiteten die Teilnehmenden erste Impulse für den Nationalen-Aktionsplan-Ausschuss als Arbeitsgremium für die Umsetzungsphase des Nationalen Aktionsplans. Die Ergebnisse finden Sie hier.

Im Oktober 2022 wurden die Stakeholder dazu eingeladen, herausragende Maßnahmen und Projekte in eigener Zuständigkeit einzureichen, mit denen sie zu den Zielen des Nationalen Aktionsplans beitragen. Im Mai 2023 hatten sie die Möglichkeit, Stellungnahmen zum Entwurf des Nationalen Aktionsplans abzugeben. Bis Juni 2023 erhielt das Bundesfamilienministerium insgesamt 46 Stellungnahmen.

Stellungnahmen 2021 und 2022

Die Stellungnahmen und Empfehlungen der zivilgesellschaftlichen Verbände und Trägerinnen und Träger der freien Wohlfahrt aus den Jahren 2021 und 2022 finden Sie hier.

Stellungnahmen 2023

Stellungnahmen aus dem Jahr 2023, die als PDF-Dokumente eingereicht wurden, finden Sie hier.

So arbeitet der Ausschuss zum Nationalen Aktionsplan

Ein Ausschuss, in dem Akteurinnen und Akteure aus Bund, Ländern, Kommunen, Zivilgesellschaft und Wissenschaft vertreten sind, begleitet die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans bis 2030. Der Ausschuss bietet eine Plattform für Austausch, Vernetzung und Kommunikation für die Akteurinnen und Akteure. In den Sitzungen des Ausschusses sollen Kernpunkte der Umsetzung und des Monitorings des Nationalen Aktionsplans erörtert, konkrete Handlungsansätze benannt und relevante Themen diskutiert werden.

Wer wird an der Umsetzung der Kindergarantie der Europäischen Union beteiligt?

Während der gesamten Vorbereitung, Umsetzung, Überwachung und Bewertung des Aktionsplans soll

"die Einbeziehung von regionalen, lokalen und anderen zuständigen Behörden, Kindern und einschlägigen zivilgesellschaftlichen Interessenträgern, Nichtregierungsorganisationen, Bildungseinrichtungen und Einrichtungen, die für die Förderung der sozialen Inklusion und Integration, der Rechte des Kindes, der inklusiven Bildung und der Nichtdiskriminierung zuständig sind, einschließlich nationaler Gleichstellungsstellen sichergestellt werden." (Ratsempfehlung EU-Kindergarantie, Artikel 11e)

Kinder und Jugendliche einbeziehen

Auch Kinder und Jugendliche werden die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans bis zum Jahr 2030 eng begleiten. Sie werden als Expertinnen und Experten ihrer Lebenswelt verstanden und wissen selbst am besten, was ihre Bedarfe sind. Ihre Vorstellungen darüber, wie sie sich einbringen wollen, sollen gehört und kontinuierlich mit einbezogen werden. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen wurde dazu ein umfassendes Konzept entwickelt. Zusätzlich werden im gesamten Zeitraum qualitative Erhebungen zur Situation von Kindern und Jugendlichen durchgeführt, etwa im Rahmen der Einführung der Kindergrundsicherung.

Im Deutschen Jugendinstitut (DJI) wurde die Service- und Monitoringstelle ServiKiD zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans eingerichtet. Aufgabe von ServiKiD ist, die Koordination und Umsetzung des Nationalen Aktionsplans fachlich und organisatorisch zu unterstützen.