Demografischer Wandel Nachhaltigkeitsstrategie: Agenda 2030

Nachhaltige Entwicklung betrifft eine Vielzahl von Politikfeldern und sollte bei allen Entscheidungen in politischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Bereichen immer mitgedacht werden - auch in ihren Wechselwirkungen. Das Bundesfamilienministerium hat das Ziel, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und niemanden zurückzulassen (entsprechend dem Grundsatz der Agenda 2030 "leave no one behind"). Gleichberechtigung, Toleranz und Antidiskriminierung sind dabei grundlegende Prinzipien des Handelns. Dazu gehört, dass die Gesellschaft besondere Lebensrisiken im Sozialstaat absichert und Menschen zu einem selbstbestimmten Leben befähigt. Soziale Teilhabe und gleichwertige Lebensverhältnisse sind ein weiterer Ansatz, um gleiche Chancen für alle zu eröffnen.

Grundlage für die Nachhaltigkeitspolitik der Bundesregierung ist die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Sie wurde im Herbst 2015 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet und umfasst 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) mit insgesamt 169 Unterzielen. Die 17 globalen Ziele der Agenda 2030 richten sich an alle: die Regierungen weltweit, die Zivilgesellschaft, die Privatwirtschaft und die Wissenschaft.

Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie

Im Koalitionsvertrag vom März 2018 hat sich die Bundesregierung zur Umsetzung der Agenda 2030 und zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung bekannt. Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) stellt den Rahmen für die Umsetzung der Agenda 2030 in Deutschland dar. Sie zeigt, welche Bedeutung eine nachhaltige Entwicklung für die Politik der Bundesregierung hat. Die letzte Aktualisierung wurde im Herbst 2018 vom Bundeskabinett beschlossen. Zur Zeit wird die DNS erneut aktualisiert und weiterentwickelt. Hierbei werden auch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie berücksichtigt. An der Diskussion über ihre Weiterentwicklung und über andere Themen zur Nachhaltigkeit können sich Bürgerinnen und Bürger im Oktober 2020 beteiligen und eine Stellungnahme abgeben. Diskussionsgrundlage ist die Dialogfassung der DNS, die am 1. Oktober 2020 veröffentlicht wurde. Auf der Dialogwebsite finden sich Informationen zum Beteiligungsverfahren.

Eine Verabschiedung durch die Bundesregierung wird für Frühjahr 2021 angestrebt.